B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-5804/2008/stm/sai
{T 1/2}
A b s c h r e i b u n g s v e r f ü g u n g
v o m 3 . O k t o b e r 2 0 0 8
Besetzung
Richter Marc Steiner,
Gerichtsschreiberin Miriam Sahlfeld.
Parteien
X._______ AG,
vertreten durch Dr. iur. Peter Galli, Bahnhofplatz 9,
Geschäftshaus Viktoria, 8001 Zürich,
Beschwerdeführerin,
gegen
Bundesamt für Strassen (ASTRA),
Abteilung Strassenverkehr, Bereich ZHS, Mühlestrasse 2,
3063 Ittigen,
Vergabestelle,
und
Y._______ AG,
Zuschlagsempfängerin,
Gegenstand
Öffentliches Beschaffungswesen (MISTR
Verkehrsunfälle, Leitung Realisierung).
B-5804/2008
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Der Einzelrichter hat in Anwendung von Art. 23 Abs. 1 lit. a des Bundes-
gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG,
SR 173.32)
nach Einsicht in:
- die Beschwerde der X._______ AG vom 10. September 2008 gegen
den Zuschlag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA), Abteilung Stras-
senverkehr, vom 8. August 2008 im freihändigen Verfahren betreffend
Management Informationssystem Strasse und Strassenverkehr (MISTRA)
Verkehrsunfälle, Leitung Realisierung (SHAB Nr. 161 vom 21. August
2008);
- die Verfügung vom 12. September 2008 betreffend die super-
provisorische Untersagung eines Vertragsschlusses;
- die Verfügung vom 15. September 2008 unter anderem betreffend An-
setzung einer Frist zur Stellungnahme der Vergabestelle in Bezug auf den
Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wir-
kung und den von der Beschwerdeführerin zu leistenden Kosten-
vorschuss von Fr. 3'000.--;
- das Schreiben der Vergabestelle vom 25. September 2008, wonach das
Ausschreibungsverfahren mit der Begründung, die in Frage stehenden
Arbeiten würden durch das Amt selbst erbracht, abgebrochen, der Zu-
schlag widerrufen und um Abschreibung des vorliegenden Verfahrens er-
sucht wird;
- die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 29. September 2008,
ebenfalls lautend auf Abschreibung des Verfahrens;
in Erwägung, dass:
- das hängige Beschwerdeverfahren durch Abbruch der Ausschreibung
und Widerruf des Zuschlages gegenstandslos geworden ist;
- die Vergabestelle die Gegenstandslosigkeit verursacht hat (Art. 5 des
Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 (VGKE, SR 173.320.2) und
aufgrund der unterlassenen Begründung in Bezug auf die seitens der Be-
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schwerdeführerin gerügte, gestützt auf Art. 13 Abs. 1 lit. c der Verordnung
vom 11. Dezember 1995 über das öffentliche Beschaffungswesen (VoeB,
SR 172.056.11) erfolgte freihändige Vergabe wohl ohnehin als unterlie-
gend anzusehen wäre;
- in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG (Bundesgesetz vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren, VwVG, SR 172.021) i.V.m.
Art. 5 und 6 lit. a VGKE keine Verfahrenskosten zu erheben sind;
- der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 5 und 15
VGKE eine Parteientschädigung zulasten der Vergabestelle zuzuspre-
chen ist, deren Höhe mit separater Verfügung festzusetzen ist.
verfügt:
1.
Das Beschwerdeverfahren B-5804/2008 wird infolge Gegenstandslosig-
keit abgeschrieben.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Die Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses entfällt.
4.
Die Vergabestelle hat der Beschwerdeführerin ihre Parteikosten in richter-
lich noch zu genehmigender Höhe zu ersetzen.
5.
Diese Verfügung geht an:
– die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Einschreiben, vorab per
Fax)
– die Vergabestelle (Einschreiben, vorab per Fax)
– die Zuschlagsempfängerin (A-Post, vorab per Fax)
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Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Marc Steiner Miriam Sahlfeld
Versand: 3. Oktober 2008