B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung I
A-1814/2017
Ur t e i l vom 2 8 . M ä r z 2 0 1 7
Besetzung
Richter Michael Beusch (Vorsitz),
Richter Jürg Steiger, Richter Daniel Riedo,
Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner.
Parteien
A._______ AG,
(…),
vertreten durch Dr. iur. Franz Schenker, Rechtsanwalt,
und Dr. iur. Petra Hauser, Rechtsanwältin
Baker & McKenzie Zürich,
Holbeinstrasse 30, Postfach, 8008 Zürich,
Beschwerdeführerin,
gegen
Eidgenössische Alkoholverwaltung EAV,
Länggassstrasse 35, 3000 Bern 9,
Vorinstanz.
Gegenstand
Einfuhrabgabe auf Alkohol; Einstufung der Produkte (…) und
(…); Kostenentscheid.
A-1814/2017
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Alkoholverwaltung (nachfolgend: EAV) mit Verfü-
gung vom 30. Januar 2014 festgestellt hat, die Produkte (…) und (…) un-
terlägen dem Alkoholgesetz und würden fiskalisch bei der Einfuhr zum An-
satz von Fr. 29.– pro Liter reinen Alkohols belastet (Dispositiv-Ziffern 1 und
2),
dass das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde, welche die
A._______ AG gegen diese Verfügung erhob, mit Urteil A-1083/2014 vom
30. März 2015 teilweise gutgeheissen und die entsprechende Verfügung
vom 30. Januar 2014 aufgehoben hat,
dass es dabei die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 7'500. – der Be-
schwerdeführerin im Umfang von Fr. 5'000.– auferlegt und im Umfang von
Fr. 2'500.– auf die Staatskasse genommen hat, sowie die Vorinstanz zur
Bezahlung einer Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'750.– an die
Beschwerdeführerin verpflichtet hat,
dass die EAV das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März
2015 beim Bundesgericht angefochten und beantragt hat, es sei aufzuhe-
ben und festzustellen, dass die strittigen Produkte dem Alkoholgesetz un-
terstünden und mit einer Monopolgebühr von Fr. 29.– pro Liter reinen Alko-
hols zu belasten seien,
dass auch die A._______ AG Beschwerde beim Bundesgericht erhoben
und die Aufhebung des bundesverwaltungsgerichtlichen Urteils vom
30. März 2015 beantragt hat sowie, es sei festzustellen, dass die strittigen
Produkte von der Besteuerung gemäss Alkoholgesetz befreit seien,
dass das Bundesgericht die Beschwerde der EAV mit am 27. März 2017
zugestellten Urteil vom 3. Februar 2017 im Verfahren 2C_364/2015 gutge-
heissen, das angefochtene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufge-
hoben und festgestellt hat, dass die Produkte (…) und (…) dem Alkoholge-
setz unterstünden und bei der Einfuhr mit der Monopolgebühr von Fr. 29.–
pro Liter reinen Alkohols zu belasten seien,
dass das Bundesgericht mit demselben Urteil vom 3. Februar 2017 die Be-
schwerde der A._______ AG im Verfahren 2C_425/2015 abgewiesen und
die Sache zur Neuregelung der Kosten- sowie Entschädigungsfolgen des
vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht zurückge-
wiesen hat,
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dass die A._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) aufgrund die-
ses bundesgerichtlichen Urteils im Verfahren A-1083/2014 vor dem Bun-
desverwaltungsgericht als vollumfänglich unterliegend zu gelten hat und
ihr daher die nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 7'500.– festzusetzenden Kos-
ten dieses Verfahrens aufzuerlegen sind (vgl. Art. 37 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 63 Abs. 1
des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG,
SR 172.021]),
dass der von der Beschwerdeführerin im Verfahren A-1083/2014 geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 5'000. – an die Bezahlung dieser Verfahrenskos-
ten anzurechnen und der Restbetrag von Fr. 2'500.– innert 30 Tagen nach
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen ist,
dass für das Verfahren A-1083/2014 keine Parteientschädigungen zuzu-
sprechen sind (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 Abs. 1 VGKE e
contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE),
dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen
noch Parteientschädigungen zuzusprechen sind (vgl. Art. 6 Bst. b und
Art. 7 Abs. 3 VGKE; Urteil des BVGer A-986/2017 vom 7. März 2017 mit
Hinweisen).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Kosten des Verfahrens A-1083/2014 werden auf Fr. 7'500. – festge-
setzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 5'000. – wird an die Bezahlung dieser Verfah-
renskosten angerechnet und der Restbetrag von Fr. 2'500.– ist innert 30
Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten
der Gerichtskasse zu überweisen.
2.
Im Verfahren A-1083/2014 werden keine Parteientschädigungen zuge-
sprochen.
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Seite 4
3.
Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par-
teientschädigungen zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Beusch Tanja Petrik-Haltiner
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten.
Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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