BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 2 ARs 180 /13 2 AR 137/13 vom 21. Mai 2013 in der Straf vollzugs sache gegen wegen Entscheidung nach dem Strafvollzugsgesetz, Antragsteller: Az.: 50 StVK 256/13 Landgericht Braunschweig Az.: 17a StVK 74/13 Landgerich t Lüneburg mit Sitz in Celle - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbunde s- anwalts am 21. Mai 2013 beschlossen: Die Sache wird an das Oberlandesgericht Celle abgegeben. Gründe: Die Strafvollstreckungskammer des Landge richts Lüneburg mit Sitz in Celle und das Landgericht Braunschweig streiten darüber, wer über den Antrag des Verurteilten auf gerichtliche Entscheidung (§ 109 StVollzG) zu befinden hat. Der Generalbundesanwalt hat hierzu in seiner Antragsschrift ausgefü hrt: Gemeinsames oberes Gericht im Sinne des § 14 StPO ist hier das Obe r landesgericht Celle. Die beteiligten Landgerichte gehören zwar zu den Bezirken verschiedener Oberlandesgerichte (Celle und Brau n- schweig). Als Rechtsmittel gegen die Entscheidung der S trafvollstr e- ckungskammer (§ 110, 115 StVollzG) kommt die Rechtsbeschwerde (§§ 116, 119 StVollzG) in Betracht. Nach § 121 Abs. 1 Nr. 3 GVG en t- scheiden über diese Rechtsbeschwerden die Oberlandesgerichte, wobei gemäß § 121 Abs. 3 GVG ein Land, in dem mehrere Oberlandesgerichte errichtet sind, die Entscheidung einem Oberlandesgericht zuweisen kann. Die niedersächsische Verordnung zur Regelung von Zuständigkeiten in der Gerichtsbarkeit und der Justizverwaltung (ZustVO - Justiz) vom 18. Dezember 2009 (Nds. GVBl. 2009 , 506) weist (aber) in § 19 Abs. 4 die Entscheidungen über die in § 121 Abs. 1 Nr. 3 GVG bezeichnete R e chtsbeschwerde für die Bezirke aller Oberlandesgerichte dem Ober - 1 2 - 3 - landesgericht Celle zu. Dieses ist deshalb insoweit gemeinschaftliches ober es Gericht für die streitenden Landgeri c hte und somit für die En t- sch eidung des Zuständigkeitsstreit s zuständig (vgl. auch Senatsb e- schluss vom 7. September 2005 - 2 ARs 313/05 - zur damals gültigen - insoweit inhaltsgleichen - niedersächsischen Verordnung v om 22. Januar 1998 - Nds. GVBl. Nr. 3/1998 S. 66 f.). Dem schließt sich der Senat an. Fischer Appl Berger Eschelbach Ott 3
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