BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 3 StR 85/15 vom 16. April 2015 in der Strafsache gegen wegen besonders schweren Raubes u.a. Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung de s Beschwerdeführer s am 16. Apr il 2015 einstimmig beschlossen: Die Revision de s Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Stade vom 7. Juli 2014 w i rd als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil de s Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO) ; jedoch wird der Schuldspruch des vorbezeichneten Urteils, soweit es diesen Angeklagten betrifft, dahin abgeändert, dass der Angeklagte des besonders schweren Raubes in Tateinheit mit Freiheitsberaubung und mit gefährlicher Körperverletzung schuldig ist (§ 354 Abs. 1 StPO analog) . D er Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. Ergänzend zu r Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat: Soweit das Landgericht den Angeklagten e iner tateinheitlich hinzutr e- tenden Körperverletzung (lediglich) nach § 223 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen hat, ist weder ein Strafantrag gestellt noch das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bejaht (§ 230 Abs. 1 StGB). Indes tragen die rechtsfehlerfrei getroffenen Feststellungen insoweit e i- ne Verurteilung des Angeklagten wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung (§ 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB), denn sein zu den Verletzungen führendes Umklammern des auf dem Beifahrersitz b efindlichen Geschädigten von hinten während der Pkw - Fahrt en t- sprach dem gemeinsamen Tatplan mit dem das Fahrzeug steuernden Mitangeklagten. Der Senat ändert den Schuldspruch entsprechend ab. § 265 StPO steht dem nicht entgegen, denn bereits die Anklagesch rift der Staatsanwal t- schaft vom 7. Februar 2014 hatte dem Angeklagten die Fixierung des Geschädigten von hinten während der Fahrt u.a. als gemeinschaftlich mit de m Mitangeklagten begangene gefährliche Körperverletzung im Sinne von § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB z ur Last gelegt. Becker RiBGH Hubert befindet sich Schäfer im Urlaub und ist daher gehindert zu unt erschreiben. Becker Mayer Spaniol
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