B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-4029/2017
Ur t e i l vom 2 4 . Augu s t 2 0 1 7
Besetzung
Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz),
Richter Maurizio Greppi, Richter Francesco Brentani,
Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann.
Parteien
X._______,
vertreten durch Rechtsanwälte
Dr. iur. Roberto Dallafior und/oder Dr. iur. Maria Walter,
Beschwerdeführer,
gegen
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Regelung der Entschädigungsfrage.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (im Folgenden: Vor-
instanz) mit Verfügung vom 15. September 2014 das Gesuch von
X._______ um Löschung der ihn betreffenden Daten in der Datensamm-
lung „Gewähr für einwandfreie Geschäftstätigkeit und Berufsausübung“ ab-
gewiesen hat,
dass X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom
8. Oktober 2014 dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht er-
hoben und beantragt hat, die Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz
sei anzuweisen, jede weitere Bearbeitung von ihn betreffenden Daten in
der Datensammlung zu unterlassen und sämtliche darin aufgenommenen
Daten unverzüglich zu löschen, eventualiter die Sache mit verbindlichen
Weisungen an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B-5796/2014 vom 16. März
2016 die Beschwerde abgewiesen hat,
dass der Beschwerdeführer gegen dieses Urteil am 3. Mai 2016 beim Bun-
desgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht hat,
dass das Bundesgericht mit Urteil 1C_214/2016 vom 22. März 2017 die
Beschwerde gutgeheissen und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
vom 16. März 2016 aufgehoben hat,
dass der Beschwerdeführer mit Gesuch um Berichtigung vom 19. Mai 2017
das Bundesgericht darum ersucht hat, es sei Ziffer 3 des Urteilsdispositivs
vom 22. März 2017 dahin gehend zu ersetzen bzw. zu berichtigen, dass
die Vorinstanz ihn für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4‘000.– und
für das vorinstanzliche Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht mit
Fr. 15‘000.– zu entschädigen habe,
dass der Beschwerdeführer eventualiter beantragt hat, die Sache sei zur
Neuregelung der Entschädigung zugunsten des Beschwerdeführers be-
züglich des vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht
zurückzuweisen,
dass das Bundesgericht mit Urteil 1G_3/2017 vom 29. Juni 2017 das Be-
richtigungsgesuch als Revisionsgesuch entgegengenommen und gutge-
heissen hat und sein Urteil 1C_214/2016 vom 22. März 2017 insofern er-
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gänzt hat, als es die Sache an das Bundesverwaltungsgericht zur Neure-
gelung der Entschädigungsfolgen im bundesverwaltungsgerichtlichen Ver-
fahren zurückgewiesen hat,
dass die obsiegende Partei Anspruch hat auf eine Parteientschädigung für
ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten (Art. 64
Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968
[VwVG, SR 172.021] und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass dabei der Ausgang des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesge-
richt massgebend ist, weshalb der Beschwerdeführer vorliegend als obsie-
gend anzusehen ist,
dass das Anwaltshonorar nach dem notwendigen Zeitaufwand bemessen
wird, wobei der Stundensatz für Anwälte mindestens Fr. 200.– und höchs-
tens Fr. 400.– beträgt (Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE),
dass der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt anwaltlich vertreten war, indessen keine Kostennote eingereicht hat,
weshalb die ihm zuzusprechende Parteientschädigung ermessensweise
und aufgrund der Akten festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE),
dass Parteikosten dann als notwendig zu betrachten sind, wenn sie zur
sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung
unerlässlich erscheinen (BGE 131 II 200 E. 7.2),
dass unnötige Kosten dagegen keinen Anspruch auf Parteientschädigung
begründen,
dass die vom Beschwerdeführer im vorliegenden Fall eingereichten
Rechtsschriften sowohl von ihrer Anzahl wie auch von ihrem Umfang her
das erforderliche Ausmass offensichtlich überschreiten,
dass insbesondere zu berücksichtigen ist, dass die Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers diesen bereits vor der Vorinstanz vertreten hatten, wo
sich die gleichen Sachverhalts- und Rechtsfragen stellten,
dass daher für das bundesverwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren
eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 6'000.– als angemessen er-
scheint,
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dass die Entschädigung von der Vorinstanz in ihrer Funktion als verfü-
gende Behörde zu tragen ist (Art. 64 Abs. 2 VwVG).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer für das Verfahren vor Bundes-
verwaltungsgericht mit Fr. 6‘000.– zu entschädigen.
2.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten.
Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: 25. August 2017