B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-436/2012
U r t e i l v o m 5 . N o v e m b e r 2 0 1 2
Besetzung
Richter Ronald Flury (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer, Richterin Eva Schneeberger,
Gerichtsschreiberin Marion Sutter.
Parteien
X._______, Serbien,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für
Ausländer Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenrente (Rentenanspruch).
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz)
mit Verfügung vom 16. Januar 2012 das Leistungsbegehren von
X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) abgewiesen hat,
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, mit Ein-
gabe vom 24. Januar 2012 gegen diese Verfügung Beschwerde erhoben
hat und beantragt, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und
ihm mit Wirkung ab dem 1. November 2008 eine ganze Rente zuzuspre-
chen, eventualiter sei die Sache erneut abzuklären,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 12. September 2012 unter
Bezugnahme auf die von ihr eingeholte Stellungnahme ihres ärztlichen
Dienstes vom 6. September 2012 beantragt, die Beschwerde sei gutzu-
heissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur wei-
teren Sachverhaltsabklärung an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-
lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde
(Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf sie
einzutreten ist,
dass Dr. med. A._______ des ärztlichen Dienstes der Vorinstanz in seiner
Stellungnahme vom 6. September 2012 erklärte, die bereits früher be-
kannten Gesundheitsbeschwerden seien zwar unverändert verblieben,
bezüglich der vorliegend entscheidenden Problematik des Aortenaneu-
rysmas sei es jedoch unabdingbar, aktuelle Arztberichte einzuholen,
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dass sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 12. September
2012 dieser Beurteilung ihres ärztlichen Dienstes anschloss,
dass sie damit sinngemäss feststellte, die angefochtene Verfügung beru-
he auf einem mangelhaft eruierten medizinischen Sachverhalt, weshalb
sich die Einholung weiterer medizinischer Unterlagen als erforderlich er-
weise,
dass von der Anordnung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfah-
ren vorliegend abzusehen ist, nachdem eine aktuelle Befundaufnahme
des Aortenaneurysmas im vorinstanzlichen Verfahren gänzlich unterblieb,
dass dem Verfahren nach dem Gesagten derzeit die Entscheidungsreife
mangelt und es sich deshalb rechtfertigt, die Angelegenheit zur rechtsge-
nüglichen Feststellung des Sachverhalts, insbesondere zur Einholung
eines Berichts des behandelnden Facharztes resp. des Operateurs (Ge-
fässchirurg) betreffend das Aortenaneurysma gemäss der Stellungnahme
von Dr. med. A._______ vom 6. September 2012, und zum Erlass einer
neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1
VwVG),
dass eine derartige Rückweisung in Bezug auf die Kostenfrage praxis-
gemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist
(BGE 132 V 215 E. 6),
dass bei diesem Verfahrensausgang keine Kosten zu erheben sind (Art.
63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass dem juristisch vertretenen Beschwerdeführer gemäss Art. 64 Abs. 1
VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt (VGKE, SR 173.320.2) eine von der Vorinstanz zu entrichtende Par-
teientschädigung zuzusprechen ist,
dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des gebotenen und
aktenkundigen Aufwands auf Fr. 400.– (inkl. Barauslagen) festzusetzen
ist (vgl. Art. 14 VGKE),
dass keine Mehrwertsteuer zu entschädigen ist (Art. 1 Abs. 2 i.V.m. Art. 8
Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni
2009, SR 641.20).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, die Verfügung vom 16. Januar 2012
aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit die-
se nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Leis-
tungsanspruch neu verfüge. Weitergehend wird die Beschwerde abge-
wiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung im Betrag von Fr. 400.– zu bezahlen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Ronald Flury Marion Sutter
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
Versand: 8. November 2012