B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-6002/2018
Ur t e i l vom 5 . No vembe r 2 0 1 8
Besetzung
Richter Daniel Willisegger (Vorsitz),
Richter Ronald Flury, Richter Jean-Luc Baechler,
Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel.
Parteien
1. X._______ AG in Liquidation,
2. Y._______,
beide vertreten durch
Dr. iur. Patrick Götze, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführende,
gegen
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Kostenentscheid nach Rückweisung durch das
Bundesgericht.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: Vor-
instanz) am 4. September 2015 eine Verfügung betreffend Emissions-
haustätigkeit, Betrieb einer kollektiven Kapitalanlage, Konkurs, Unterlas-
sungsanweisung und Publikation u.a. gegen die X._______ AG in Liquida-
tion und Y._______ (nachfolgend: Beschwerdeführende) erlassen hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht die von den Beschwerdeführenden
mit Eingabe vom 15. September bzw. 9. Oktober 2015 dagegen erhobenen
Beschwerden mit Urteil B-5712/2015, B-6430/2015 vom 10. November
2017 abgewiesen und ihnen Verfahrenskosten von je Fr. 3'000.– auferlegt
hat (Dispositiv-Ziff. 3, 4 und 5 des Urteils vom 10. November 2017),
dass das Bundesverwaltungsgericht gleichzeitig auf die Beschwerden
zweier weiterer Beschwerdeführer kostenfällig nicht eingetreten ist (Dispo-
sitiv-Ziff. 1 und 2 des Urteils vom 10. November 2017) und das Urteil dies-
bezüglich nicht angefochten wurde,
dass das Bundesgericht die von den Beschwerdeführenden gegen das Ur-
teil B-5712/2015, B-6430/2015 vom 10. November 2017 geführten Be-
schwerden mit Urteil 2C_1068/2017, 2C_1070/2017 vom 9. Oktober 2018
gutgeheissen hat, soweit es darauf eingetreten ist, das Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts vom 10. November 2017 aufgehoben und die Sache
zur Sachverhaltsergänzung im Sinne der Erwägungen und zu neuem Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückgewiesen hat,
dass das Bundesgericht die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht an die-
ses zurückgewiesen hat,
dass daher über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Verfahren
B-5712/2015, B-6430/2015, soweit sie die Beschwerdeführenden betref-
fen, neu zu befinden ist (Dispositiv-Ziff. 4 und 5 des Urteils vom 10. No-
vember 2017),
dass die Beschwerdeführenden entsprechend dem Ausgang des bundes-
gerichtlichen Verfahrens im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht als
obsiegend zu betrachten sind,
dass die nunmehr obsiegenden Beschwerdeführenden keine Verfahrens-
kosten zu tragen haben (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgeset-
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zes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), weshalb ihnen die ein-
bezahlten Kostenvorschüsse nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-
den Entscheids zurückzuerstatten sind,
dass Vorinstanzen oder beschwerdeführende Bundesbehörden, die unter-
liegen, keine Verfahrenskosten tragen (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass den obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführenden
eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten
zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und Art. 8 ff. des Reg-
lements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]),
dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden keine Kostennote ein-
gereicht hat, weshalb die Parteientschädigung aufgrund der Akten und des
geschätzten Aufwands durch das Bundesverwaltungsgericht festzusetzen
ist (Art. 14 VGKE),
dass die Parteientschädigung auf Fr. 9'000.– festzusetzen und der Vor-
instanz in ihrer Funktion als verfügende Behörde aufzuerlegen ist (Art. 64
Abs. 2 VwVG),
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und von einer Parteientschädigung abzusehen
ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Für das Verfahren B-5712/2015, B-6430/2015 werden keine Verfahrens-
kosten erhoben.
Die geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 3'000.– werden den Be-
schwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils
zurückerstattet.
2.
Den Beschwerdeführenden wird zulasten der Vorinstanz für das Verfahren
B-5712/2015, B-6430/2015 eine Parteientschädigung von Fr. 9'000.– zu-
gesprochen. Dieser Betrag ist den Beschwerdeführenden nach Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu überweisen.
3.
Für das vorliegende Verfahren B-6002/2018 werden keine Verfahrenskos-
ten auferlegt und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde;
Beilagen: Rückerstattungsformulare)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Willisegger Astrid Hirzel
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten.
Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-
schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: 6. November 2018