Abtei lung I
A-6352/2010
{T 0/2}
U r t e i l v o m 3 0 . N o v e m b e r 2 0 1 0
Richter Beat Forster (Vorsitz), Richter Markus Metz,
Richter Jérôme Candrian,
Gerichtsschreiber Cesar Röthlisberger.
Schweizerische Bundesbahnen SBB,
Division Personenverkehr, P-KS-VP,
Wylerstrasse 123/125, 3000 Bern 65 SBB,
vertreten durch Rechtsanwältin Prof. Dr. iur.
Isabelle Häner, bratschi, wiederkehr & buob,
Bahnhofstrasse 70, Postfach 1130, 8021 Zürich,
Beschwerdeführerin,
gegen
X._______
Beschwerdegegner,
und
Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Kontrollzuschlag nach Transportgesetz.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
A-6352/2010
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) am 17. Januar 2009
von X._______ einen Kontrollzuschlag von Fr. 80.- und einen
Zeitzuschlag von Fr. 25.- erhoben, weil dieser auf einer Strecke mit
Selbstkontrolle bloss einen Fahrausweis der 2. Klasse vorweisen
konnte, obwohl er in der 1. Klasse reiste,
dass das Bundesamt für Verkehr (BAV) mit Verfügung vom 13. März
2010 in seiner Funktion als Aufsichtsbehörde den "Entscheid" der
SBB, von X._______ einen Zuschlag zu erheben, aufgehoben hat, da
die Erhebung eines einheitlichen Zuschlags von Reisenden, die
überhaupt keinen Fahrausweis erwerben (Schwarzfahrer) und von
solchen, die in der 1. Klasse mit einem Fahrausweis der 2. Klasse
reisen (Graufahrer), bundesrechtswidrig sei,
dass die SBB (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 28. April 2009
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob mit dem Antrag,
die Verfügung des BAV (nachfolgend: Vorinstanz) sei aufzuheben,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-2742/2009 vom
14. Dezember 2009 die Beschwerde teilweise gutgeheissen und im
Sinne der Erwägungen aufgehoben hat,
dass das Bundesgericht auf Beschwerde des Eidgenössischen
Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
(UVEK) und der Beschwerdeführerin hin mit Urteil vom 26. August
2010 das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Dezember
2009 teilweise aufgehoben hat,
dass das Bundesgericht in der Sache direkt und abschliessend be-
funden und die Vorinstanz darin bestätigt hat, dass die gänzlich un-
differenzierte Behandlung von Grau- und Schwarzfahrern, soweit keine
Hinweise auf absichtliches Verhalten bzw. Missbrauch bestünden, im
Ergebnis rechtsungleich sei und in mehrfacher Hinsicht gegen
Bundesrecht verstosse,
dass das Bundesgericht die Beschwerdeführerin in Anpassung bzw.
Klarstellung der vorinstanzlichen Verfügung aufsichtsrechtlich an-
gewiesen hat, auf die von ihr geltend gemachten und als bundes-
rechtswidrig erkannten Forderung zurückzukommen, wobei es der
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Beschwerdeführerin frei stehe, diese durch eine solche zu ersetzen,
die dem höherrangigen Recht entspreche,
dass das Bundesgericht die Sache zur Neuregelung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht an
dieses zurückgewiesen hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht das Verfahren zur neuen Kosten-
verlegung wieder aufgenommen hat und unter der Geschäftsnummer
A-6352/2010 weiterführt,
dass die Verfahrenskosten in der Regel von der unterliegenden Partei
zu tragen sind, jedoch ermässigt werden können, wenn diese nur
teilweise unterliegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass die Beschwerdeführerin nach dem bundesgerichtlichen Urteil als
weitgehend unterlegen anzusehen ist, infolge der Anpassung bzw.
Klarstellung der vorinstanzlichen Verfügung indessen eine Er-
mässigung der Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 2'000.- um 1/4 als
erforderlich bzw. angemessen erscheint, sodass dieser unter Ver-
rechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 1'500.- Ver-
fahrenskosten im Betrag von Fr. 1'500.- aufzuerlegen sind,
dass sich am Verzicht, dem Beschwerdegegner Verfahrenskosten auf-
zuerlegen durch das bundesgerichtliche Urteil nichts geändert hat,
dass der Vorinstanz gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG vor Bundesver-
waltungsgericht keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind,
dass der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin zu Lasten der
Vorinstanz eine um 3/4 reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'500.-
(inkl. MWSt) zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m.
Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten im Betrag von
Fr. 1'500.- auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss
von Fr. 1'500.- verrechnet.
2.
Der Beschwerdeführerin wird eine um 3/4 reduzierte
Parteientschädigung im Betrag von Fr. 2'500.- zugesprochen. Diese ist
ihr durch die Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden
Urteils zu entrichten.
3.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- den Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Einschreiben)
- das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und
Kommunikation UVEK (Gerichtsurkunde)
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Forster Cesar Röthlisberger
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die
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Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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