BPatG 15408.05BUNDESPATENTGERICHT15 W (pat) 61/04_______________(Aktenzeichen)Verkündet am16. Februar 2009…B E S C H L U S SIn der Beschwerdesachebetreffend die Patentanmeldung 102 12 761.1…hat der 15. Senat (Technischer Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts in der Sitzung vom 16. Februar 2009 unter Mitwirkung des Vorsitzenden Richters Dr. Feuerlein, der Richterin Schwarz-Angele sowie der Richter Dr. Maksymiw und Dr. Lange- 2 -beschlossen:Der angefochtene Beschluss wird aufgehoben und das Patent wird erteilt auf Grundlage des Hilfsantrags 4 gemäß Schriftsatz vom 30. Januar 2009.Bezeichnung: Mikrotiterplatte.Der Erteilung liegen folgende Unterlagen zugrunde:Patentansprüche 1 bis 19, gemäß Schriftsatz vom 30. Januar 2009,Beschreibung Seite 1, 2, 4 bis 6, 8 bis 11 gemäß ursprüngliche Unterlagen vom 22. März 2002,Seite 3, 3a, 3b, 7 gemäß Schriftsatz vom 30. Januar 2009,Figuren 1 bis 3 gemäß ursprüngliche Unterlagen vom 22. März 2002.G r ü n d eDie Patentanmeldung 102 12 761.1 wurde am 22. März 2002 mit der Bezeichnung“Mikrotiterplatte“beim Deutschen Patent- und Markenamt eingereicht. Die Offenlegung ist am 16. Oktober 2003 erfolgt.Die Prüfungsstelle für Klasse B01L hat mit Beschluss vom 26. August 2004 aus den Gründen des Bescheids vom 3. Juli 2002 die Anmeldung zurückgewiesen. - 3 -Dem Beschluss lagen die ursprünglich eingereichten Ansprüche 1 bis 22 zugrunde. Sie haben folgenden Wortlaut::- 4 -- 5 -Die Zurückweisung der Patentanmeldung wurde damit begründet, dass die Mikro-titerplatte mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gegenüber dem in den DruckschriftenD1 EP 01 161 994 A2D2 DE 197 12 484 C2beschriebenen Stand der Technik nicht auf erfinderischer Tätigkeit beruhe und das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 17 aus der Druck-schrift D1 bekannt sei.Zum allgemeinen Stand der Technik wurde im Prüfungsverfahren noch auf die DruckschriftD3 WO 01/07160 A2hingewiesen.Gegen den Zurückweisungsbeschluss richtet sich die Beschwerde der Anmelderin vom 30. September 2004, eingegangen am 1. Oktober 2004.In der mündlichen Verhandlung vom 16. Februar 2009 erklärt der Vertreter der Anmelderin die Teilung der Patentanmeldung und stellt den Antrag,- den Beschluss des Patentamts aufzuheben und das Patent ge-mäß Hilfsantrag 4 zu erteilen,- hilfsweise das Patent gemäß Hilfsantrag 5 zu erteilen,- beide Anträge gemäß Schriftsatz vom 30. Januar 2009, Beschreibung ebenda.- 6 -Die Patentansprüche 1 bis 19 gemäß Hilfsantrag 4 (nunmehr Hauptantrag) haben folgenden Wortlaut:- 7 -- 8 -- 9 -- 10 -Wegen weiterer Einzelheiten wird auf den Inhalt der Akten verwiesen.II1. Die zulässige Beschwerde ist begründet, denn die Anmeldung erfüllt mit den nunmehr vorliegenden Unterlagen gemäß Hilfsantrag 4 die Voraussetzungen für die Erteilung eines Patents.2. Bezüglich ausreichender Offenbarung der Gegenstände der geltenden Patentansprüche 1 bis 19 bestehen keine Bedenken, da deren Merkmale aus den ursprünglich eingereichten Unterlagen zu entnehmen sind. So findet Patentan-spruch 1 seine Grundlage in den Ansprüchen 1 und 16 der ursprünglichen Unter-lagen. Der nebengeordnete Patentanspruch 15 lässt sich aus den Ansprüchen 17 und 1 der ursprünglichen Unterlagen herleiten. Die Unteransprüche 2 bis 14 und 16 bis 19 sind auf S. 7 Abs. 2, S. 4, S. 5 Abs. 3, S. 6 Abs. 2 und in den Unteran-sprüchen 2, 3, 4 i. V. m. S. 4, sowie den Unteransprüchen 6 bis 9, 11, 12, 18 bis 20 und 22 der ursprünglichen Unterlagen offenbart.3. Als zuständigen Fachmann ist hier ein mit der Entwicklung von Mikrotiterplat-ten betrauter Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Verfahrenstechnik anzusehen, der bei Bedarf auch auf das Fachwissen eines Mikrobiologen zurückgreifen kann.4. Der Gegenstand nach Patentanspruch 1 des Hilfsantrags 4 ist patentfähig. Insbesondere ist dieser gewerblich anwendbare Gegenstand gegenüber dem ge-samten, in Betracht gezogenen Stand der Technik neu und beruht auch auf er-finderischer Tätigkeit.- 11 -a. Die Neuheit der beanspruchten Mikrotiterplatte 1 ist anzuerkennen, da keine der aufgegriffenen Druckschriften EP 01 161 994 A2 (D1), DE 197 12 484 C2 (D2) und WO 01/07160 A2 (D3) eine Mikrotiterplatte mit sämtlichen Merkmalen des Patentanspruchs 1 offenbart, wie sich im Einzelnen auch aus den nachfolgenden Ausführungen zur erfinderischen Tätigkeit ergibt.b. Der Gegenstand des Patentanspruchs 1 beruht gegenüber dem in Betracht gezogenen Stand der Technik auf einer erfinderischen Tätigkeit.Bei der Beurteilung der erfinderischen Tätigkeit ist von der objektiven Aufgabe auszugehen, eine, gegenüber der EP 1 161 994 A2 (D1), andere Mikrotiterplatte mit günstigeren Anwendungseigenschaften zu schaffen, um eine sichere und ein-fache optische Lagekontrolle der Mikrotiterplatte und deren Gefäße, insbesondere im Hinblick auf den Automateneinsatz, zu gewährleisten - vgl. S. 3 Abs. 2 u. S. 4 i. V. m. S. 7 Abs. 2 der ursprünglichen Unterlagen.Gelöst wird diese Aufgabe gemäß Patentanspruch 1 durch eine Mikrotiterplatte mit folgenden Merkmalen:M1 Mikrotiterplatte mitM2 einem Rahmen (2)M2.1 der eine Platte (4)M2.1.1 mit einer Vielzahl Löcher (6) aufweist, undM3 einer Vielzahl Gefäße (3)M3.1 die an den Löchern (6) durch direktes Aneinanderspritzen fest mit der Platte (4) verbunden sind,M3.2 einen von der Unterseite (8) der Platte (4) vorstehenden Aufnahmeabschnitt (9, 10, 11) haben undM3.3 durch Öffnungen (15) von der Oberseite (7) der Platte aus zugänglich sind,- 12 -M4 wobei Rahmen (2) und Gefäße (3) aus demselben Kunst-stoff bestehen,M5 und die Kunststoffe des Rahmens (2) und der Gefäße (3) unterschiedliche Farben haben.Die Druckschrift EP 01 161 994 A2 (D1) betrifft eine Mikrotiterplatte - vgl. Abs. [0001]. In Abs. [0005] der D1 ist bezüglich des zugrunde liegenden Problems ausgeführt, dass einkomponentige Mikrotiterplatten aus Polypropylen zwar grund-sätzlich für die PCR (polymerase chain reaction oder Polymerase Kettenreaktion) verwendbar seien. Diese seien jedoch biegeweich, neigten zu Verzug, seien un-eben und nur mit großen Toleranzen zu fertigen und unterlägen großen Toleranz-schwankungen im Einsatz. Sie seien insbesondere für das Automatenhandling nicht besonders geeignet, weil ihre Weichheit das Greifen durch den Automaten erschwere. Ferner könne die geringe Maßhaltigkeit zur Folge haben, dass die Do-siernadeln beim Einführen in die Gefäße Wandberührung hätten. Außerdem sei aufgrund der Dickwandigkeit der Gefäße der Wärmetransfer in die Gefäße schlecht, was nachteilig für die Temperaturregelung und die Länge der Zykluszei-ten bei der PCR sei.Davon ausgehend soll die Aufgabe gelöst werden, eine verbesserte Mikroti-terplatte mit günstigeren Anwendungseigenschaften, zu schaffen - vgl. Abs. [0009].Die Mikrotiterplatte (Merkmal M1) gemäß Anspruch 1 der D1 umfasst deshalb ei-nen Rahmen (2) (Merkmal M2) aus einem steifen ersten Kunststoff, der eine Platte (4) (Merkmal M2.1) mit einer Vielzahl Löcher (6) (Merkmal M2.1.1) aufweist, und einer Vielzahl Gefäße (3) (Merkmal M3) aus einem für die PCR geeigneten und/oder eine Sauerstoffdurchlässigkeit aufweisenden zweiten Kunststoff, die durch direktes Anspritzen an die Löcher (6) fest mit der Platte (4) verbunden sind (Merkmal M3.1), einen von der Unterseite (8) der Platte (4) vorstehenden Auf-- 13 -nahmeabschnitt (9, 10, 11) haben (Merkmal M3.2) und durch Öffnungen (15) von der Oberseite (7) der Platte aus zugänglich sind (Merkmal M3.3).Die Merkmale M4, wobei Rahmen (2) und Gefäße (3) aus demselben Kunststoff bestehen, und M5, dass die Kunststoffe des Rahmens (2) und der Gefäße (3) un-terschiedliche Farben haben, sind in D1 nicht beschrieben.Gemäß D1 bestehen Rahmen und Gefäße aus verschiedenen Kunststoffen. Dies offenbart sich dem Fachmann aus den Abs. [0012], [0013] u. [0014]. Dort ist aus-geführt, dass der Rahmen der Mikrotiterplatte aus einem steifen ersten Kunststoff besteht - vgl. Sp. 2 Z. 16 - und aufgrund seiner Steifigkeit besonders für das Au-tomatenhandling geeignet ist. Die Beschränkung dieses Kunststoffes auf den Rahmen - vgl. Sp. 2 Zn. 39 u. 40 - ermöglicht jedoch, seine vorteilhaften Eigen-schaften auch bei Mikrotiterplatten für die PCR bzw. Sauerstoffversorgung von Proben nutzbar zu machen. Die Gefäße bestehen aus einem anderen Kunststoffals der Rahmen - vgl. Sp. 2 Zn. 44 u 45. Es handelt sich dabei um einen für die PCR geeigneten und/oder eine Sauerstoffdurchlässigkeit aufweisenden zweitenKunststoff - vgl. Sp. 2 Zn. 19 bis 21.Selbst wenn der Fachmann Anregungen gehabt haben sollte, Rahmen und Ge-fäße aus demselben Kunststoff zu fertigen, sind Hinweise auf das Problem der optischen Lagekontrolle zur genauen Positionierung der Mikrotiterplatte für einen verbesserten Automateneinsatz in D1 nicht gegeben. Die D1 befasst sich bezüg-lich des Automateneinsatzes lediglich mit der Steifigkeit des Rahmens und der Maßhaltigkeit bezüglich der Gefäße.Auch die DE 197 12 484 C2 (D2), die eine Mikroplatte mit transparentem Boden sowie ein Verfahren zu deren Herstellung betrifft - vgl. Sp. 1 Abs. 1 -, kann dem Fachmann, keine Anregung geben, die Kunststoffe des Rahmens und der Gefäße in unterschiedlichen Farben auszuführen.- 14 -Die D2 - vgl. Sp. 1 Z. 62 bis Sp. 2 Z. 21 - beschäftigt sich mit dem Problem, dass die transparenten Bodenteile von Mikroplatten mit zunehmender Dicke uner-wünschte, auf Lichtbrechung und Totalreflexion beruhende Lichtleitungseffekte aufweisen. Der unerwünschte Lichtleitungseffekt tritt beispielsweise auch bei Durchlichtmessungen auf und zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass der transparente Boden als Lichtleiter wirkt und für eine bestimmte Küvette einge-strahltes Licht in benachbarte Küvetten teilweise ablenkt. Zudem sind solche Mik-roplatten, ebenfalls aufgrund der Dicke ihrer transparenten Böden, nur bedingt für Radioaktivitäts-Messungen, zum Beispiel Szintillations-Messungen, geeignet.Ausgehend davon besteht die der D2 zugrunde liegende Aufgabe darin, Mikro-platten bereitzustellen, die die vorgenannten Nachteile überwinden, insbesondere bei hoher Packungsdichte und dünnen Böden eine höhere Genauigkeit bei den optischen Messungen gewährleisten und überdies auch für radioaktive Bestim-mungen geeignet sind - vgl. Sp. 2 Zn. 22 bis 27. In der D2 ist auch das Problem der eindeutigen Orientierung der Mikroplatte angesprochen - vgl. Sp. 4 Zn. 29 bis 32.Zur Lösung der Aufgabe wird in D2 eine Mikroplatte mit mindestens einem Rah-menteil und mindestens einem dem Rahmenteil zugeordneten Bodenteil vorge-schlagen. Das Rahmenteil weist eine Vielzahl von Küvetten auf. Das Bodenteil bildet die Böden der Küvetten aus, wobei die Böden der Küvetten eine Dicke von maximal 500 µm aufweisen. In dem Rahmenteil sind mindestens 384 Küvetten angeordnet und das Rahmenteil ist im Spritzgießverfahren auf das Bodenteil auf-gebracht - vgl. Anspruch 1. Dabei wird unter einem Rahmenteil einer Mikroplatte das Teil einer Mikroplatte verstanden, das die nach oben und unten hin offenen Küvetten oder Vertiefungen, insbesondere deren Seitenwände, ausbildet. Unter dem Bodenteil einer Mikroplatte wird das die Küvetten und gegebenenfalls die Kü-vettenzwischenräume nach unten abschließende Teil einer Mikroplatte verstanden - vgl. Sp. 2 Zn. 31 bis 38.- 15 -In D2 wird als vorteilhaft vorgeschlagen, das Rahmenteil, das auch die nach oben und unten hin offenen Küvetten, insbesondere deren Seitenwände umfasst, weiß oder schwarz oder auch transparent beziehungsweise naturfarben einzufärben - vgl. Sp. 3 Zn. 45 bis 48 - und das als Folie ausgebildete Bodenteil - vgl. Sp. 2 Zn. 45 bis 48 - transparent oder eingefärbt auszuführen - vgl. Sp. 3 Zn. 59 bis 61.Damit unterscheidet sich die Mikroplatte gemäß D2 von der Mikrotiterplatte der Anmeldung schon dadurch, dass Rahmen und Küvetten gleich gefärbt sind und das Rahmenteil mit den unten offenen Küvetten im Spritzgießverfahren auf das transparent oder eingefärbte Bodenteil aufgebracht ist.Die Merkmale, die Gefäße mit den Löchern einer Platte durch direktes Anspritzen zu verbinden (Merkmal 3.1), wobei die Kunststoffe des Rahmens und der Gefäße unterschiedliche Farben haben (Merkmal 5), sind aus D2 nirgends zu entnehmen.Bezüglich der eindeutigen Orientierung der Mikroplatte wird in D2 im Übrigen ein ganz anderer Lösungsweg vorgeschlagen, der vom der unterschiedlichen Kenn-zeichnung des Rahmens und der Gefäße wegführt. Es soll/sollen nämlich min-destens eine, vorzugsweise zwei, Ecken des Rahmenteils oder des Grundrah-mens abgeschrägt oder sonst wie markiert sein - vgl. dort Sp. 4 Zn. 29 bis 32.Eine Anregung, Rahmenteil und Gefäße unterschiedlich zu färben, konnte der Fachmann aus D2 in keiner Weise entnehmen. Dort ist nämlich offenbart, dass das Rahmenteil im Spritzgießverfahren auf das Bodenteil aufgebracht wird. Wie das zu verstehen ist, entnimmt der Fachmann dem einzigen Ausführungsbeispiel in Sp. 7 Zn. 4 bis 24 - wo ausgeführt ist: “Die Herstellung der Mikroplatte 1 verläuft wie folgt. Eine transparente Polystyrolfolie mit einer Dicke von 60 µm wurde in ei-nem Spritzgießwerkzeug positioniert. Die Anordnung erfolgte in einer Weise, dass die einzuspritzende Formmasse die Folie nicht unterspritzen kann und größeren Staubpartikeln der Zutritt in den Spritzraum verwehrt wird. Zur Herstellung des Rahmenteils 2 wurde weiß eingefärbtes Polystyrol verwendet. Dieses wurde in - 16 -einem Zylinder zunächst auf 260oC erhitzt und so in einen plastischen Zustand versetzt. Anschließend wurde die plastifizierte Formmasse mittels einer Förder-schnecke unter einem Druck von 1.000 bar aus dem Zylinder gedrückt und raschin das gekühlte, geschlossene Werkzeug eingespritzt, in dem die Folie positioniert worden war. Das Formteil erstarrte unter einer Nach-Druckbeaufschlagung von circa 250 bar, wobei die Schrumpfung des erkaltenden Formteils durch Nach-drücken von plastischer Masse kompensiert wird. Die Nachdruckzeit bis zum Er-starren betrug einige Sekunden, kann aber auch bei großen und dickwandigen Teilen mehrere Minuten betragen. Nach Abkühlen und Erstarren wird das auf die Folie aufgebrachte Formteil ausgestoßen.“Mit einem solchen Verfahren ist eine unterschiedliche Färbung von Rahmen und Küvetten ersichtlich nicht möglich, weil die plastifizierte Formmasse (hier weiß eingefärbtes Polystyrol) in einem Vorgang in das Werkzeug eingespritzt wird, wor-aus das Formteil mit Rahmen und Küvettenwänden resultiert.Die WO 01/07160 A2 (D3), die eine für den Automateneinsatz und PCR geeignete Mikrotiterplatte betrifft, offenbart ebenfalls keine unterschiedliche Färbung von Rahmen und Gefäßen und enthält, wovon sich der Senat im Einzelnen überzeugt hat, auch keine Hinweise darauf.Die erfindungsgemäße Lösung, dass die Kunststoffe des Rahmens (2) und der Gefäße (3) einer Mikrotiterplatte unterschiedliche Farben haben war, daher weder aus D1 noch aus der Zusammenschau mit D2 bis D3 nahe gelegt. Vielmehr be-gründet gerade die einfache Art der Lösung die erfinderische Tätigkeit.In Verbindung mit dem Patentanspruch 1 sind auch die darauf rückbezogenen Ansprüche 2 bis 14 gewährbar, die vorteilhafte und nicht selbstverständliche Aus-gestaltungen des Gegenstandes nach Anspruch 1 betreffen.- 17 -Das Gleiche gilt auch für den nebengeordneten Verfahrensanspruch 15 und die darauf rückbezogenen Ansprüche 16 bis 19, da das beanspruchte Verfahren ge-mäß Anspruch 15 nichts anderes als die Herstellung der patentfähigen Mikroti-terplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14 zum Gegenstand hat.Der angefochtene Beschluss war somit aufzuheben und das beantragte Patent zu erteilen.Feuerlein Schwarz-Angele Maksymiw LangeBb
Full & Egal Universal Law Academy