BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 3 StR 284/00 vom 2. August 2000 in der Strafsache gegen wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge - 2 - Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf A ntrag des Generalbu n - desanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 2. August 2000 gemäß § 349 Abs. 2 StPO einstimmig beschlossen: Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Oldenburg vom 16. November 1999 wird mit der Maßgabe als u n - begründet verworfen, daß der Angeklagte im übrigen freigespr o - chen wird. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tr a - gen. Gründe: Die Revision des Angeklagten wurde durch den Schriftsatz seines (Wahl-)Verteidigers Rechtsanwalt G. v om 18. Februar 2000 nicht wirksam zurückgenommen, weil die gemäß § 302 Abs. 2 StPO erforderliche ausdrückl i - che Ermächtigung des Angeklagten nicht vorlag. Da sich die Ermächtigung im Sinne dieser Vorschrift auf ein bestimmtes Rechtsmittel beziehen muß, kann die bei der Übernahme des Mandats im Rahmen der Vollmachtserteilung vom 6. April 1999 erteilte allgemeine Ermächtigung zur Rücknahme von Rechtsmi t - teln nicht als eine ausdrückliche Ermächtigung angesehen werden (vgl. Klei n - knecht/Meyer-Goßner, StPO 44. Aufl. § 302 Rdn. 32 m.w.Nachw.). Entgegen den Ausführungen im Schriftsatz vom 18. Februar 2000 ist davon auszugehen, daß die Rücknahme der Revision nicht "in Übereinstimmung mit dem Veru r - teilten" erfolgte. Rechtsanwalt G. hat mit Schriftsatz vom 27. April 2000 die - 3 - Angaben des Angeklagten bestätigt, daß dieser bei dem dem Rücknahm e - schriftsatz vorangegangenen Gespräch das Mandat mit ihm gekündigt und den Wunsch geäußert habe, der Pflichtverteidiger Rechtsanwalt M. solle das Revisionsverfahren weiterbetreiben. Auch die mit Schriftsatz vom 18. April 2000 erfolgte anwaltliche Versicherung des Rechtsanwalts M. , daß er am 20. Februar 2000 die Revisionsbegründung ausführlich mit dem Angekla g - ten erörtert hat, spricht gegen eine vom Angeklagten dem Wahlverteidiger Rechtsanwalt G. erteilte Ermächtigung zur Revisionsrücknahme. Die Urteilsformel war entsprechend § 354 Abs. 1 StPO dahingehend zu ergänzen, daß der Angeklagte im übrigen freigesprochen wird. Nach der A n - klageschrift vom 9. März 1999 lagen ihm 19 Straftaten des unerlaubten Ha n - deltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zur Last; verurteilt wurde der Angeklagte lediglich wegen 18 Fällen. - 4 - Im übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revision s - rechtfertigung aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 3. Juli 2000 keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben. Rissing-van Saan Miebach Winkler von Lienen Becker
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