ECLI:DE:BGH:2016:080616B4STR112.16.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 StR 112 /16 vom 8. Juni 201 6 in der Strafsache gegen wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls - 2 - Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbu n- desanwalts und des Beschwerdeführers am 8. Juni 201 6 ge mäß § 349 Abs. 4 StPO beschlossen : Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Land - gerichts Detmold vom 13. November 2015 mit den Feststellu n- gen aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechts mittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen. Gründe: Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Wohnungseinbruchsdie b- stahls unter Einbeziehung der Strafe aus einer früheren Verurteilung zu der G e- samtfreiheitsstrafe von einem Ja hr und sieben Monaten verurteilt. Hiergegen wendet sich der Angeklagte mit seiner auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützten Revision. Das Rechtsmittel ist begründet. Die Verurteilung wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls hält einer recht - lich en Prüfung nicht stand. 1 2 - 3 - 1. Nach den Feststellungen fassten der Angeklagte und zwei Tatgeno s- sen auf Anregung des Angeklagten den Entschluss, in das Haus des Zeugen K . einzubrechen. Während der Angeklagte nach dem Eintreffen am Wohn - haus im Fahrzeu zur rückwärtigen Seite des Hauses und hebelten die Kellertür zum Objekt g e- waltsam auf. Anschließend durchwühlten sie im Obergeschoss mehrere Räume und rafften alles Stehlenswerte , insbesondere Schmu ck und Armbanduhren, zusammen. Als die 83 - jährige gehbehinderte Zeugin K . , die sich zur Tat - zeit in den Wohnräumen im Erdgeschoss aufhielt, Geräusche im Haus bemer k- te, öffnete sie die Flurtür und konnte noch sehen, wie die beiden Täter mit der Beute im Wert von ca. 3.000 Euro aus dem Haus flohen. 2. Diese Feststellungen belegen nicht die Begehung eines Wohnung s- einbruchsdiebstahl s nach § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB. Die Vorschrift des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB setzt das Einbrechen, Ei n- steigen oder Eindring en in eine Wohnung voraus. Bricht der Täter in Kellerrä u- me ein, ist der Tatbestand nur erfüllt, wenn diese Räume durch eine unmittel - bare Verbindung zum Wohnbereich dem Begriff des Wohnens typischerweise zuzuordnen sind (vgl. BGH, Beschluss vom 3. Juni 201 4 4 StR 173/14, StV 2015, 113; Urteil vom 22. Fe bruar 2012 1 StR 378/11, NStZ 2013, 120; B e- schluss vom 24. April 2008 4 StR 126/08, NStZ 2008, 514 f. ; Fischer, StGB, 63. Aufl., § 244 Rn. 48). Dies ist regelmäßig beim Keller eines Einfamilienha u- ses, n icht aber bei vom Wohnbereich getrennten Kellerräumen in einem Meh r- familienhaus der Fall (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2012 1 StR 378/11 aaO; Beschluss vom 25. Juli 2002 4 StR 242/02). Ob danach die Vorausse t- zungen des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB gegeb en sind, lässt sich den Ausführu n- gen der Strafkammer, die offenlassen, ob es sich bei dem Wohnhaus um ein 3 4 5 - 4 - Ein - oder Mehrfamilienhaus handelte, und sich auch sonst nicht weiter zu den räumlichen Gegebenheiten des Tatobjekts verhalten, nicht hinreichend en t- n ehmen. Sost - Scheible Franke Mutzbauer Bender Quentin
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