ECLI:DE:BGH:2017:200617B4STR487.16.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 StR 487 / 1 6 vom 20. Juni 201 7 in der Strafsache gegen wegen Urkundenfälschung u.a. - 2 - Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbu n- desanwalts und des Beschwerdeführers am 20. Juni 2017 ge mäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen: Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin vom 6. Juni 2016 wird mit der Maßgabe als unbegrün - det verworfen, dass der Angeklagte der Urkundenfälschung in 126 Fällen, der fahrl ässigen Trunkenheit im Verkehr sowie des vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis schuldig ist. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tr a- gen. Gründe: Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Urkundenfälschung in 127 Fällen, wegen fah rlässiger Trunkenheit im Verkehr sowie wegen vorsätz - lichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Ja h- ren und drei Monaten verurteilt und Maßregeln nach §§ 69, 69a StGB angeor d- net. Hiergegen richtet sich die auf den Rechtsfolgen ausspruch beschränkte und auf die Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten. Das Rechtsmittel erzielt den aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Teilerfolg; im Übrigen erweist es sich als unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO . Die Beschränkung des Rechtsmittels auf den Re chtsfolgenausspruch ist im Fall I.51 der Urteilsgründe unwirksam, weil es an der Tragfähigkeit des Schuldspruches wegen Urkundenfälschung fehlt (vgl. BGH, Urteile vom 21. Au gust 2003 3 StR 234/03 , insofe rn nicht abgedr. in StV 2004, 415; vom 1 2 - 3 - 16. Okto ber 2003 3 StR 302/03; Gericke in KK - StPO, 7. Aufl. , § 344 Rn. 10). Die Urteilsgründe enthalten keinerlei Feststellungen zu dieser Tat. Da auch die Ankla ge in Übereinstimmung mit den Urteilsgründen keine Tatschilderung ei nes Falles I.51 enthält, geht der Senat hinsichtlich der Gesamtzahl der au s- geurteilten Fälschungsdelikte von einem Zählfehler aus und korrigiert diesen entsprechend . Die Korrektur des Schuldspruchs zieht den Wegfall der Einzelstrafe i m Fall I.51 der Urteilsgründe nach sich. Dies lässt die Höhe der Gesamtfrei - heitsstrafe unberührt. Angesichts der verbleibenden Vielzahl von Einzelstrafen (127 Einzelfreiheitsstrafen von je neun Monaten und eine Einzelfreiheitsstrafe von vier Monaten) sowie der einschlägigen Vorverurteilung des Angeklagten und der teilweisen Tatbegehung während laufender Bewährung schließt der Senat trotz fehlender eigenständiger Begründung der Gesamtfreiheitsstrafe aus, dass das Landgericht ohne die entfallende Einzelstrafe auf eine mildere Gesamtfreiheitsstrafe erkannt hätte. Sost - Scheible Roggenbuck Franke Quentin Feilcke 3
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