BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 2 ARs 19/11 2 AR 19/11 vom 22. Juni 2011 in der Straf vollstreckungs sache gegen wegen Betrugs Az.: NZS 60 BRs 13/09 Amtsgericht Neustadt am Rübenberge Az.: 63 Ls 1352 Js 9678/09 (9/09) Amtsgericht Neustadt am Rübenbe rge Az.: 60 Ls 3111 Js 72070/07 (42/08) Amtsgericht Neustadt am Rübenberge Az.: 3111 Js 22142/07, 1352 Js 68608/09 Staatsanwaltschaft Hannover Az.: 1 ARs 49/10 Oberlandesgericht Celle - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Gener albu n- desanwalts am 22. Juni 2011 b e schlossen : Für die nachträglichen Entscheidungen im Rahmen der Stra f- aussetzung zur Bewährung aus dem Urteil des Amtsgerichts Neustadt am Rübenberge vom 2. Oktober 2007 in Verbindung mit dem U r teil des Landgerichts Hannov er vom 16. April 2009 ist das Amtsgericht J u gendrichter Vechta zuständig . Gründe: Gegen den Verurteilten ist durch Urteil des Amtsgerichts Neustadt am R ü- benberge vom 2. Oktober 2007 in Verbindung mit dem Urteil des Landgerichts Hannover vom 16. Apr il 2009 eine Jugendstrafe bei Strafaussetzung zur B e- währung verhängt worden. Mit Beschluss vom 6. Oktober 2010 hat das Amt s- gericht Neustadt am Rübenberge die Sache an das Amtsgericht Vechta abg e- geben, denn der Verurteilte befand sich in der Justizvollzugsa nstalt Vechta zur Vollstreckung einer weiteren Jugendstrafe. Das Amtsgericht Vechta hat die Übernahme abgelehnt. Das Amtsgericht Neustadt am Rübenberge hat die S a- che dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt. Der Bundesgerichtshof ist als gemeins ames oberes Gericht nach § 14 StPO i.V.m. § 2 JGG zur Entscheidung des Zuständigkeitsstreits berufen, weil die Amtsgerichte Neustadt am Rübenberge und Vechta im Z u ständigkeitsb e- 1 2 - 3 - reich verschiedener Oberlandesgerichte liegen (Oberlandesg e richte Celle und Oldenburg). Für die nachträglichen Entscheidungen im Rahmen der Strafaussetzung zur Bewährung ist der Jugendrichter bei dem Amtsgericht Vechta zuständig, weil die einheitliche Festsetzung einer Jugendstrafe nach § 31 JGG in Betracht kommt, deren Festse tzung dem Vollstreckungsleiter obliegt (§ 66 Abs. 2 Satz 4 JGG). Fischer Appl Berger Eschelbach Ott 3
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