5 StR 330/03 BUNDESGERICHTSHOFBESCHLUSSvom 10. September 2003in der Strafsachegegenwegen versuchten Totschlags - 2 -Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. September 2003beschlossen:Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Land-gerichts Hamburg vom 13. Dezember 2002 wird nach§ 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.Es wird davon abgesehen, dem Beschwerdeführer Kostenund Auslagen aufzuerlegen (§ 74 JGG).Zum Vorbringen im Schriftsatz des Verteidigers vom 10. September 2003merkt der Senat unbeschadet dessen, daß ein entsprechender verfahrens-rechtlicher Einwand in der Revisionsbegründung nicht erhoben worden ist folgendes an:Mit Blick auf die Schwere der Tat wiegen die allerdings ganz erheblichen ju-stizbedingten Verfahrensverzögerungen nicht so schwer, als daß sie die Ein- - 3 -stellung wegen eines Verfahrenshindernisses geboten hätten (vgl. BVerfGNJW 2003, 2225 ff.). Die vom Landgericht verhängte Mindestjugendstrafe istmit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit insoweit noch vereinbar.Harms Häger BasdorfGerhardt Schaal
Full & Egal Universal Law Academy