B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung I
A-703/2020
Ur t e i l vom 2 5 . F e b r u a r 2 0 2 0
Besetzung
Richter Jürg Steiger (Vorsitz),
Richter Daniel Riedo, Richter Raphaël Gani,
Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger.
Parteien
A._______,
vertreten durch
Patrick Loosli, LL.M.,und Pierre Scheuner, Fürsprecher,
Beschwerdeführerin,
gegen
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Mehrwertsteuer,
Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Neuverlegung der Verfahrenskosten und
Parteientschädigung.
A-703/2020
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) mit zwei
separat erlassenen Einspracheentscheiden je vom 3. März 2017 von der
A._______, mit Sitz in (…) (nachfolgend: Beschwerdeführerin), Mehrwert-
steuern von Fr. 56'812.- (für den Zeitraum vom 1. August 2009 zum 31. De-
zember 2009) und von Fr. 754'838.- (für die Steuerperioden 2010 bis
2013), jeweils zuzüglich Verzugszins, gefordert hat,
dass die Beschwerdeführerin gegen diese beiden Einspracheentscheide
mit zwei separaten Eingaben je vom 5. April 2017 beim Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde erhoben hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-2106/2017 und
A-2084/2017 vom 11. Februar 2019 die zwei Verfahren vereinigt und die
Beschwerden abgewiesen hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht im nämlichen Urteil der Beschwerde-
führerin ausgangsgemäss die Verfahrenskosten auferlegt und ihr keine
Parteientschädigung zugesprochen hat,
dass die Beschwerdeführerin dagegen am 15. März 2019 beim Bundesge-
richt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben und
beantragt hat, das Urteil des Bundeverwaltungsgerichts sei aufzuheben
und die Steuerforderung für die Zeit vom 1. August 2009 bis 31. Dezember
2013 sei auf Fr. 0.- festzusetzen,
dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_266/2019 vom 23. Januar 2020 die
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gutgeheissen und
das angefochtene Urteil aufgehoben sowie erkannt hat, dass die Be-
schwerdeführerin für die Zeit vom 1. August 2009 bis 31. Dezember 2013
keine Mehrwertsteuern schulde,
dass das Bundesgericht ferner die Sache zur Neuverlegung der Kosten
und der Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens an das
Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht die Verfahrenskosten den Parteien in
der Regel gemäss ihrem Obsiegen und Unterliegen auferlegt (vgl. Art. 63
Abs. 1 VwVG),
dass der unterliegenden Vorinstanz keine Kosten aufzuerlegen sind
(Art. 63 Abs. 2 VwVG), weshalb die im Verfahren A-2106/2017 und
A-703/2020
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A-2084/2017 auf insgesamt Fr. 12‘500.- festgesetzten Kosten ausgangs-
gemäss auf die Gerichtskasse zu nehmen sind und der Kostenvorschuss
von insgesamt Fr. 14'000.- nach Eintritt der Rechtskraft dieses Kostenent-
scheids vollumfänglich zurückzuerstatten ist,
dass einer obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine
Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe
Kosten zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Beschwerdeführerin im Verfahren A-2106/2017 und A-2084/2017
jeweils eine Parteientschädigung beantragt, jedoch keine Kostennote ein-
gereicht hat, weshalb die Parteientschädigung für das vorangegangene
Verfahren unter Berücksichtigung der gesamten Umstände auf insgesamt
Fr. 18'750.- festzusetzen und die Vorinstanz zur Bezahlung dieses Betra-
ges zu verpflichten ist,
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind und auch keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6
Bst. b und Art. 7 Abs. 3 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Kosten des Verfahrens A-2106/2017 und A-2084/2017 von insgesamt
Fr. 12‘500.- werden auf die Gerichtskasse genommen. Der einbezahlte
Kostenvorschuss von insgesamt Fr. 14'000.- wird nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Kostenentscheids zurückerstattet.
2.
Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das Verfahren
A-2106/2017 und A-2084/2017 eine Parteientschädigung in der Höhe von
total Fr. 18'750.- zu bezahlen.
3.
Für den vorliegenden Kostenentscheid werden keine Kosten erhoben und
keine Parteientschädigung zugesprochen.
A-703/2020
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4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Jürg Steiger Monique Schnell Luchsinger
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist
gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim
Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-
tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat
die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen
(Art. 42 BGG).
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