BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 3 StR 354 /1 2 vom 6. September 201 2 in der Strafsache gegen wegen Körperverletzung mit Todesfolge u.a. - 2 - Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Beschwerd e- führers und des Generalbundesanwalts - zu 3. auf dessen Antrag - am 6. September 2012 gemäß §§ 44, 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen: 1. Dem Angeklagten wird nach Versäumung der Frist zur B e- gründung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts Stralsund vom 21. März 2012 auf seinen Antrag Wied ereinse t- zung in den vorigen Stand gewährt. Die Kosten der Wiedereinsetzung trägt der Angeklagte. 2. Auf die Revision des Angeklagten gegen das vorbezeichnete Urteil wird dieses im Strafausspruch dahin geändert, dass der Angeklagte unter Einbeziehung der U rteile des Amtsgerichts Stralsund vom 13. Oktober 2009 - 14 Ls 127/09 - , vom 7. D e- zember 2010 - 14 Ls 109/10 - und vom 23. August 2011 - 14 Ls 49/11 - zu einer Einheitsjugendstrafe von sechs Jahren verurteilt ist. 3. Die weitergehende Revision wird verworfe n. 4. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen. - 3 - Gründe: Das Landgericht hat versehentlich - § 31 Abs. 3 JGG hat es ausdrücklich nicht angewendet - nicht alle früheren Urteile, die auf noch nicht erledigte J u- gendstrafen erkannt ha tten, in die neu gebildete Einheitsjugendstrafe einbez o- gen (§ 31 Abs. 2 Satz 1 JGG), sondern lediglich das Urteil des Amtsgerichts Stralsund vom 23. August 2011. In dieses waren aber bereits die Urteile des Amtsgerichts Stralsund vom 13. Oktober 2009 und v om 7. Dezember 2010 ei n- bezogen worden. Da die vom Landgericht einbezogene Verurteilung die Einheitsjugen d- strafe für alle in den drei nunmehr einbezogenen Erkenntnissen abgeurteilten Taten enthielt, kann ausgeschlossen werden, dass die Strafkammer bei zut re f- fender Anwendung des § 31 Abs. 2 Satz 1 JGG auf eine niedrigere Einheitsj u- gendstrafe erkannt hätte. Der geringe Erfolg der Revision lässt es nicht unbillig erscheinen, dem Beschwerdeführer die gesamten Kosten seines Rechtsmittels aufzuerlegen, § 473 A bs. 4 StPO, § 74 JGG. Schäfer Pfister Mayer Gericke Spaniol 1 2 3
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