5 StR 396/11 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS vom 11. Oktober 2011 in der Strafsache gegen wegen Mordes - 2 - Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. Oktober 2011 beschlossen: Die Revision der Nebenklägerin gegen das Urteil des Lan d ger ichts Bremen vom 16. Juni 2011 wird nach § 349 Abs. 1 StPO als unzulässig verworfen. Die Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels und die dadurch dem Angeklagten entstandenen notwend i gen Auslagen zu tragen. G r ü n d e Das Landgeric ht hat den Angeklagten wegen Mordes zu einer J u gendstrafe von acht Jahren verurteilt. Gegen dieses Urteil wendet sich die Nebenklägerin die Mutter der Getöteten mit ihrer auf die Verletzung materiellen Rechts gestützten Revision, mit der sie eine Verur teilung des Ang e klagten auch wegen gefährlicher Körperverletzung (§ 224 StGB) erstrebt. Die Revision ist unzulässig. Nach § 400 Abs. 1 StPO kann ein Nebenkläger das Urteil nicht mit dem Ziel anfechten, dass der Angeklagte wegen einer Gesetzesverletzu ng verurteilt wird, die nicht zum Anschluss des Nebenklägers berechtigt. Die Anschlussberechtigung der Nebenklägerin ergibt sich aus § 395 Abs. 2 Nr. 1 StPO, wonach sich die Eltern eines durch eine rechtswidrige Tat Getöteten der erhobenen öffentlichen Kla ge als Nebenkläger anschließen können. Rechtswidrige Taten im Sinne dieser Vorschrift sind vollendete Straftaten gegen das Leben sowie solche, die durch den Tötungserfolg qualifiziert sind 1 2 3 - 3 - ( vgl. BGH, Beschl ü ss e vom 13. Mai 1998 3 StR 148/98, BGHSt 44, 97 , 99, und vom 10. Januar 2006 4 StR 490/05, NStZ 2006, 351; Meyer - Goßner, StPO, 54. Aufl., § 395 Rn. 7), nicht aber rechtswidrige Taten nach § 224 StGB. Die Kosten - und Auslagenentscheidung beruht auf § 473 Abs. 1 Satz 1 und 3 StPO. Basdorf Raum Schaal König Bellay 4
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