BUNDESVERFASSUNGSGERICHT
- 1 BvR 80/19 -
- 1 BvR 81/19 -
- 1 BvR 251/19 -
I.
- Bevollmächtigter:
Rechtsanwalt (…) -
1.
unmittelbar gegen
a)
den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 6. Dezember 2018 - OVG 9 S 6.18 -,
b)
den Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus vom 24. April 2018 - VG 4 L 684/17 -,
c)
den Widerspruchsbescheid des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands vom 25. Oktober 2017 - … -,
d)
den Bescheid des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands vom 22. Dezember 2015 - … -,
2.
mittelbar gegen
§ 19 Absatz 1 Kommunalabgabengesetz Brandenburg
- 1 BvR 80/19 -,
II.
- Bevollmächtigter:
Rechtsanwalt (…) -
1.
unmittelbar gegen
a)
den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 5. Dezember 2018 - OVG 9 S 12.18 -,
b)
den Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus vom 3. Juli 2018 - VG 4 L 420/18 -,
c)
den Widerspruchsbescheid des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands vom 29. Mai 2018 - … -,
d)
den Bescheid des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands vom 23. Dezember 2015 - … -,
2.
mittelbar gegen
§ 19 Absatz 1 Kommunalabgabengesetz Brandenburg
- 1 BvR 81/19 -,
III.
- Bevollmächtigter:
Rechtsanwalt (…) -
gegen
a)
den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg
vom 5. Dezember 2018 - OVG 9 S 15.18 -,
b)
den Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus
vom 20. Juli 2018 - VG 4 L 357/18 -,
c)
den Widerspruchsbescheid des Märkischen Abwasser- und
Wasserzweckverbands vom 2. Mai 2018 - … -,
d)
den Widerspruchsbescheid des Märkischen Abwasser- und
Wasserzweckverbands vom 2. Mai 2018 - … -,
e)
den Bescheid des Märkischen Abwasser- und
Wasserzweckverbands vom 18. Dezember 2015 - … -,
f)
den Bescheid des Märkischen Abwasser- und
Wasserzweckverbands vom 4. Dezember 2015 - … -
- 1 BvR 251/19 -
hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch
die Richter Paulus,
Christ
und die Richterin Härtel
gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der
Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 21. September 2021 einstimmig beschlossen:
1
Die Verfassungsbeschwerden sind unzulässig, da sie nicht den Grundsatz der Subsidiarität (§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG) wahren. Den Beschwerdeführenden ist es zumutbar möglich, den Rechtsweg in den Hauptsacheverfahren zu erschöpfen. Der Ausgang der Hauptsacheverfahren erscheint auch nicht von vornherein aussichtslos (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 10. Mai 2016 - 1 BvR 2322/14 -, Rn. 12 m.w.N.). Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund der zwischenzeitlich in zwei Verfahren erfolgten Zulassung der Revision durch das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG, Beschluss vom 10. November 2020 - 9 B 1.20 - und vom 10. Dezember 2020 - 9 B 67.19 -). Die noch ausstehenden Revisionsentscheidungen lassen es als hinreichend möglich erscheinen, dass das Bundesverwaltungsgericht den bloßen Wechsel des Aufgabenträgers grundsätzlich nicht als ausreichend ansieht, um zulässigerweise in die durch eine hypothetische Festsetzungsverjährung begründete und von Verfassungs wegen geschützte Vertrauensposition Einzelner eingreifen zu können (vgl. dazu BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 12. November 2015 - 1 BvR 2961/14 u.a. -). Gegenteiliges zeigen die Beschwerdeführenden zumindest nicht auf (§ 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfG).
2
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
3
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.