BUNDESGERICHTSHOFBESCHLUSS2 ARs 253/03 2 AR 151/03 vom3. September 2003in der StrafvollstreckungssachegegenAz.: 61 Ls 64 Js 1794/01 - 294/01 Amtsgericht EssenAz.: 31 AR 12/03 Amtsgericht GelsenkirchenAz.: 25 VRJs 156/2002 Amtsgericht Siegburg - 2 -Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbun-desanwalts am 3. September 2003 beschlossen:Die Vollstreckung der Restjugendstrafe aus dem Urteil des Amts-gerichts - Jugendschöffengerichts - Essen vom 21. Mai 2002 ob-liegt dem Jugendrichter beim Amtsgericht Gelsenkirchen.Gründe: Der Senat schließt sich dem Generalbundesanwalt an, der in seiner An-tragsschrift vom 18. Juli 2003 ausgeführt hat:"Nachdem der Verurteilte gemäß § 92 Abs. 2 JGG aus dem Jugendstraf-vollzug herausgenommen wurde und die durch das Amtsgericht Essen ver-hängte Jugendstrafe nunmehr in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen voll-streckt wird, ist die - widerrufliche - Übertragung der Vollstreckungsleitung aufden Jugendrichter beim Amtsgericht Gelsenkirchen gemäß § 85 Abs. 5 JGGsachgerecht. Der vom abgebenden Jugendrichter des Amtsgerichts Siegburghervorgehobene Gesichtspunkt der Vollzugsnähe ist ein wichtiger Grund - 3 -im Sinne des § 85 Abs. 5 JGG (vgl. BGHSt 30, 9, 10; Eisenberg, 9. Aufl.Rdnr. 14; Diemer/Schoreit/Sonnen 4. Aufl. Rdnr. 11; Brunner/Dölling 11. Aufl.Rdnr. 19, alle zu § 85 JGG)."Rissing-van Saan Athing Rothfuß Fischer Roggenbuck
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