BPatG 154 6.70 BUNDESPATENTGERICHT 8 W (pat) 75/99 _______________ (Aktenzeichen) Verkündet am 25. Februar 2003 … B E S C H L U S S In der Beschwerdesache betreffend das Patent 195 14 420 … - 2 - … hat der 8. Senat (Technischer Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts auf die mündliche Verhandlung vom 25. Februar 2003 unter Mitwirkung des Vorsit-zenden Richters Dipl.-Ing. Kowalski sowie der Richter Viereck, Dr. Huber und Dipl.-Ing. Gießen beschlossen: Die Beschwerden werden zurückgewiesen. - 3 - Die Rechtsbeschwerde wird zugelassen. G r ü n d e I Nach Prüfung von drei Einsprüchen hat die Patentabteilung 25 des Patentamts das unter der Bezeichnung „Dampfbremse für den Einsatz zur Wärmedämmung von Gebäuden“ erteilte Patent 195 14 420 (Anmeldetag: 19. April 1995) mit Be-schluss vom 23. August 1999 in vollem Umfang aufrechterhalten. Zum Stand der Technik waren im Prüfungs- und Einspruchsverfahren die folgen-den Druckschriften in Betracht gezogen worden: (1) DE 35 38 597 C2 (2) DE 34 25 795 A1 (3) DE 34 23 766 A1 (4) DE 689 20 724 T2 (5) DE 93 08 678 U1 (6) DE GMS 1 886 678 (7) EP 0 378 015 B1 (8) EP 0 148 870 B1 (9) EP 0 167 714 A2 (10) EP 0 293 030 A1 (11) EP 0 410 275 A1 (12) GB 1 230 753 (13) US 3 445 322 (14) Handbuch Bautenschutz, Bd. 2, expert-Verlag, 1992, S.90 (15) Handbuch der Dämmtechnik, Teil 1, 1. Aufl. 1979, S. 44 u. 48 – 53 - 4 - (16) „Kunststoffe – kurz und bündig“, Vogel-Verlag, 2. Aufl., 1970, S. 89-96 (17) L. Moll, „Die Bedeutung der Wind- und Luftdichtung“ in „Gesünder Wohnen“, H. 22, Juni/Juli 1993, S. 1-6 (18) DIN 4108 Teil 4 und 5 (19) DIN 53 122, Bl. 1 (20) DIN 52 615, Ausg. November 1987 (21) Prospekt der Fa. B.I. Moll GmbH & Co. KG, 1994, S. 1, „B.I.-Natur, Dampfbremspappe Armiert“; hierzu werden Rechnungen über die Lieferung von Dampfbremspappen zwischen dem 23.11.91 und 27.08.92 vorgelegt (Bl. 194 –203 VA I) (22) Untersuchungsbericht des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik vom 11.08.1994 (23) MFPA Leipzig Prüfprotokoll Nr. PP V/98 – 466 vom 12.05.98 und PP V/98 – 452.1 vom 09.06.1998 (24) H. Klopfer, „Wassertransport durch Diffusion in Feststoffen“, Bauverl. GmbH Wiesbaden und Berlin, Ausg. 74 (25) K. Seiffert, „Wasserdampfdiffusion i. Bauwesen, Ein Leitfaden zur Ver-hütung von Bauschäden“, Bauverl. GmbH Wiesbaden und Berlin, Ausg. 74 (26) Dr.-Ing. F. Eichler, „Bauphysikalische Entwurfslehre“, VEB Verlag f. Bauwesen, Berlin, Ausg. 68 (27) Prospekt der Fa. G+H ISOVER “Difunorm Vario”, Best.-Nr. C 618 50.6.97 Mz (28) Dr.-Ing. H.M. Künzel „Folie denkt mit“ in Sonderdruck aus Stuck Putz Trockenbau 55 (1997), H. 2, S. 34-37 (29) IZH-Forschungsbericht, März 1994 (30) Prospekt der Fa. Icopal „HYGRODIODE, Die duoaktive Dampfsperre“ ohne Veröffentlichungsdatum bzw. mit Druckvermerk 04/00 6102 (31) IBP Mitteilung 268, 22 (1995) (32) Prof: H. Schulze „Geneigte Dächer ohne chemischen Holzschutz?“ - 5 - (33) Prospekt der Fa. Bayer: „Wasseraufnahme und konditionieren von Formteilen aus Durethan“, Ausgabe 8.95 (34) Prospekt der Fa. Bayer: „Nomenklatur und Eigenschaften Durethan“, Ausgabe 7.93 (35) Fa. Bayer: „Anwendungstechnische Information“ Durethan, Ausgabe 01.08.1987 (36) Ergebnisauszug einer Datenbankrecherche „CAPLUS“1998 Host STN (37) Römpps Chemie Lexikon, 8. Aufl. 1987, Stichwort „Polyamide“ (38) C.A. Finch „Polyvinyl Alcohol“ Verlag John Wiley & sons London New York Sydney Toronto 1973, S. 345 – 389 (39) Diagramm aus dem Aufsatz von Dr. Künzel „Feuchtesichere Altbausa-nierung mit neuartiger Dampfbremse“ Vergleich des Verhaltens von Polyvinylalcohol (PVA) zu Polyamid-Folie; Umrechnungstabelle für Diffusionskenngrößen Gegen den Beschluss der Patentabteilung 25 haben die Einsprechenden 1 und 2 Beschwerde eingelegt. Der erteilte Patentanspruch 1 lautet: „Dampfbremse für den Einsatz zur Wärmedämmung von Gebäu-den, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Dampf-bremse aus einem Material, das einen von der Umgebungsfeuchte abhängigen Wasserdampf-Diffusionswiderstand aufweist, gebildet ist, mit der Maßgabe, daß das Material bei einer relativen Feuchte der die Dampfbremse umgebenden Atmosphäre im Bereich von 30 bis 50% einen Wasserdampf-Diffusionswiderstand (Sd-Wert) von 2 bis 5 m diffusionsäquivalente Luftschichtdicke, und bei einer relati-ven Feuchte im Bereich von 60 bis 80% einen Wasserdampf-Diffu-sionswiderstand (Sd-Wert), der
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