BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS AnwZ (Brfg) 2/1 1 vom 16. Mai 2011 in de r verwaltungsrechtlichen Anwaltssache wegen Widerrufs der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft - 2 - Der Bundesgerichtshof , Senat für Anwaltssachen, hat durch den Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf, die Richterin Roggenbuck, den Richter Seiters und die Rechtsanwälte Prof. Dr. Stüer und. Dr. Martini am 1 6. Mai 2011 beschlossen: Der Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des 2 . Senats d es Hessischen Anwaltsgerichtshofs vom 6. September 2010 wird abg e lehnt. Der Kläger hat die Kosten des Zulassungsverfahrens zu tragen. festgesetzt. Gründe: 1. Die Beklagte hat mit Bescheid vom 21. Oktober 20 0 9 die Zulassung des Klägers zur Rechtsanwaltschaft widerrufen. Die Klage gegen diesen B e- scheid hat der Anwaltsgerichtshof mit dem Kläger am 2 9. Oktob er 2010 zug e- stelltem Urteil abgewiesen. Der Kläger beantragt, die Berufung gegen das U r teil zuzula s sen. 2. Dieser Antrag ist gemäß § 112e Satz 2 BRAO i.V.m. § 124a Abs. 5 Satz 1 VwGO abzulehnen , weil er unzulässig ist , denn der Kläger hat die A n- tragsbegründun g sfrist versäumt . Sie beträgt n ach § 112e Satz 2 BRAO i.V.m. § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO zwei Monate und b e ginnt mit der Zustellung des vollständigen Urteils. Diese Frist lief hier am 2 9. Dezember 2010 ab. Zu di e sem 1 2 - 3 - Zeitpunkt lag aber keine Antragsbegründung, sondern nur ein zudem an den nicht mehr zuständigen Hessischen Anwaltsgerichtshof (§ 112e Satz 2 BRAO i.V.m. § 124a Abs. 4 Satz 5 VwGO) gerichteter, dort erst am Tag des Frista b- laufs um 17.30 Uhr eingegangener Antrag des Klägers auf Verlängerung der Begründungsfrist vor. Eine solche Verlängerung ist nach § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO i.V.m. § 57 Abs. 2 VwGO und § 224 Abs. 2 ZPO nicht zulässig (BGH, Beschluss vom 12. Oktober 2010 - AnwZ (Brfg) 3/10 Rn. 2; BVerwG, NJW 1961, 1083, 1084; VGH Kassel, NVwZ - RR 1998, 466, 467; Bayerischer Verwa l- tungsgerichtshof, Beschluss vom 5. Oktober 2010 - 12 ZB 10 .1726 , juris Rn. 1; Schmidt - Räntsch in: Gaier/Wolf/Göcken, Anwaltliches Berufsrecht, § 112e BRAO Rn. 71) . 3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO i.V.m. § 154 Abs. 2 VwGO, die Streitwertfestsetzung auf § 194 Abs. 2 BRAO. 3 - 4 - 4. Die ser Beschluss ist gemäß § 112c Abs. 1, § 112e Satz 2 BRAO, § 152 Abs. 1 VwGO, § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG unanfechtbar. Tolksdorf Roggenbuck Seiters Stüe r Martini Vorinstanz: AGH Frankfurt, Entscheidung vom 06.09.2010 - 2 AGH 7/10 - 4
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