B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-6237/2011
U r t e i l v o m 3 . A p r i l 2 0 1 2
Besetzung
Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz),
Richterin Franziska Schneider,
Richter Ronald Flury,
Gerichtsschreiberin Bianca Spescha.
Parteien
S._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenrente (Rentenanspruch).
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz)
mit Verfügung vom 14. Oktober 2011 das Leistungsbegehren von
S._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) abgewiesen hat,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. November 2011 gegen
diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben
liess,
dass der Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung und die Rück-
weisung an die Vorinstanz zur Durchführung weiterer Abklärungen und
anschliessenden Neubeurteilung beantragen liess,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 13. März 2012 unter Be-
zugnahme auf die Stellungnahme der IV-Stelle Wallis vom 8. März 2012
beantragt hat, die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an
die Verwaltung zurückzuweisen,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-
lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde
(Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf die
Beschwerde einzutreten ist,
dass die IV-Stelle Wallis in ihrer Stellungnahme vom 8. März 2012 ausge-
führt hat, dass gemäss dem ärztlichen Dienst der Vorinstanz ergänzende
Abklärungen im Sinne einer pluridisziplinären Begutachtung des Be-
schwerdeführers notwendig seien,
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dass sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 13. März 2012 der
Beurteilung der IV-Stelle Wallis angeschlossen hat,
dass die Vorinstanz sich damit der Meinung des Beschwerdeführers an-
schliesst, dass die Verfügung vom 14. Oktober 2011 auf einer mangelhaft
ermittelten tatbestandlichen Grundlage beruhe und die Durchführung wei-
terer medizinischer Abklärungen notwendig seien,
dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte ergeben, die gegen diese
übereinstimmende Auffassung sprechen würden,
dass vorliegend von der Anordnung eines Gerichtsgutachtens abzusehen
ist, da im vorinstanzlichen Verfahren trotz der medizinischen Aktenlage
die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens unterlassen wurde und
somit wichtige medizinische Fragen ungeklärt geblieben sind (BGE 137 V
210 E. 4.4.1.4),
dass somit dem Verfahren im jetzigen Standpunkt die Entscheidungsreife
mangelt und es sich deshalb rechtfertigt, die Streitsache zur Feststellung
des rechtserheblichen Sachverhalts, insbesondere zur Durchführung der
erforderlichen fachärztlichen Begutachtungen, und zum Erlass einer neu-
en Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG),
dass eine derartige Rückweisung in Bezug auf die Kostenfrage praxis-
gemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist
(BGE 132 V 215 E. 6),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu er-
heben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass dem vertretenen Beschwerdeführer – unter Berücksichtigung des
notwendigen Aufwandes – eine pauschale Parteientschädigung von
Fr. 1'300.– auszurichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.310.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung vom
14. Oktober 2011 wird aufgehoben und die Sache zur Durchführung er-
gänzender medizinischer Sachverhaltsabklärungen, insbesondere zur
Einholung eines polydisziplinären Gutachtens, und zum Erlass einer neu-
en Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'300.– zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Eva Schneeberger Bianca Spescha
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
Versand: 4. April 2012