BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS AnwS t ( B ) 3 /1 2 vom 11. Juni 2012 in dem anwaltsgerichtlichen Verfahren gegen wegen Verletzung der anwaltlichen Berufspflichten - 2 - Der Bundesgerichtshof , Senat für Anwalt s sachen, hat auf Antrag des Genera l- bundesanw alts und nach Anhörung de s Beschwerdeführer s durch d e n Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf, die Richter Prof. Dr. Kö nig und Seiters sowie die Rechtsanw ä lt e Dr. Frey und Dr. Ma r tini am 1 1. Juni 2012 gemäß § 1 4 5 Abs. 5 Satz 1 BRAO einstim mig beschlossen: Die Beschwerde des Rechtsanwalts gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 2 . Senats des Bayerischen Anwaltsg e- richtshofs vom 6. Dezember 2011 wird zurückgewiesen. De r Rechtsanw alt hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen. E rgänzend bemerkt der Senat: Dass das Grund recht auf freie Meinungsäußerung (Art. 5 Abs. 1 GG) bei der Würdigung ehrverletzen der Äußerungen des Rechtsanwalt s im Rahmen des "Kampfs um das Recht" in die Abwägung einbezogen werden muss, en t- spricht (selbstver ständlich) der Rechtsprechung des Senats (vgl. BGH, B e- schluss vom 16. Januar 1967 - AnwSt (R) 10/66, BGHSt 21, 206). Dies hat der Anwaltsgerichtshof - entgegen dem Vortrag des Rechtsanwalts - auch nicht verkannt (vgl. UA S. 5). Wenn sich der Rechtsanwalt v or diesem Hintergrund darauf beschränkt, in seiner Beschwerdeschrift einen Grundrechtsverstoß zu behaupten, und seine ehrverletzenden Äußerungen mit dem Bemühen um Ä n- derung der Praxis der Berufungsgerichte erklärt, so genügt er in Übereinsti m- mung mit der A uffassung des Generalbundesanwalts nicht dem in § 145 Abs. 3 1 2 - 3 - Satz 3 BRAO normierten Erfordernis, Fragen von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne des § 145 A b s. 2 BRAO ausdrücklich zu bezeichnen. Tolksdorf König Seiters Frey Martini Vorinstanzen: Anwaltsge richt München, Entscheidung vom 12.01.2011 - AnwG 7/10 - AGH München, Entscheidung vom 06.12.2011 - BayAGH II - 6/11 -
Full & Egal Universal Law Academy