BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 2 ARs 49/06 2 AR 39/06 vom 29. M344rz 2006 in der Strafvollstreckungssache gegen Az.: 63 Ls 54 Js 683/04 - 86/05 Amtsgericht Essen Az.: 25 AR 16/05 Amtsgericht Gelsenkirchen Az.: 271 VRJs 160/05 Amtsgericht Siegburg - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anh366rung des Generalbun-desanwalts am 29. M344rz 2006 beschlossen: Die Vollstreckung der Jugendstrafe aus dem Urteil des Amtsge-richts Essen vom 21. April 2005 obliegt dem Jugendrichter bei dem Amtsgericht Gelsenkirchen. Gr374nde: Der Generalbundesanwalt hat in seiner Zuschrift an den Senat ausge-f374hrt: 1 "Der Jugendrichter beim Amtsgericht Gelsenkirchen ist verpflichtet, die Vollstreckungsleitung zu 374bernehmen. Die 334bertragung der Vollstreckungslei-tung auf den Jugendrichter des Amtsgerichts Gelsenkirchen gem344337 247 85 Abs. 5 JGG durch das Amtsgericht Siegburg ist sachgerecht. Der Gesetzgeber hat die Entscheidung dem pflichtgem344337en Ermessen des Vollstreckungsleiters 374ber-lassen. Dieser muss die Umst344nde des Einzelfalls abw344gen (BGHSt 30, 9). Hierbei ist der Gesichtspunkt der Vollzugsn344he ein wichtiger Grund im Sinne des 247 85 Abs. 5 JGG (Senat Beschluss vom 3. September 2003 - 2 ARs 253/03). Zutreffend weist das Amtsgericht Siegburg aber noch darauf hin, dass bei der Vollstreckung von Freiheitsstrafen die Strafvollstreckungskammer zu-st344ndig ist, in deren Bezirk die Strafanstalt liegt, in der der Verurteilte einsitzt (247 462a Abs. 1 StPO) und andere Kriterien, wie der vom Amtsgericht Gelsenkir-chen aufgef374hrte Informationsvorsprung des Amtsgerichts Essen, zu problema- 2 - 3 - tischen Abgrenzungsfragen und vermeidbaren Kompetenzstreitigkeiten f374hren w374rden." Dem tritt der Senat bei (vgl. auch Senatsbeschluss vom 15. M344rz 2006 - 2 ARs 71/06). 3 Rissing-van Saan Rothfu337 Fischer Roggenbuck Appl
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