ECLI:DE:BGH:2017:140317B4STR646.16.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 StR 646 /1 6 vom 14. März 201 7 in der Strafsache gegen wegen versuchten Totschlags u. a. Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 14. März 201 7 einstimmig beschlo s- sen : Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Arn s- berg vom 9. September 2016 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil de s Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO). Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin hierdurch im Revisionsverfahren entstandenen notwe n- digen Auslagen zu tragen. - 2 - Ergänzend bemerkt der Senat : Ob zwischen einer voll endeten gefährlichen Körperverletzung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB und einer vollendeten schweren Körperverletzung gemäß § 226 Abs. 1 StGB Gesetzeskonkurrenz besteht (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 1967 1 StR 640/66, BGHSt 21, 194, 195 mwN) oder mit B lick auf überzeugende Sti m- men im Schrifttum (vgl. etwa MüKo - StGB/Hardtung, 2. Aufl., § 224 Rn. 52; SSW - Momsen/Momsen - Pflanz, StGB, 3. Aufl., § 224 Rn. 40; NK/Paeffgen, StGB, 4. Aufl., § 224 Rn. 42; Schönke/Schröder/Stree/Sternberg - Lieben, StGB, 29. Aufl., § 224 Rn. 16) und entsprechend der neueren Rechtsprechung zum Verhältnis von § 224 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 S tGB zu § 226 Abs. 1 StGB (siehe BGH, Beschlüsse vom 26. November 2013 3 StR 301/13, NStZ 2014, 269 [zu Nr. 4] und vom 21. Oktober 2008 3 StR 408/ 0 8, BGHSt 53, 23 , 24 [zu Nr. 5]) insoweit Tateinheit anzunehmen ist , bedarf vorliegend keiner Entscheidung . Denn auch bei Annahme von Gese t- zeskonkurrenz kann die konkrete Ausführung der Tat mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs stra fschärfende Berücksichtigung finden. Sost - Scheible Roggenbuck Cierniak Bender Feilcke
Full & Egal Universal Law Academy