Abtei lung II
B-4436/2008
{T 0/2}
A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d
v o m 1 1 . S e p t e m b e r 2 0 0 8
Einzelrichterin Maria Amgwerd,
Gerichtsschreiber Roger Mallepell.
A._______AG.,
Beschwerdeführerin,
gegen
B._______AG.,
Beschwerdegegnerin,
Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Widerspruchsverfahren betr. IR 818 377 (fig.)/CH 560
765 (fig.); Verfügung des IGE vom 29. Mai 2008
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
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Besetzung
Parteien
Gegenstand
B-4436/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführerin gestützt auf die IR-Marke Nr. 818 377
(fig.) am 13. November 2007 Widerspruch gegen die schweizerische
Marke Nr. 560 765 „B._______AG.“ (fig.) der Beschwerdegegnerin er-
hoben hat,
dass die Vorinstanz den Widerspruch mit Verfügung vom 29. Mai 2008
abgewiesen, die Widerspruchsgebühr von Fr. 800.00 einbehalten und
der Beschwerdegegnerin zu Lasten der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung von Fr. 1'000.00 zugesprochen hat,
dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung am 02. Juli 2008 beim
Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,
dass die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss von
Fr. 4'500.- fristgerecht eingezahlt hat,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 20. August 2008 mit Ver-
weis auf die Begründung der angefochtenen Verfügung die kostenfälli-
ge Abweisung der Beschwerde beantragt hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerdegegnerin die Frist
zur Einreichung einer Beschwerdeantwort mit Verfügung vom 07. Au-
gust 2008 antragsgemäss bis zum 29. September 2008 erstreckt hat,
dass die Beschwerdegegnerin dem Bundesverwaltungsgericht mit
Schreiben vom 04. September 2008 einen von beiden Parteien unter-
zeichneten Vergleich („Transaction Judiciaire“) vom 02. September
2008 zukommen liess und um Abschreibung des vorliegenden Verfah-
rens ersucht hat,
dass sich die Parteien im eingereichten Vergleich vom 02. September
2008 unter anderem wie folgt über den Streitgegenstand und die Kost-
entragung geeinigt haben:
„ (...) CONVENTION
Art. 1 – Renonciation au dépôt de la marque
(...) La marque combinée «B._______AG. (fig.)» sera ainsi radiée aup-
rès de l'Institut fédéral de la propriété intellectuelle.
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Art. 2 – Libre utilisation de la dénomination Noriah
(...)
Art. 3 – Indemnisation
A._______AG. déclare verser à B._______AG. une indemnité transac-
tionelle de (...) CHF, indemnité versée en main (...), en vue notamment
de couvrir les frais assumés pour la protection de la marque com-
binée, dans un délai de 10 jours dès signature de la présente transac-
tion.
Art. 4 – Sort de la procédure ouverte devant le Tribunal administratif
fédéral
Les parties déclarent en conséquence abandonner la procédure ou-
verte devant le Tribunal administratif fédéral et sollicitent le classement
du dossier.
Les frais de recours restent à la charge de A._______AG.. Les frais de
la décision de l'Institut fédéral de la propriété intellectuelle du 29 mai
2008 restent à la charge de A._______AG.
Pour le surplus, les dépens sont compensés, de sorte que chacune
des parties supporte les frais de son avocat, sous réserve de
l'indemnité transactionelle convenue à hauteur de (...) CHF.
Art. 5 – Quittance
Sous réserve de l'exécution de la présente transaction, les parties dé-
clarent se donner quittance pour solde de tout compte et de toute pré-
tention résultant du dépôt de la marque combinée «B._______AG.
(fig.)».
Art. 6 – Validité territoriale
(...).“
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Entscheide der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig ist
(Art. 31, 32 und 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]),
dass die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 20. August 2008 den
Parteien zur Kenntnis zu bringen ist,
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dass das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 04. September
2008 inklusive Vergleich vom 02. September 2008 der Vorinstanz zur
Kenntnis zu bringen ist,
dass das Beschwerdeverfahren im einzelrichterlichen Verfahren als
durch Vergleich gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23
Abs. 1 Bst. a VGG),
dass angesichts der zwischen den Parteien zustande gekommenen Ei-
nigung die angefochtene Verfügung – mit Ausnahme der verfügten Wi-
derspruchsgebühr von Fr. 800.00 (Ziff. 2), die gemäss Verursacherprin-
zip prinzipiell geschuldet bleibt – aufgehoben werden muss (vgl. die
Abschreibungsentscheide des BVGer B-1204/2007 vom 07. April 2008,
B-4677/2007 vom 27. Februar 2008, B-489/2007 und B-813/2007 vom
19. Februar 2008),
dass die Vorinstanz aufgefordert wird, die schweizerische Marke Nr.
560 765 B._______AG. (fig.) im Sinne von Artikel 1 der Vereinbarung
vom 02. September 2008 aus dem Markenregister zu löschen,
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind, da die Beschwerde auf-
grund der gütlichen Einigung der Parteien ohne erheblichen Aufwand
für das Gericht erledigt werden kann (Art. 4a der Verordnung über Kos-
ten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren [SR 172.041.0]
i.V.m. Art. 33b Abs. 5 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),
dass der Beschwerdeführerin der von ihr geleistete Kostenvorschuss
von Fr. 4'500.00 somit zurückzuerstatten ist,
dass die Parteien vereinbart haben, dass abgesehen von der Entschä-
digungszahlung an die Beschwerdegegnerin gemäss Artikel 3 der Ver-
einbarung jede Partei ihre eigenen Kosten zu tragen hat (Art. 4 der
Vereinbarung), womit keine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art.
64 VwVG),
dass gegen diesen Entscheid keine Beschwerde ans Bundesgericht
offen steht (Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
[BGG, SR 173.110]), dieser insofern rechtskräftig ist.
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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 20. August 2008 wird den
Parteien zur Kenntnis zugestellt.
2.
Das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 04. September 2008 in-
klusive Vergleich vom 02. September 2008 wird der Vorinstanz zur
Kenntnis zugestellt.
3.
Es wird Akt genommen, dass sich die Parteien über den Streitgegen-
stand und die Kostentragung geeinigt haben und die Abschreibung
des vorliegenden Verfahrens beantragen.
4.
Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 29. Mai 2008 wird mit
Ausnahme der Ziffer 2 aufgehoben und die Vorinstanz aufgefordert,
die schweizerische Marke Nr. 560 765 B._______AG. (fig.) gemäss Ar-
tikel 1 der Vereinbarung vom 02. September 2008 aus dem Markenre-
gister zu löschen.
5.
Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Vergleichs als gegenstandslos
abgeschrieben.
6.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 4'500.-- wird der Beschwerdeführerin aus der
Gerichtskasse zurückerstattet.
7.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
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8.
Dieser Entscheid geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage gemäss Ziff. 1; Ak-
ten zurück, Formular Zahladresse)
- die Beschwerdegegnerin (Einschreiben; Beilage gemäss Ziff. 1)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben; Beilage gemäss Ziff. 2;
Vorakten zurück)
Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:
Maria Amgwerd Roger Mallepell
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