BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 ARs 20 - 2 /14 2 StR 105/14 vom 18. November 2014 in der Strafsache gegen 1. 2. 3. wegen schweren Raubs u.a. hier: Abgabebeschluss des 2. Strafsenats vom 8. Oktober 2014 2 StR 105/14 - 2 - Der 4 . Strafsenat des Bu ndesgerichtshofs hat am 18 . November 2014 b e- schlossen: Der 4. Strafsenat hält sich für die Entscheidung über die ihm vom 2. Strafsenat zur Übernahme vorgelegte Strafsache 2 StR 105/14 für unzuständig. Er legt die Sache zur Entscheidung des Komp e- tenzstreit s dem Präsidium des Bundesgerichtshofs vor . Gründe: Mit Beschluss vom 23. Juli 2013 hat der 2. Strafse nat die bei ihm unter dem Az. 2 StR 105/14 anhängig gewordene Strafsache zuständigkeitshalber an den 4. Strafsenat abgegeben. Der 4. Strafsenat hat di e Übernahme mit B e- schluss vom 9. September 2014 ab gelehnt. Durch Beschluss vom 8. Oktober 2014 hat der 2. Strafs enat die Sache erneut an den 4. Strafsenat abgegeben. Dabei vertritt er die Auffassung, das s die erneute Abgabe für den 4. Strafsenat bindend ge worden sei. Wegen der weiteren Einzelheiten und des Verfahren s- gangs nimmt der Senat auf die beigefügten Beschlüsse Bezug. I. Der 4. Strafsenat ist nach den Regelungen des Geschäftsverteilung s- plans 2014 für eine Entscheidung über die ihm erneut zur Überna hme vorgele g- te Strafsache nicht zuständig. 1 2 - 3 - 1. Der 4. Strafsenat hält an seiner Auffassung fest, wona ch eine Abgabe der Strafsache 2 StR 105/14 durch den 2. Strafsenat an ihn nach Beginn der Revisionshaup tverhandlung gemäß Buchstabe A. Nr. VI. 1. a) Satz 1 des G e- schäftsverteilungsplans des Bundesgerichtshofs nicht mehr möglich war. Um Wiederholungen zu vermeiden nimmt der Senat auf seine Ausführungen im B e- schluss vom 9. September 2014 4 ARs 20 - 2/14, S. 3 ff. Bezug. 2. Auch der (erneute) Abgabebesc hluss des 2. Strafsenats vom 8. Okto - ber 2014 ist f ür den Senat nicht nach Buchstabe A. Nr. VI. 1. a) Satz 2 des G e- schäftsverteilungsplans bindend geworden. Die in Buchst abe A. Nr. VI. 1. a) Satz 2 des Geschäftsverteilungsplans geregelte Bindungswirkung bezi eht sich nach dem Regelungszusammenhang ersi chtlich nur auf die nach Buchstabe A. Nr. VI. 1. a) Satz 1 des Geschäftsve r- teilungsplans von dem abgebenden Senat einstimmig zu treffende Entsche i- dung, ob die Sache nach der Art des anzuwendenden Rechts vor einen and e- ren bestimmten Senat gehört und bejahendenfalls ob die Abgabe nicht aus besonderen Gründen unzweckmäßig erscheint. Hinsichtlich der formalen Vor - aussetzungen für eine Abgabe vermag der abgebende Senat den Senat, an den er verweisen will, auch dann nicht zu binden, w enn er ihn vorher angehört hat. II. Der Senat legt die Sache dem Präsidium des Bundesgerichtshofs gemäß § 21e GVG zur Entscheidung der aufgeworfenen Fragen vor. Streitigkeiten da r- über, welcher von mehreren Spruchkörpern derselben Art e ine Sache zu bea r- beiten hat, sind nach § 21e GVG vom Präsidium des Gerichts zu entscheiden, 3 4 5 6 - 4 - wenn die Zuständigkeit der streitenden Spruchkörper wie hier allein auf dem Geschäftsverteilungsplan beruht (BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999 X ARZ 247/99 , NJW 2000, 80, 81; Beschluss vom 30. Oktober 1973 5 StR 496/73, BGHSt 25, 242, 244; Urteil vom 13. Mai 1975 1 StR 138/75, NJW 1975, 142 4; Urteil vom 25. August 1975 2 StR 309/75, BGHSt 26, 191, 199 f.). Sost - Scheible Cierniak Franke Bender Quentin
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