ECLI:DE:BGH:2018:271118B2ARS314.18.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 2 ARs 314/18 2 AR 238/18 vom 27. November 201 8 in der Jugendvollstreckungssache gegen Verteidiger: Rechtsanwalt hier: Gerichtsstandsbestimmung Az.: Warn VRJs 2555/17 jug Amtsgericht Nürnbe rg JKI Qs 54/17 jug Landgericht Nürnberg - Fürth 6 VRJs 156/17 Amtsgericht Bayreuth - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbu n- desanwalts am 27. November 201 8 beschlossen: Der Antrag des Rechtspflegers des Amtsgerichts Nürnberg auf Bestimmung des zuständigen Gerichts wird zurückgewi e- sen. Gründe: Nach der Entscheidung des Landgerichts Nürnberg - Fürth vom 22. Dezember 2017 über die Beschwerde des Verurteilten im Arrestvoll - streckung sverfahren halten die Rechtspfleger der Amtsgerichte Nürnberg und Bayreuth im Kostenfestsetzungsverfahren jeweils das andere Gericht für z u- ständig. Der Rechtspfleger beim Amtsgericht Nürnberg hat deshalb die Akten gem. § 14 übersandt. Die Voraussetzungen für die Bestimmung des zuständigen Gerichts nach § 14 StPO sind nicht gegeben. Die Zuständigkeit des Rechtspflegers zur Kostenfestsetzung nach § 464b StPO, §§ 103 ff. ZPO, § 3 Nr. 3, § 21 Abs. 1 Nr. 1 RPflG erstreckt si ch nicht auf Anträge auf Bestimmung des zuständigen Gerichts nach § 14 StPO (vgl. Senat, Beschluss vom 30. Mai 1990 2 ARs 163/90, BGH bei Miebach/Kusch, NStZ 1991, 27) . 1 2 3 - 3 - Nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 RPflG hat der Rechtspfleger ihm übertragene G e- schäfte dem R ichter vorzulegen, wenn sich bei der Bearbeitung der Sache rechtliche Schwierigkeiten ergeben. Die in § 9 RPflG gewährleistete Selbstä n- digkeit des Rechtspflegers steht von vornherein unter diesem Vorbehalt (vgl. Senat, aaO, mwN). Franke Appl Zeng Grube Schmidt 4
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