Abtei lung II
B-3604/2007
{T 1/2}
A b s c h r e i b u n g s v e r f ü g u n g v o m
1 4 . D e z e m b e r 2 0 0 7
Richter Marc Steiner,
Gerichtsschreiber Alain Lässer.
Schweizerisches Bahntechnik Konsortium Gotthard
(SBK), bestehend aus:
1. Implenia Bau AG, Zürich,
2. Siemens Schweiz AG, Zürich,
3. Rhomberg Bahntechnik AG, St. Gallen,
4. Walo Bertschinger AG, Zürich,
5. Sersa Groupe Management AG, Pfäffikon,
6. Murer-Strabag AG, Erstfeld,
vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Poledna,
Mühlebachstrasse 32, Postfach 769, 8024 Zürich,
Beschwerdeführerinnen,
gegen
AlpTransit Gotthard AG, Zentralstrasse 5, 6003 Luzern,
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Rechsteiner,
Weissensteinstrasse 15, Postfach 130, 4500 Solothurn,
Vergabestelle,
und
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
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Besetzung
Parteien
B-3604/2007
ARGE Transtec Gotthard, bestehend aus:
1. Atel Installationstechnik AG, Olten,
2. Alcatel-Lucent Schweiz AG, Zürich,
3. TRSS Thales Rail Signalling Solution AG, Zürich,
4. Alpine Mayreder GmbH, Hergiswil,
5. Balfour Beatty Rail GmbH, München,
vertreten durch Rechtsanwältin Daniela Lutz, und/oder
Rechtsanwalt Matthias Hauser, Klausstrasse 43,
Postfach 664, 8034 Zürich,
Beschwerdegegnerinnen,
Beschaffungswesen (Ausführung Bahntechnik NBS GBT)
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Gegenstand
B-3604/2007
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest:
dass die Beschwerdeführerinnen am 24. Mai 2007 (Posteingang:
29. Mai 2007) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben
haben gegen den Zuschlag der AlpTransit Gotthard AG betreffend die
Vergabe "Ausführung Bahntechnik NBS GBT" (publiziert im SHAB
Nr. 89 vom 9. Mai 2007),
dass der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 29. Mai 2007 der Be-
schwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung erteilt und die
Beschwerdeführerinnen zur Leistung eines Kostenvorschusses in
Höhe von Fr. 50'000.00 aufgefordert hat,
dass sich die Vergabestelle und die Beschwerdegegnerinnen mit Ein-
gaben vom 21. Juni 2007 bzw. vom 21. Juni 2007 und 9. Juli 2007 zu
den prozessualen Anträgen der Beschwerdeführerinnen, insbesondere
zum Begehren auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung, haben ver-
nehmen lassen,
dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 25. Juli 2007 unter Beilage
von Aktenstücken zur Eingabe der Beschwerdeführerinnen vom
17. Juli 2007 betreffend die Vervollständigung der Akten Stellung ge-
nommen hat,
dass den Verfahrensbeteiligten mit Verfügung vom 30. August 2007
mitgeteilt worden ist, dass die Instruktion unter Beizug der Richter des
Spruchkörpers durchgeführt wird,
dass am 17. September 2007 sowie am 1., 2. und 16. Oktober 2007 In-
struktionsverhandlungen zur Akteneinsicht unter besonderer Berück-
sichtigung der Geheimhaltungsinteressen der beiden Anbieter stattge-
funden haben,
dass den Beschwerdeführerinnen mit Verfügung vom 23. Oktober 2007
Frist gesetzt worden ist zur Ergänzung ihrer Beschwerde bis zum
6. November 2007, wobei die Vergabestelle und Beschwerdegegnerin-
nen mit Eingaben vom 21. November 2007 ihre diesbezüglichen Stel-
lungnahmen erstattet haben,
dass den Verfahrensbeteiligten am 16. November 2007 die vorge-
zogene Zwischenverfügung betreffend die strittigen Fragen in Bezug
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B-3604/2007
auf die Akteneinsicht im Dispositiv (und am 30. November 2007 in
begründeter Form) eröffnet worden ist,
dass den Verfahrensbeteiligten am 28. November 2007 der Zwischen-
entscheid betreffend die aufschiebende Wirkung im Dispositiv eröffnet
worden ist,
dass die Beschwerdeführerinnen mit Schreiben vom 7. Dezember
2007 zufolge aussergerichtlichen Vergleichs den Rückzug der
Beschwerde erklärt haben,
dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom heutigen Tage auf
eine Begründung des Zwischenentscheides vom 28. November 2007
verzichtet haben.
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
dass der Beschwerderückzug den übrigen Verfahrensbeteiligten mit
Verfügung vom 7. Dezember 2007 zur Kenntnis gebracht worden ist
(Art. 31 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),
dass das Beschwerdeverfahren infolge des Rückzugs im einzelrichter-
lichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist
(Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 [VGG, SR 173.32]),
dass Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens den Be-
schwerdeführerinnen aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m.
Art. 5 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass dem Gericht im vorliegenden Fall erheblicher Aufwand entstan-
den ist (vgl. Art. 6 Bst. a VGKE), weshalb die Verfahrenskosten auf
Fr. 30'000.00 festzusetzen sind,
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dass die den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegenden Verfahrens-
kosten unter Rückerstattung des Überschusses mit dem geleisteten
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 50'000.00 zu verrechnen sind,
dass eine Parteientschädigung zugunsten der Beschwerdeführerinnen
angesichts des Verfahrensausganges ausser Betracht fällt (Art. 64
Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE),
dass die Beschwerdegegnerinnen auf eine Parteientschädigung ver-
zichten und die AlpTransit Gotthard AG als dem Bundesgesetz über
das öffentliche Beschaffungswesen unterstellte Vergabestelle keinen
Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE; vgl. VPB
67.6, E. 4c).
Demnach wird verfügt:
1.
Das Beschwerdeverfahren wird als durch Rückzug der Beschwerde
erledigt abgeschrieben.
2.
Die Verfahrenskosten im Betrage von Fr. 30'000.00 werden den
Beschwerdeführerinnen auferlegt und mit dem von diesen geleisteten
Kostenvorschuss von Fr. 50'000.00 verrechnet. Der Überschuss von
Fr. 20'000.00 wird zurückerstattet.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
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4.
Diese Verfügung geht an:
- die Beschwerdeführerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde,
vorab per Fax)
- die Vergabestelle (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde, vorab per Fax)
- die Beschwerdegegnerinnen (Rechtsvertreterin; Gerichtsurkunde,
vorab per Fax)
Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:
Marc Steiner Alain Lässer
Versand: 14. Dezember 2007
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