B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung I
A-6375/2019
Ur t e i l vom 9 . De zembe r 2 0 1 9
Besetzung
Richter Michael Beusch (Vorsitz),
Richterin Marianne Ryter, Richter Daniel Riedo,
Gerichtsschreiberin Susanne Raas.
Parteien
X._______, …,
vertreten durch
Dr. Andreas Länzlinger, Rechtsanwalt,
und Dr. Roman Huber, Rechtsanwalt, …,
Beschwerdeführerin,
gegen
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,
Eigerstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Neuverlegung der Verfahrenskosten und der
Parteientschädigung.
A-6375/2019
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV oder Vor-
instanz) am 9. Februar 2018 insgesamt acht Schlussverfügungen unter an-
derem gegenüber der X._______ eröffnete, in denen sie zum Schluss ge-
langte, der französischen Direction Générale des Finances Publiques
(nachfolgend: DGFP) sei in Bezug auf die jeweils namentlich genannten
Personen Amtshilfe zu leisten und die von der DGFP verlangten Informati-
onen seien dieser zu übermitteln,
dass das Bundesverwaltungsgericht die von der X._______ (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) gegen diese Schlussverfügungen erhobenen Be-
schwerden in einem Verfahren vereinigte und mit Urteil A-1488/2018 vom
30. Juli 2018 guthiess, soweit es darauf eintrat, und die Schlussverfügun-
gen sowie die vorher ergangene Editionsverfügung der ESTV aufhob; dass
das Gericht dabei keine Verfahrenskosten erhoben und die Vorinstanz zur
Bezahlung einer Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt
Fr. 24’000.-- an die Beschwerdeführerin verpflichtet hat,
dass die ESTV das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Juli
2018 beim Bundesgericht angefochten und in der Hauptsache beantragt
hat, das Urteil sei aufzuheben und ihre Schlussverfügungen vom 9. Feb-
ruar 2018 sowie die Editionsverfügung vom 10. Juni 2016 zu bestätigen,
dass das Bundesgericht die Beschwerde der ESTV mit Urteil 2C_653/2018
vom 26. Juli 2019 im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, das angefoch-
tene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufgehoben und die Schluss-
verfügungen der ESTV vom 9. Februar 2018 sowie die Editionsverfügung
vom 10. Juni 2016 bestätigt hat,
dass die Beschwerdeführerin – trotz der Gutheissung der Beschwerde vor
Bundesgericht «im Sinne der Erwägungen» – auch im Verfahren
A-1488/2018 als vollumfänglich unterliegend zu gelten hat und ihr daher
die auf Fr. 16’000.-- festzusetzenden Verfahrenskosten aufzuerlegen sind
(Art. 63 Abs. 1 VwVG); dass der von der Beschwerdeführerin einbezahlte
Kostenvorschuss zu Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist,
dass für das Verfahren A-1488/2018 keine Parteientschädigung zuzuspre-
chen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 Abs. 1 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario und Art. 7 Abs. 3
VGKE),
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dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen
sind noch eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6 Bst. b
VGKE und Art. 7 Abs. 3 VGKE; Urteil des BVGer A-1417/2017 vom 9. März
2017).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Kosten des Verfahrens A-1488/2018 werden auf Fr. 16’000.-- festge-
setzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung dieser Kosten verwendet.
2.
Im Verfahren A-1488/2018 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
3.
Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par-
teientschädigungen zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Beusch Susanne Raas
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in
Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-
cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen
besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt
(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG).
Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der
Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-
zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-
schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der
Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt
ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-
tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-
gen (Art. 42 BGG).
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