BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 StR 461 /13 vom 3. Dezember 2013 in der Strafsache gegen wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge - 2 - Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbu n- d esanwalts und de s Beschwerdeführer s am 3. Dezember 2013 gemäß § 349 Abs. 4 StPO beschlossen : 1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Lan d- gerichts Bochum vom 2. Juli 2013 mit den Feststellungen aufgehoben. 2. Die Sache wird zu neuer Verhand lung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen . Gründe: Das Landgericht hat den Angeklagten wegen unerlaubten Handeltre i- bens mit Betäubungsmittel n in nicht geringer Menge in 15 Fällen zu einer G e- samtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt und den Verfall von 6 . 000 e- ordnet. Hiergegen richtet sich die auf die Sachrüge gestützte Revision des A n- geklagten. Das Rechtsmittel hat Erfolg. 1. In der unverändert zur Hauptverhandlung zugelassenen Anklageschrift wird dem Angeklagten zur Last gelegt, "in der Zeit vom 01.01 .2011 bis zum ls eine Tüte mit mindestens 500 B . " gebracht und von dort aus - hinsichtlich der letzten Betäubungs - mittel me nge allerdings n ur teilweise - verkauft zu haben. 1 2 - 3 - In der Hauptverhandlung vom 2. Juli 2013 beantragte der Staatsa nwalt, "die Strafbarkeit auf 15 Taten im Tatzeitraum der Anklage mit Blick auf die Straf barkeit im Übrigen gemäß § 154 II StPO zu beschränken". Dem kam die S e- worfe ner Taten im Tatzeitraum gem. § 154 II StPO" eingestellt wird. Nach den im Urteil mitgeteilten Feststellungen er warb der Angeklagte zwischen 1. Januar und 31. Mai 2011 "mindest ens dreimal im Monat, mithin in mindestens 15 Fälle n, jeweils 500 Gramm Marihuana" und verbrachte die jewe i- ligen Betäubungsmittelmengen in die Wohnung des Zeugen B . , der hierfür jeweils etwa 35 Gramm Marihuana erhielt; die Restmengen verkaufte de r Angeklagte bis auf einen Teil der Mailieferung. 2. Danach kann dem Einstellungsbeschluss auch in Verbindung mit der Anklageschrift und dem Antrag der Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei en t- nommen werden, welche der angeklagten Taten eingestellt und w elche abge - urteilt wurden. D ies hat den - vorläufigen - Erfolg des Rechtsmittels zur Folge (vgl. zu einer ähnlichen Fallgestaltung: BGH, Beschluss vom 29. Juli 2008 - 4 StR 210/08 mwN). Denn b ei einer Einstellung nach § 154 Abs. 2 StPO darf kein Zweifel d a- ran bestehen, auf welche Taten sie sich bezieht. Daher sind sowohl bei der B e- schränkung nach § 154 Abs. 1 bzw. § 154a Abs. 1 StPO durch die Staatsa n- waltschaft, als auch bei solchen Einstellungen durch das Gericht die ausg e- schiedenen Taten, Tatteile oder Strafbestimmungen konkret ("positiv") zu b e- zeichnen (vgl. zur Einstellung durch die Staatsanwaltschaft: BGH, Beschlüsse vom 7. Oktober 2011 - 1 StR 321/11, NStZ - RR 2012, 50, 51; vom 16. Juli 1980 - 3 StR 232/80, NStZ 1981, 23; zur Einstellung durch das Gericht: BGH, B e- 3 4 5 6 - 4 - schlüsse vom 23. März 1996 - 1 StR 685/9 5, NStZ 1997, 249, 250; vom 29. Juli 2008 - 4 StR 210/08 mwN). Dies war hier nicht der Fall. Sost - Scheible Roggenbuck Franke Mutzbauer Quentin
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