Abtei lung II
B-4938/2008
{T 0/2}
A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d
v o m 3 1 . J u l i 2 0 0 8
Einzelrichter Frank Seethaler,
Gerichtsschreiber Kaspar Plüss.
A._______,
Beschwerdeführer,
gegen
Zulassungskommission für den Zivildienst,
p. A. Regionalzentrum Aarau (Windisch),
Kasernenstrasse 28, 5000 Aarau,
Vorinstanz.
Zulassung zum Zivildienst.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
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T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
B-4938/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der Beschwerdeführer am 30. Juni 2008 in die Rekrutenschule
eingerückt ist, am 6. Juli 2008 aber ein Zulassungsgesuch zum Zivil-
dienst eingereicht hat und deswegen administrativ wieder entlassen
wurde,
dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer am 16. Juli 2008 angehört
hat und am gleichen Tag verfügte, er sei zum Zivildienst zuzulassen
und werde zu einer Leistung von 375 Zivildiensttagen verpflichtet,
dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid am 24. Juli 2008 beim
Bundesverwaltungsgericht angefochten hat und beantragte, wieder in
die Armee eingeteilt zu werden,
dass der Beschwerdeführer sein Begehren damit begründet, dass er
zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung zu Unrecht angenommen
habe, seine privaten Probleme seien durch den Militärdienst verur-
sacht worden; die Probleme seien inzwischen bewältigt und er sei in
bester Verfassung für den Militärdienst; es bestehe kein Gewissens-
konflikt mehr und er sei gewillt, die Rekrutenschule zu absolvieren,
dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegen-
den Streitsache zuständig ist (Art. 63 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 1995 über den zivilen Ersatzdienst [ZDG, SR 824.0]),
dass der Beschwerdeführer von der Sache her sein Zulassungsgesuch
zum Zivildienst vom 6. Juli 2008 zurückziehen und weiterhin in der Ar-
mee eingeteilt bleiben möchte,
dass der Beschwerdeführer bis zum Eintritt der Rechtskraft eines an-
ders lautenden Entscheids der Armee zugeteilt bleibt, womit er im ge-
genwärtigen Zeitpunkt, das heisst auch während der Dauer des vorlie-
genden Verfahrens betreffend die Zulassung zum Zivildienst Mitglied
der Armee ist (vgl. Art. 10 i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ZDG),
dass der Beschwerdeführer als Gesuchsteller zufolge seiner Verfü-
gungsfreiheit über den Streitgegenstand namentlich in einem Ge-
suchsverfahren wie dem vorliegenden in allen Verfahrensstadien, das
heisst bis zum rechtskräftigen Verfahrensabschluss, die Möglichkeit
hat, den Abstand zu erklären beziehungsweise sein Gesuch zurückzu-
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ziehen und das Verfahren auf diese Weise zu beenden (vgl. GYGI, Bun-
desverwaltungsrechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 203 f.; MERKLI/
AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Rz 6 zu Art. 39 VRPG),
dass der Beschwerdeführer demnach auch noch im Beschwerdever-
fahren vor dem Bundesverwaltungsgericht den Rückzug seines Ge-
suchs um Zulassung zum Zivildienst erklären kann, was er vorliegend
getan hat und wovon Akt zu nehmen ist,
dass dieser Rückzug das ganze bisherige Zulassungsverfahren zum
Zivildienst gegenstandslos werden lässt,
dass das Beschwerdeverfahren somit im einzelrichterlichen Verfahren
als durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist
(Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 [VGG, SR 173.32]) und der angefochtene Zulassungsentscheid
der Vorinstanz aufzuheben ist,
dass die Vorinstanz anzuweisen ist, die zuständigen Militärbehörden
über diesen Prozessausgang zu benachrichtigen,
dass nach Art. 65 Abs. 1 ZDG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen
sind und keine Parteientschädigung zuzusprechen ist,
dass Entscheide auf dem Gebiet des Zivildienstes nicht beim Bundes-
gericht angefochten werden können und der vorliegende Entscheid da-
mit endgültig ist (Art. 83 Bst. i des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Vom Rückzug des Zulassungsgesuchs zum Zivildienst wird Akt ge-
nommen.
2.
Das Beschwerdeverfahren wird infolge Gegenstandslosigkeit abge-
schrieben.
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3.
Der Zulassungsentscheid zum Zivildienst vom 16. Juli 2008 wird auf-
gehoben.
4.
Die Vorinstanz wird angewiesen, die zuständigen Militärbehörden über
den Prozessausgang zu benachrichtigen.
5.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.
6.
Dieser Entscheid geht an:
- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen zurück)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. -; Einschreiben)
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Frank Seethaler Kaspar Plüss
Versand: 5. August 2008
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