B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung I
A-3016/2013
U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 3
Besetzung
Richter Markus Metz (Vorsitz),
Richter Daniel Riedo,
Richterin Marie-Chantal May Canellas,
Gerichtsschreiberin Ursula Spörri.
Parteien
X._______, …,
vertreten durch …,
Beschwerdeführerin,
gegen
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Mehrwertsteuer,
Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Kostenentscheid.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-3075/2011 vom 30. Mai
2012 die Beschwerde der X._______ (Beschwerdeführerin) gutgeheis-
sen, den Einspracheentscheid der Eidgenössischen Steuerverwaltung
(ESTV) vom 13. April 2011 aufgehoben und die Sache zur Fällung eines
neuen Entscheids im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückge-
wiesen hat,
dass im obgenannten Urteil keine Verfahrenskosten erhoben wurden,
dass die Vorinstanz verpflichtet wurde, der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung von Fr. 45'000.-- zu entrichten,
dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_678/2012 vom 17. Mai 2013 die
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der ESTV teilweise
gutgeheissen und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Mai
2012 aufgehoben hat,
dass das Bundesgericht die Sache zur weiteren Untersuchung und neuen
Entscheidung an die ESTV sowie zur Neuregelung der Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesver-
waltungsgericht zurückgewiesen hat,
dass im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils die Beschwerdeführerin im
Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht teilweise unterlegen ist und ihr
daher die Kosten dieses Verfahrens analog zum bundesgerichtlichen Ver-
fahren zur Hälfte aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG,
SR 172.021]),
dass die ESTV eine Bundesbehörde ist, der als ebenfalls teilweise unter-
liegender Partei gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten
aufzuerlegen sind,
dass die Gerichtskosten auf Fr. 30'000.-- festzusetzen und den vorste-
henden Erwägungen entsprechend der Beschwerdeführerin im Umfang
von Fr. 15'000.-- aufzuerlegen sind,
dass dieser Betrag mit dem von der Beschwerdeführerin im seinerzeiti-
gen Verfahren A-3075/2011 geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von
Fr. 30'000.-- zu verrechnen und der Überschuss von Fr. 15'000.-- nach
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist,
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dass die ESTV – wie bereits ausgeführt – im aufgehobenen Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts verpflichtet worden ist, der Beschwerdeführe-
rin eine Parteientschädigung von Fr. 45'000.-- zu bezahlen,
dass diese Parteientschädigung dem neuen Ausgang des Verfahrens
entsprechend zu reduzieren ist,
dass die ESTV zu verpflichten ist, der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung von Fr. 22'500.-- zu bezahlen,
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]) und keine Parteientschädigung auszurichten ist
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Kosten im Verfahren A-3075/2011 werden auf Fr. 30'000.-- festgesetzt
und der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 15'000.-- auferlegt. Diese
werden mit dem von ihr im genannten Verfahren geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 30'000.-- verrechnet. Der Überschuss von
Fr. 15'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft
des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
2.
Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin im Verfahren
A-3075/2011 eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 22'500.-- zu
entrichten.
3.
Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben und keine
Parteientschädigungen zugesprochen.
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4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Markus Metz Ursula Spörri
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift
ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-
gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten.
Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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