BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES Urteil 4 StR 4 99 / 1 1 vom 1 2 . Januar 20 1 2 in der Strafsache gegen w egen schweren Raubes u. a. - 2 - Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 1 2 . Januar 20 1 2 , an der teilgenommen haben: Vorsitzende r Richter am Bundesgerichtshof Dr. Ernemann , Richter in am Bundesgerichtshof Roggenbuck , Richter am Bundesgerichtshof Cierniak , Dr. Mutzbauer, Bend er als beisitzende Richter, Bundes anwältin beim Bundesgerichtshof in der Verhandlung, Sta atsanwalt bei der Verkündung als Vertreter der Bundesanwaltschaft, Rechtsanwalt als Verteidiger des Angeklagten , Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle, für Recht erkannt: - 3 - 1. Auf die Revision der Staatsanwaltscha ft wird das Urteil des Landgerichts Kaiserslautern vom 17 . Mai 20 11 mit den Feststellungen aufgehoben , soweit de r Angeklagte freigesprochen wurde . 2. Die Sache wird im Umfang der Aufhebung zu neuer Ve r- handlung und Entscheidung, auch über die Kosten de s Rechts mittel s , an eine andere Strafkammer des Landg e- richts zurückverwiesen. 3. Die Revision des Angeklagten gegen das vorgenannte Urteil wird als unbegründet verworfen. 4. Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. Von Rechts wegen Gründe: I. Da s Landgericht hat den Angeklagten wegen schweren Raubes in zwei tateinheitlichen Fällen, jeweils im Zusammentreffen mit gefährlicher Körperve r- letzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt und ihn vom Vo r- wurf, einen weiteren Raubüberfall be gangen zu haben, aus tatsächlichen Grü n- den freigesprochen. G egen den Freispruch wende t sich die Staatsanwaltschaft, deren Rechtsmittel vom Generalbundesanwalt vertreten wird, mit ihre r auf die 1 - 4 - Sachrüge gestützten Revision. Die se s Rechtsmittel ha t Erfolg. D ie Revision des Angeklagten, mit der er allgemein die Verletzung materiellen Rechts rügt und eine Verfahrensrüge erhebt, ist unbegründet. Nach den Feststellungen des angefochtenen Urteils schloss sich der A n- geklagte spätestens im August 2007 mit dem M. K. und dem C. zusammen, um durch Raubüberfälle auf potentiell vermögende Tatopfer in deren Wohnungen an Geld und Wertgegenstände zu gelangen. Der Bande schlossen sich im weiteren Verlauf noch vier Personen an. Der erste Überfall, an dem der Angeklagte teilnahm, erfolgte am 29. August 2007 in M . . Dieser ist nicht Gegenstand des Verfahrens. Von dem Vorwurf, am 28. Juli 2009 an dem Überfall auf L. in O. beteiligt gewesen zu sein, wurde der Angeklagte freigesprochen . Verurteilt wurde er wegen ein er Tat in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2009. Opfer waren die Ehefrau des M. K. , H. K. , und die im selben Haus wohnende E. . II. Der Senat ist mit Vorsitzendem Richter am Bundesgerichtshof Dr. E rn e- mann, Richterin am Bundesgerichtshof Roggenbuck sowie den Richtern am Bundesgerichtshof Cierniak, Dr. Mutzbauer und Bender vorschriftsmäßig b e- setzt. Das Recht des Angeklagten auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Absatz 1 Satz 2 GG) ist gewahrt (vgl. S enatsbeschluss vom 11. Januar 2012 4 StR 523/11). 2 3 - 5 - III. Die Revision der Staatsanwaltschaft ha t Erfolg . Die Beweiswürdigung hält sachlich - rechtlicher Nachprüfung nicht stand. 1. Spricht der Tatrichter einen Angeklagten frei, weil er Zweifel an seine r Täterschaft nicht zu überwinden vermag, so ist dies durch das Revisionsgericht in der Regel hinzunehmen. Der Beurteilung durch das Revisionsgericht unte r- liegt insoweit nur, ob dem Tatrichter bei der Beweiswürdigung Rechtsfehler u n- terlaufen sind. Das ist dann der Fall, wenn die Beweiswürdigung widersprüch - lich, unklar oder lückenhaft ist, gegen Denkgesetze oder gesicherte Erfa h- rungssätze verstößt (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 1998 2 StR 636/97, BGHR StPO § 261 Beweiswürdigung 16 mwN). Aus den Urteils gründen muss sich auch ergeben, dass die einzelnen Beweisergebnisse nicht nur isoliert g e- wert et, sondern in eine umfassende Gesamtwürdigung eingestellt wurden (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 23. Juli 2008 2 StR 150/08, NJW 2008, 279 2, 2793 mwN). Rechtsf ehlerhaft ist die Beweiswürdigung zudem , wenn an die zur Verurteilung erforderliche Gewissheit überspannte Anforderungen gestellt sind ( BGH, Urteil vom 6. November 1998 2 StR 636/97, BGHR § 261 Beweiswü r- digung 16 mwN; BGH , Urteil vom 26. Juni 2003 1 St R 269/02, NStZ 2004, 35, 36). Es ist weder im Hinblick auf den Zweifelssatz noch sonst geboten, zu Gunsten des Angeklagten von Annahmen auszugehen, für deren Vorliegen das Beweisergebnis keine konkreten tatsächlichen Anhaltspunkte erbracht hat (vgl. BGH, U rteil vom 26. Juni 2003 1 StR 269/02, NStZ 2004, 35, 36; BGH , Urteil vom 17. März 2005 4 StR 581/04, NStZ - RR 2005, 209; BGH, Urteil vom 21. Oktober 2008 1 StR 292/08, NStZ - RR 2009, 90, jew. mwN). 4 5 - 6 - 2. Diesen Anforderungen genügt das angefochtene Urt eil in mehrfacher Hinsicht nicht. a) Die Erwägungen des Landgerichts , warum eine aktive Beteiligung des Angeklagten an der Tat vom 28. Juli 2009 trotz seiner eindeutigen Identifizi e- rung als Spurenleger an einem am Tatort aufgefundene n 60 cm langen Kleb e- band (Spur T06.06 ) nicht nachweisbar sei, lassen besorgen, dass es übe r- spannte Anforderungen an die zu einer Verurteilung erforderliche Überze u- gungsbildung gestellt hat. Das Landgericht hat nicht ausschließen können, dass die DNA - Antragung bei einem Anlass erfolgt s e i , der in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Geschehen zum Nachteil des L. steh e . Die DNA - Antragung befand sich an der gerissenen Seite des Klebebandes, wä h- rend die andere Kante mittels eines Abrollers durchtrennt war. Aufgrund der generellen persönlichen Verflechtung des Angeklagten mit den Tätern bestehe die nicht nur theoretische Möglichkeit, dass der Angeklagte die Klebebandrolle im anderen Zusammenhang in der Hand gehabt habe. Selbst wenn sich die gerissene Kante bei Tatbegi nn noch im Rolleninneren befunden hätte, könne die DNA - Antragung seitlich der späteren Abrisskante erfolgt sein. Hierfür spr e- che, dass die Täter bei der Tatausführung Gummihandschuhe ge tr a gen hätten , also darauf bedacht gewes en seien , keine Spuren zu hinte rlassen. Das L andgericht hat der Spur T06.06 den Beweiswert rechts fehlerhaft aufgrund lediglich theoretischer Erklärungsansätze abgesprochen. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Angeklagte vor der Tat zum Nachteil des L. und ohne Zusammenhang mit dieser die dort verwendete Klebebandrolle angefasst hätte, sind nicht festgestellt. Soweit das Landgericht darauf abstellt, dass die Täter bei der Tatausführung Gummihandschuhe trugen, ist die B e- weiswürdigung lückenhaft, denn sie setz t sich nicht mit d em Umstand ause i- 6 7 8 - 7 - nander, dass auch am Tatort in M . DNA - Spuren des nach der Überzeugung des Landgerichts tatbeteiligten Angeklagten gesichert worden sind . Im Übrigen belegen auch die Spuren an drei weiteren Gegenständen am Tatort (im Fo l- genden unter b) , insbesondere diejenige am Küchenmesser des Geschädigten, dass es trotz der von den Tätern getragenen Gummihandschuhe zu Spurena n- tragungen am Tatort gekommen ist. Auch dies wird vom Landgericht nicht b e- dacht. b) Das Landgericht hat bei weitere n Spuren vo m Tatort zu Unrecht eine Indizwirkung für eine Anwesenheit des Angeklagten verneint . Es wurden DNA - Spuren an einem weiteren Stück Klebeband (Spur RL51.03) , an einem K ü- chenmesser des Geschädigten und an einem Kabelbinder gesichert, die jeweils Mischprofile ergaben. An dem Klebeband RL51.03 waren in allen b ewert eten PCR - Systemen Merkmale nachweisbar, die mit denen des Geschädigten und denen des Angeklagten übereinstimmen. Hinsichtlich des Küchenmessers ergaben sich in allen elf überprüften PCR - Systemen Hinwei se auf Übereinstim - mungen des überwiegenden Spurenanteils mit dem Vergleichsprofil des Ang e- klagten. An dem Kabelbinder waren neben Merkmalen, die mit denen des G e- schädigten übereinstimmen, zusätzliche Allele nachweisbar, die Hinweise auf Übereinstimmungen mit dem Vergleichsprofil des Angeklagten ergaben. Das Landgericht hat diesen Spuren jeglichen belastenden Beweiswert abgespr o- chen, weil sie keine Aussage zur Identitätswahrscheinlichkeit zuließen. Auch wenn von den drei am Tatort gesicherten Mischspuren jede für sich allein eine Überführung des Angeklagten nicht zuließ, durfte ihnen ein Indizwert in der Zusammenschau mit anderen Beweisanzeichen, insbesondere mit der Spur T06.06, nicht abgesprochen werden. Das Vorhandensein von Überein - stimmungen von DNA - Spuren mit dem Vergleichsprofil des Angeklagten an drei 9 10 - 8 - (weiteren) Gegenständen am Tatort, wovon das Küchenmesser nicht von den Tätern mitgebracht w o rde n war , kann für eine Anwesenheit des Angeklagten sprechen. c) Schließlich fehlt hinsichtlich des hie r angegriffenen Freispruchs auch die gebotene Gesamtabwägung aller für und gegen die Täterschaft des Ang e- klagten sprechenden Umstände. Das Landgericht beschränkt sich rechtsfehle r- haft darauf, den Beweiswert der DNA - Spuren einzeln zu erörtern und auf ihren Beweiswert zu prüfen. Es setzt sich hingegen nicht damit auseinander, ob die Belastungsindizien, die für sich genommen jeweils zum Beweis der Täterschaft nicht ausreichen, in ihrer Gesamtheit insbesondere auch zusammen mit denj e- nigen Indizien, die das Land gericht für die Zuordnung der Tat zu der Bande um M. K. angeführt hat (UA S. 30 f, 33) , die für eine Verurteilung notwendige Überzeugung hätten begründen können. Es ist nicht auszuschließen, dass der Freispruch auf den aufgezeigten Rechtsfehlern beru ht. Die Sache muss daher neu verhandelt und entschieden werden. IV . Die Revision des Angeklagten zeigt keinen ihn belastenden Rechtsfehler auf . 1. Der Angeklagte ist für die Verfolgung der verfahrensgegenständlichen Taten, die auch dem Europäischen Auslieferungshaftbefehl zugrunde l a gen , von der Russischen Föderation ausgeliefert worden. Die Revision beanstandet mit einer Verfahrensrüge, dass das Landgericht Beweiserhebungen zu d em Raubüberfall am 29. August 2007 durchgeführt hat, der nicht Gegensta nd des Europäischen Haftbefehls und der Auslieferungsbewilligung war. Als Ergebnis 11 12 13 - 9 - dieser Beweiserhebungen sei das Landgericht zu der Feststellung gelangt, dass der Angeklagte den Überfall vom 30./31. Dezember 2009 als Bandenmi t- glied ausgeführt und so die Qualifikation des § 250 Abs. 1 Nr. 2 StGB verwir k- licht habe, was sich strafschärfend ausgewirkt habe. Ob der Verurteilung des Angeklagten mit Rücksicht auf seine Auslief e- rung gesetzliche oder vertragliche Bestimmungen entgegenstehen, ist auch im Revisi onsverfahren von Amts wegen zu prüfen. Die Nachprüfung ergibt, dass die Verurteilung nicht gegen den Grundsatz der Spezialität verstößt. a) Die Auslieferungsbewilligung der Generalstaatsanwaltschaft der Ru s- sischen Föderation vom 27. August 2010 erfasst ausdrücklich die Verfolgung des Angeklagten wegen Raub e s nach § 250 StGB. Sie enthält keine Ei n- schränkung hinsichtlich bestimmter Tatmodalitäten. Darüber hinaus schließt Art. 14 Abs. 3 des Europäischen Auslieferung s- übereinkommens vom 13. Dezember 1957 (EuAlÜbk) eine Verurteilung unter einem anderen rechtlichen Gesichtspunkt nicht aus, sofern ihr derselbe Sac h- verhalt zugrunde liegt und die Tatbestandsmerkmale der rechtlich neu gewü r- digten strafbaren Handlung die Auslieferung gestatten würden (BGH, Urteil vom 6. März 1985 2 StR 782/84, NStZ 1985, 318; Urteil vom 28. Mai 1986 3 StR 177/86, StV 1987, 6). Dies gilt auch im Verhältnis von Grundtatbestand und qualifizierenden bzw. privilegierenden Tatbeständen (vgl. BGH , Urteil e vom 6. März 1985 2 StR 782 /84, NStZ 1985, 318 und vom 11. Januar 2000 1 StR 505/99, NStZ - RR 2000, 333; vgl. auch Vogel/Burchard in Grüt z- ner/Pötz/Kreß, Internationaler Rechtshilfeverkehr in Strafsachen, 3. Aufl. § 11 IRG Rn. 43). 14 15 16 - 10 - Die Voraussetzungen des Art. 14 Abs. 3 EuAlÜbk sind im konkreten Fall erfüllt. Der Verurteilung liegt derselbe Sachverhalt zu Grunde. Der im Europä i- schen Auslieferungshaftbefehl nicht explizit angeführte Bandenraub ist eine auslieferungsfähige Straftat. Das Strafgesetzbuch der R ussischen Föderation ke der mit Freiheitsentzug von acht bis fünfzehn Jahren geahndet wird (Art. 162 Nr. 4a, siehe Schroeder, Strafgesetzbuch der Russischen Föderation nach dem Stand vom 1.1.2007). b) D as Landgericht war auch nicht gehindert, Feststellungen zur Zugeh ö- rigkeit des Angeklagten zu der Bande um M. K. zu treffen, und zu diesem Zweck Beweiserhebungen über frühere Überfälle durchzuführen. Der Spezial i- tätsgrundsatz schließt nicht aus, Umständ e, die eine Straftat darstellen, auf die sich die Auslieferung nicht erstreckt, bei der Überzeugungsbildung hinsichtlich der Täterschaft der Auslieferungstat als Indiz zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 15. April 1987 2 StR 697/86, BGHSt 34, 352 = NStZ 1987, 417 ; Urteil vom 20. Dezember 1968 1 StR 508/67, BGHSt 22, 307, 310 f.; aA Gillmeister NStZ 2000, 344, 345 ). Art. 14 Abs. 1 EuAlÜbk verbietet u. a. die Aburteilung und die Verfolgung des Ausgelieferten wegen einer anderen Straftat als derj e- nigen, fü einer Tat kann aber nur bei einem Verfahren gesprochen werden, das diese Tat zum Gegenstand hat und mit dem Ziel ihrer Ahndung oder der Verhängung e i- ner wegen ihr gebotenen Maßnahme durch geführt wird. Gegenstand eines so l- chen eigenständigen Verfahrens wird eine Tat nicht schon dadurch, dass die Beweisaufnahme in dem eine andere Tat betreffenden Prozess auf sie erstreckt wird, weil sie als Indiz zum Nachweis dieser anderen Tat in Betracht k ommt. 17 18 - 11 - c) Aufgrund der festgestellten Bandenmitgliedschaft hat das Landgericht hinsichtlich der Tat vom 30./31. Dezember 200 9 den Tatbestand des § 250 Abs. 1 Nr. 2 StGB neben dem des § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB als erfüllt anges e- hen und dies dem Angeklagte n bei der Strafzumessung angelastet . Auch dies begegnet keinen rechtlichen Bedenken. Zwar darf ein Sachverhalt, der nicht zu der Auslieferungstat im Sinne des § 264 StPO gehört, nicht bei der Bestimmung der Strafhöhe zum Nachteil des Angeklagten Verwendung finden (BGH, Urteil vom 15. April 1987 2 StR 697/86 aaO; Urteil vom 19. Februar 1969 2 StR 612/68, BGHSt 22, 318) . Danach ist nicht nur die Festsetzung selbständiger Strafen für andere Taten als die Auslieferungstat ausgeschlossen, sondern auch deren Mitbestrafung auf dem Wege der Erhöhung der für die Auslief e- rungstat verwirkten Strafe. Dies schließt jedoch nicht aus, den Strafrahmen e i- nes festgestellten Qualifikationstatbestandes der Verurteilung wegen der Au s- li e ferungstat auch dann zu Grunde zu legen , wenn die se Feststellungen mittels Beweiserhebungen zu einer verfahrensfremden Tat getroffen wurden. Ob dies auch für die Verwirklichung von Regelbeispielen gelten würde, kann der Senat hier offen lassen. Das Vorliegen eines qualifizierenden Merkmals ist jedenfalls Teil des Tatbestandes der Auslieferungstat selbst. Die dem Qualifikationss tra f- rahmen entnommene Strafe ahndet allein die Auslieferungstat, sie kennzeic h- net deren Gefährlichkeit. E da mit nicht verbunden. Die s gilt auch dann, wenn wie hier die Erfüllung mehrerer Qual i- fikationsmerkmale zusätzlich strafschärfend g ewert et wird. Die Strafschärfung berücksichtigt allein die bei der Auslieferungstat erfüllte n qualifizierende n Merkmale und damit deren erhöhte Gef ährlichkeit, nicht die Bege hung einer anderen Tat. Nur der nicht zu m Tatbestand der Auslieferungstat gehörige Sachverhalt als solcher darf innerhalb des Strafrahmens nicht strafschärfend g ewert et werden. Dies hat das Landgericht auch nicht getan; die Teiln ahme an dem Überfall in M . hat es bei der Strafzumessung nicht berücksichtigt. 19 - 12 - 2. Die weitere Überprüfung des Urteils aufgrund der Sachrüge hat k einen den Angeklagten belaste nden Rechtsfehler ergeben. Das Landgericht hat zwar überseh en, dass Pfeff erspray ein gefährliches Werkzeug im Sinne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB sein kann (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Oktober 2008 5 StR 445/08, BGHSt 52, 376, 377) . Dad urch , dass e s nicht geprüft hat, ob das Einnebeln des Schlafzimmer s von H. K. mit P fefferspray geeignet war, erhebliche Körperverletzungen zuzufüg en (vgl. BGH, Beschluss vom 28. September 2010 3 StR 338/10 Rn. 7) , ist der Angeklagte aber nicht b e- schwert. Dies gilt auch für die Annahme der Strafkammer, dass die tateinheitl i- che fahrlässi ge Körperverletzung hinter der vorsätzlichen Körperverletzung z u- rück tritt (vgl. BGH, Beschluss vom 11. Juni 1997 2 StR 231/97, NStZ 1997, 493). Ernemann Roggenbuck Cierniak Mutzbauer Bender 20
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