BUNDESGERICHTSHOFBESCHLUSS2 StR 391/03 vom9. Januar 2004in der StrafsachegegenwegenMordes u.a. - 2 -Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundes-anwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 9. Januar 2004 gemäß§ 349 Abs. 2 StPO beschlossen:Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des LandgerichtsBonn vom 14. April 2003 wird als unbegründet verworfen, da dieNachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra-gen.Ergänzend bemerkt der Senat:Die Bedenken des Generalbundesanwalts hinsichtlich der An-nahme des Mordmerkmals der Habgier teilt der Senat nicht. Nachden Feststellungen des Landgerichts waren der Angeklagte undder Mittäter von vornherein entschlossen, das Tatopfer zu töten,um sich in den Besitz des von diesem verwahrten Bargelds zubringen. Darauf, ob sie dieses Ziel auch ohne anschließende Tö-tung des Opfers durch (bloßen) Raub hätten erreichen können,kommt es für das Merkmal der Habgier nicht an. Dieses setztnicht, wie die Absicht der Ermöglichung einer anderen Straftat,einen in dem vom Generalbundesanwalt angenommenen Sinnfunktionalen Zusammenhang zwischen Tötung und Erlangung desVermögensvorteils voraus. Entscheidend ist vielmehr die Motiva-tion des Täters; nach dem festgestellten Tatplan war hier die Tö- - 3 -tung des Opfers als (zur Verdeckung) notwendige Folge der be-absichtigten Beraubung von vornherein vorgesehen.Rissing-van Saan Otten Rothfuß Fischer Roggenbuck
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