Abtei lung I
A-926/2009
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 . M ä r z 2 0 0 9
Einzelrichter Daniel Riedo,
Gerichtsschreiber Urban Broger.
A._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
Oberzolldirektion (OZD),
Sektion LSVA 1, 3003 Bern,
Vorinstanz.
LSVA; Haftung des Anhängerhalters.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
A-926/2009
Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) stellt fest und zieht
in Erwägung,
dass es Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge-
setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren
(VwVG; SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32
des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR
173.32) vorliegt;
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden
gelten und dass hierzu auch die Oberzolldirektion (OZD) zählt;
dass die OZD mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2009 gegen-
über der A._______ aufgrund deren Mithaftung als Anhängerhalterin
unter anderem einen Nachbezug von LSVA in der Höhe von Fr.
9'488.-- verfügt bzw. bestätigt hat;
dass A._______ den Einspracheentscheid mit Eingabe vom 9. Febru-
ar 2009 beim BVGer fristgerecht angefochten hat (Art. 50 Abs. 1
VwVG);
dass die Beschwerde an das BVGer jedoch keine Unterschrift trug und
die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 18. Februar 2009
und gestützt auf Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG aufgefordert wurde,
ihre Beschwerde innert einer Frist von fünf Tagen entsprechend zu ver-
bessern;
dass die Zwischenverfügung (gemäss Rückschein) am 19. Februar
2009 an die Beschwerdeführerin ausgehändigt wurde und zwar an der
im Handelsregister eingetragenen Firmenadresse;
dass die fünftägige Frist nach Art. 20 Abs. 1 VwVG an dem auf ihre
Mitteilung folgenden Tag, das heisst am 20. Februar 2009, zu laufen
begann und demnach die verbesserte Beschwerde bis spätestens am
24. Februar 2009 beim BVGer hätte eingereicht oder zu dessen Han-
den der schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomati-
schen oder konsularischen Vertretung hätte übergeben werden müs-
sen (Art. 21 Abs. 1 VwVG);
dass dann, wenn ein anderer Zustelldienst als die schweizerische Post
beansprucht wird, die Frist nur eingehalten ist, wenn die Eingabe am
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letzten Tag der Frist bei der Behörde eintrifft oder der schweizerischen
Post für die Weiterbeförderung übergeben wird (Entscheid der Eidge-
nössischen Personalrekurskommission vom 7. November 2001, veröf-
fentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 66.36 E. 3;
URS PETER CAVELTI, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schind-
ler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsver-
fahren [VwVG], Zürich 2008, N. 4 zu Art. 21 VwVG; ANDRÉ MOSER/MICHA-
EL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.128 f.);
dass die Beschwerdeführerin gemäss Angaben auf ihrem Briefum-
schlag die nachgebesserte Beschwerde am 21. Februar 2009 in
B._______, Italien, als eingeschriebene Sendung der italienischen
Post übergeben hat;
dass gemäss Eintrag im System Track & Trace die Sendung am
25. Februar 2009 beim Briefzentrum International, Zürich, eingetroffen
und damit zu diesem Zeitpunkt der schweizerischen Post übergeben
worden ist;
dass das BVGer in seiner Zwischenverfügung vom 18. Februar 2009
ausdrücklich auf die Säumnisfolgen hingewiesen hat (Art. 23 VwVG)
indem es mitteilte, dass bei ungenutztem Fristablauf auf die Beschwer-
de unter Kostenfolgen nicht eingetreten werde;
dass die Verbesserung der Beschwerde verspätet erfolgt ist und an-
drohungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren nicht auf die Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG);
dass im Übrigen das BVGer nicht zu einem Hinweis auf Art. 21 Abs. 1
VwVG verpflichtet gewesen war, wonach nur eine Übergabe an das
BVGer direkt, an die schweizerische Post oder an eine schweizerische
diplomatische oder konsularische Vertretung fristwahrend sei; dies, da
ein entsprechender Hinweis nach der Rechtsprechung des Bundesge-
richts (BGE 125 V 65 E. 4) nur für im Ausland wohnhafte Personen
verlangt wird, was bei der Beschwerdeführerin offensichtlich nicht
zutrifft und – als im schweizerischen Handelsregister eingetragene
Einzelfirma – auch nicht zutreffen kann;
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Frist zur Bezahlung des
Kostenvorschusses abzunehmen ist und die Kosten von Fr. 300.-- der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG und
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Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses wird der Beschwerde-
führerin abgenommen.
2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechts-
kraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater
Post.
4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Daniel Riedo Urban Broger
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand am 2. März 2009
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