B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-5651/2012
U r t e i l v o m 7 . N o v e m b e r 2 0 1 2
Besetzung
Einzelrichterin Vera Marantelli,
Gerichtsschreiber Said Huber.
Parteien
A._______,
(…),
Beschwerdeführer,
gegen
Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI Regionalzentrum,
(…),
Vorinstanz.
Gegenstand
Gesuch um Entlassung aus dem Zivildienst.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der Beschwerdeführer am 30. Oktober 2012 beim Bundesverwal-
tungsgericht eine als "Beschwerde" bezeichnete Eingabe vom 29.Oktober
2012 gegen zwei Verfügungen der Vorinstanz vom 24. Oktober 2012 ein-
reichte und darin lediglich den Antrag stellte, er sei "vom Zivildienst zu be-
freien";
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwi-
schenverfügung vom 31. Oktober 2012 gestützt auf Art. 52 Abs. 2 des
Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG,
SR 172.021) aufforderte, seine Beschwerde zu verbessern bzw. seine
Eingabe zu präzisieren;
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer gleichzeitig
darauf aufmerksam machte, es sei einzig zur Überprüfung der Recht-
mässigkeit der angefochtenen Verfügung zuständig, weshalb es sich vor-
behalte, die Sache an die zuständige Amtsstelle zu übermitteln, sollte der
präzisierte Antrag auf Entlassung aus dem Zivildienst oder Verschiebung
der beiden Aufgebote lauten;
dass der Beschwerdeführer das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben
vom 1. November 2012 ersuchte, vor dem "24. Oktober 2012" (recte:
24. November 2012) einen Entscheid zu fällen, da er sich beruflich selb-
ständig gemacht habe;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe
vom 2. November 2012 mitteilte, er habe mit seinem Schreiben vom
29. Oktober 2012 "natürlich" Folgendes gemeint gehabt:
"– MICH AUS DEM ZIVILDIENST ZU ENTLASSEN";
dass der Beschwerdeführer das Bundesverwaltungsgericht gleichzeitig
ersuchte, die "heutige Korrektur in die Akten einfliessen zu lassen und
diese Angelegenheit, wenn nötig an die zuständige Stelle weiterzuleiten";
dass das Bundesverwaltungsgericht nach Art. 31 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen
Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnah-
me nach Art. 32 VGG vorliegt;
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dass nach Art. 63 Abs. 1 des Zivildienstgesetzes vom 6. Oktober 1995
(ZDG, SR 824.0) gegen erstinstanzliche Verfügungen beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde geführt werden kann;
dass eine Eingabe nur dann als Beschwerde betrachtet werden kann,
wenn mindestens eine individualisierte Person erkenntlich ihren Willen
zum Ausdruck bringt, als Beschwerdeführer aufzutreten und die Ände-
rung einer bestimmten und mittels Verfügung geschaffenen Rechtslage
anzustreben (Urteil B-3561/2012 des Bundesverwaltungsgerichts vom
10. Juli 2012, mit Verweis auf BGE 112 Ib 634 E. 2b und BGE102 Ib 365
E. 6);
dass der Beschwerdeführer ausdrücklich nicht eine materielle Überprü-
fung der vorinstanzlichen Verfügungen vom 24. Oktober 2012 (betr. Auf-
gebot von Amtes wegen zum Zivildiensteinsatz bzw. Aufgebot zum Vor-
stellungsgespräch) begehrt und dementsprechend vor Bundesverwal-
tungsgericht auch nicht die Aufhebung oder Änderung des Dispositivs
dieser Verfügungen verlangt;
dass der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vielmehr seine Entlas-
sung aus dem Zivildienst anstrebt;
dass das Bundesverwaltungsgericht – wie in der Zwischenverfügung vom
31. Oktober 2012 angedeutet – in seiner Eigenschaft als Rechtsmit-
telinstanz funktionell nicht zuständig ist, erstinstanzlich über ein solches
Gesuch um Entlassung aus dem Zivildienst zu entscheiden (vgl. Art. 31
VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 ZDG);
dass dann, wenn keine Beschwerde vorliegt, dies in einem Nichteintre-
tensentscheid förmlich festzustellen ist (Urteil B-3561/2012 des Bundes-
verwaltungsgerichts vom 10. Juli 2012, mit Verweis auf BGE 102 Ib 365
E. 6);
dass unter diesen Umständen im einzelrichterlichen Verfahren auf die
Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG);
dass nach Art. 8 Abs. 1 VwVG die Behörde, die sich als unzuständig er-
achtet, die Sache ohne Verzug der zuständigen Behörde überweist;
dass nach Art. 1 ZDG Militärdienstpflichtige, die den Militärdienst mit ih-
rem Gewissen nicht vereinbaren können, auf Gesuch hin den länger dau-
ernden Zivildienst leisten und in diesem Zusammenhang nach Art. 18
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bzw. Art. 11 Abs. 3 ZDG die Vollzugsstelle – als erste Instanz – über die
Zulassung zum bzw. die vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst ent-
scheidet;
dass das vorliegende Gesuch um Entlassung aus dem Zivildienst ohne
Verzug der Vorinstanz zur Weiterbehandlung zu überweisen ist;
dass das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht im Bereich Zivil-
dienst kostenlos ist, sofern es sich nicht um eine mutwillige Beschwerde-
führung handelt (Art. 65 Abs. 1 ZDG);
dass es sich vorliegend nicht rechtfertigt, dem Beschwerdeführer Verfah-
renskosten zu auferlegen;
dass Entscheide auf dem Gebiet des Zivildienstes nicht beim Bundesge-
richt angefochten werden können und das vorliegende Urteil daher end-
gültig ist (Art. 83 Bst. i des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
[BGG, SR 173.110]).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Schreiben des Beschwerdeführers vom 29. Oktober 2012 sowie vom
1. und 2. November 2012 werden mit den eingereichten Beilagen der Vor-
instanz zur Weiterbehandlung des Gesuchs des Beschwerdeführers
überwiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
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4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. 8.436.21828.22669; Gerichtsurkunde; Beila-
gen: gemäss Ziff. 2)
Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:
Vera Marantelli Said Huber
Versand: 7. November 2012