BUNDESVERFASSUNGSGERICHT
- 2 BvR 290/20 -
In dem Verfahren
über
die Verfassungsbeschwerde der Frau (...),
- Bevollmächtigte:
(…) -
1.
unmittelbar gegen
a)
den Beschluss des Kammergerichts vom 13. Januar 2020 - (3) 121 Ss 204/19 (80 + 81/19) -,
b)
den Beschluss des Kammergerichts vom 19. November 2019 - (3) 121 Ss 143/19 (80 + 81/19) -,
c)
das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten vom 14. Juni 2019 - (253 Ds) 253 Js 654/18 (143/18) -,
2.
mittelbar gegen
§ 219a Strafgesetzbuch (StGB)
hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch
den Richter Müller
und die Richterinnen Langenfeld,
Fetzer
gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der
Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 23. März 2023 einstimmig beschlossen:
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen. Trotz entscheidungserheblicher Veränderung der Sach- und Rechtslage durch Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches – Aufhebung des Verbots der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch (§ 219a StGB), zur Änderung des Heilmittelwerbegesetzes, zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes, zur Änderung des Einführungsgesetzes zum Strafgesetzbuch und zur Änderung des Gesetzes zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen vom 11. Juli 2022 (BGBl I S. 1082) ist die Beschwerdebegründung nicht nachträglich ergänzt worden, weshalb der aus § 23 Absatz 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 Bundesverfassungsgerichtsgesetz fließenden Begründungslast für das Fortbestehen der Annahme- und Zulässigkeitsvoraussetzungen der Verfassungsbeschwerde im Zeitpunkt der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht genügt worden ist (vgl. BVerfGE 106, 210 ).
1
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.
Müller Langenfeld Fetzer
Full & Egal Universal Law Academy