Abtei lung II
B-6123/2008/sef/spm/san
{T 0/2}
A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d
v o m 1 2 . D e z e m b e r 2 0 0 8
Einzelrichter Frank Seethaler,
Gerichtsschreiberin Marion Spori.
X._______,
vertreten durch Fürsprecher Marc Gerber,
Waisenhausplatz 14, Postfach, 3000 Bern 7,
Beschwerdeführer,
gegen
Eidgenössische Bankenkommission (EBK),
Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern,
Vorinstanz.
Vorsorgliche Massnahmen (Einsetzung eines
Untersuchungsbeauftragten).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
B-6123/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 19. August 2008 betreffend vor-
sorgliche Massnahmen (Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten)
gegen den Beschwerdeführer und vier weitere Personen die zuvor mit
superprovisorischer Verfügung angeordneten Massnahmen bestätigte,
das heisst unter anderem die Ernennung von zwei Untersuchungsbe-
auftragten, die Sperre von Kontoverbindungen der Verfügungsadressa-
ten, die Ermächtigung der Untersuchungsbeauftragten, über Vermö-
genswerte auf gesperrten Konten zu verfügen und Kostenvorschüsse
zu beziehen;
dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Datum vom
24. September 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei soweit ihn selber
betreffend aufzuheben, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde
sei wiederherzustellen und es seien weitere vorsorgliche Massnahme
nach Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu treffen;
dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz am 25. September
2008 aufforderte, eine Vernehmlassung einzureichen;
dass die Vorinstanz am 29. Oktober 2008 in gleicher Sache einen Ent-
scheid betreffend unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen/
kollektive Kapitalanlage/unerlaubter Effektenhandel/Werbeverbot fällte,
worin sie unter anderem feststellte, dass der Beschwerdeführer ohne
Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenommen
habe und damit gegen das Bankengesetz verstossen habe sowie dass
er eine kollektive Kapitalanlage öffentlich anbiete und vertreibe und
damit gegen das Kollektivanlagengesetz verstosse;
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom
3. Dezember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht;
dass mit dem Entscheid der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008 das vor-
gängige Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen gegenstands-
los geworden ist und im einzelrichterlichen Verfahren abzuschreiben ist
(vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]);
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dass sich die Parteien mit Eingaben vom 26. November 2008 bzw.
1. Dezember 2008 aufforderungsgemäss zur Frage der Kostenverle-
gung äusserten;
dass diese beiden Stellungnahmen der je anderen Partei zur Kenntnis
zu geben sind;
dass die Verfahrenskosten bei gegenstandslos gewordenen Verfahren
in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegen-
standslosigkeit bewirkt hat, bzw. - falls das Verfahren ohne Zutun der
Parteien gegenstandslos geworden ist - die Kosten aufgrund der Sach-
lage vor Eintritt des Erledigungsgrundes festgelegt werden (vgl. Art. 5
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]);
dass es sich, weil das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht
weitergeführt wird, rechtfertigt, im Rahmen des nun hängigen Be-
schwerdeverfahrens gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Ok-
tober 2008 über die Kostenverlegung (Verfahrens- und Parteikosten)
des abzuschreibenden Verfahrens betreffend vorsorgliche Massnah-
men zu entscheiden, so dass sich eine Abschätzung der Sachlage vor
Eintritt des Erledigungsgrundes und damit der Prozessaussichten oder
der Frage, wer die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, im jetzigen Zeit-
punkt erübrigt;
dass der vom Beschwerdeführer am 29. September 2008 bezahlte
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.- an den im Beschwerde-
verfahren gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008
zu zahlenden Kostenvorschuss angerechnet wird.
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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Stellungnahme der Vorinstanz vom 26. November 2008 geht zur
Kenntnis an den Beschwerdeführer.
2.
Die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 1. Dezember 2008
geht zur Kenntnis an die Vorinstanz.
3.
Das Beschwerdeverfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen wird
infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.
4.
Über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung wird
im Rahmen des vom Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 3. De-
zember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anhängig gemachten
Verfahrens entschieden.
5.
Der vom Beschwerdeführer am 29. September 2008 bezahlte Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.- wird an den Kostenvorschuss
angerechnet, welcher im mit Beschwerde vom 3. Dezember 2008 beim
Bundesverwaltungsgericht anhängig gemachten Verfahren zu bezah-
len ist.
6.
Dieser Entscheid geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage gemäss Ziff. 1)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 2008-08-04/257/25354; Gerichtsurkunde;
Beilage gemäss Ziff. 2)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Frank Seethaler Marion Spori
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand: 12. Dezember 2008
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