Abtei lung I
A-6832/2009
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 6 . D e z e m b e r 2 0 0 9
Richter Thomas Stadelmann (Vorsitz),
Richter Pascal Mollard, Richter Daniel Riedo,
Gerichtsschreiber Keita Mutombo.
1. Wohlfahrtsfonds Z._______ AG,
2. Vermögensbildungsstiftung Y._______,
3. Stiftung X._______,
4. Wohlfahrtsfonds W._______ AG,
5. Pensionskasse V._______,
alle ...,
alle vertreten durch ...,
Beschwerdeführende,
gegen
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungs-
steuer, Stempelabgaben, Eigerstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Kostenentscheid i.S. A-4084/2007.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
A-6832/2009
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 5. November 2008
(A-4084/2007) die (vereinigten) Beschwerden des Wohlfahrtsfonds
Z._______ AG, der Vermögensbildungsstiftung Y._______, der Stiftung
X._______, des Wohlfahrtsfonds W._______ AG sowie der
Pensionskasse V._______ (gesamthaft nachfolgend "A._______
Vorsorgewerke" oder Beschwerdeführende) abwies,
dass die Verfahrenskosten von (insgesamt) Fr. 40'000.-- im genannten
Urteil den Beschwerdeführenden auferlegt wurden und ihnen keine
Parteientschädigung zugesprochen wurde,
dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_896/2008 vom 30. Oktober 2009
die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der
A._______ Vorsorgewerke gutgeheissen und das Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts vom 5. November 2008 aufgehoben hat;
dass es dieses ferner angewiesen hat, über die Kosten und die
Parteientschädigung für das verwaltungsgerichtliche Verfahren neu zu
entscheiden,
dass im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils die Beschwerdefüh-
renden im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht vollumfänglich
obsiegt haben,
dass sie demnach keine Verfahrenskosten zu tragen haben, weshalb
ihnen der einbezahlte Kostenvorschuss nach Rechtskraft des vor-
liegenden Entscheids zurückzuerstatten ist; dass der ESTV ebenfalls
keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2 des Bundesgesetzes
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR
172.021]),
dass die Vorinstanz den obsiegenden und anwaltlich vertretenen Be-
schwerdeführenden eine Parteientschädigung auszurichten hat
(Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG; Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); dass die Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführenden am 12. November 2009 eine Kostennote
über (gesamthaft) Fr. 49'684.-- eingereicht hat, welche sich aus drei,
ihrer Klientschaft am 31. Mai, 30. Juni und 31. Dezember 2007 gestell-
ten Honorarnoten zusammensetzt,
Seite 2
A-6832/2009
dass sich die Vorinstanz innert der ihr angesetzten Frist nicht zur
eingereichten Kostennote vernehmen liess,
dass das Bundesverwaltungsgericht den Entscheid über die Partei-
entschädigung von Amtes wegen aufgrund der Kostennote, sofern vor-
handen, sowie den Akten und in der Regel ohne eingehende Begrün-
dung trifft; dass auch bei der Festsetzung der Parteientschädigung auf
der Basis einer Kostennote es Aufgabe des Gerichts ist, zu über-
prüfen, in welchem Umfang die geltend gemachten Kosten als notwen-
dig für die Vertretung anerkannt werden können (Art. 10 ff. VGKE),
dass das Gericht im vorliegenden Verfahren unter Würdigung der ein-
gereichten Rechtsschriften und Kostennote angesichts der Regelung
von Art. 10 VGKE, insbesondere unter Berücksichtigung von Art. 10
Abs. 2 VGKE (betreffend Stundenansatz von höchstens Fr. 400.-- bei
anwaltlicher Vertretung), von dem im Sinn von Art. 10 Abs. 3 VGKE
abzuweichen sich vorliegend nicht rechtfertigt, zur Auffassung gelangt,
Kosten von Fr. 30'000.-- seien als notwendig für die Vertretung zu
qualifizieren,
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 6 Bst. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzuse-
hen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 und 8 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Es werden im Verfahren A-4084/2007 vor dem Bundesverwaltungs-
gericht keine Verfahrenskosten auferlegt. Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 40'000.-- wird den Beschwerdeführenden nach Eintritt
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
2.
Den Beschwerdeführenden wird zu Lasten der ESTV eine Parteient-
schädigung von Fr. 30'000.-- zugesprochen.
3.
Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten auferlegt und
keine Parteientschädigungen ausgerichtet.
Seite 3
A-6832/2009
4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Thomas Stadelmann Keita Mutombo
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
Seite 4