BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 2 ARs 495/06 2 AR 280/06 vom 29. November 2006 in der Strafvollstreckungssache gegen Az.: 22 KLs 140/04 Landgericht Potsdam Az.: 3.2 VRJs 27/06 Amtsgericht K366nigs Wusterhausen Az.: 418 AR 6/06 Amtsgericht Tiergarten - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anh366rung des Generalbun-desanwalts am 29. November 2006 beschlossen: Die Einleitung der Vollstreckung der durch das Urteil der Jugend-kammer des Landgerichts Potsdam vom 18. Mai 2005 verh344ngten Einzelfreiheitsstrafe von vier Jahren obliegt dem Jugendrichter beim Amtsgericht Tiergarten. Gr374nde: Der Generalbundesanwalt hat in seiner Zuschrift an den Senat vom 13. November 2006 ausgef374hrt: 1 "Die 366rtliche Zust344ndigkeit f374r die durch Urteil des Landgerichts Potsdam verh344ngte Jugendstrafe bestimmt sich gem344337 247 110 Abs. 1 i.V.m. 247 84 Abs. 2 JGG i.V.m. 247 36 Abs. 1 FGG nach dem Wohnsitz der Verurteilten. Sie bezieht sich auf den Zeitpunkt der zu treffenden Entscheidung, so dass f374r die Einlei-tung der Strafvollstreckung gegen die Verurteilte, die seit dem 1. Juni 2006 in Berlin wohnhaft ist, der Jugendrichter beim Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu-st344ndig ist. An dieser gesetzlich begr374ndeten Zust344ndigkeit kann sich nichts dadurch 344ndern, dass irrt374mlicherweise ein insoweit unzust344ndiger Jugendrich-ter bei einem anderen Amtsgericht bereits Ma337nahmen zur Einleitung der - al-lerdings noch nicht vollzogenen - Vollstreckung ergriffen hat." 2 Dem tritt der Senat bei. 3 - 3 - Die Zust344ndigkeit f374r die Vorbereitung der Gnadenentscheidung be-stimmt sich nach Ma337gabe der Gnadenordnungen der beteiligten L344nder (vgl. 247247 4 ff. Gnadenordnung des Landes Brandenburg vom 29. August 2002 [JMBl. S. 124]; 247 7 Gnadenordnung von Berlin vom 1. Juni 2004 [ABl. S. 2625]). 4 Rissing-van Saan Bode Otten Fischer Roggenbuck
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