B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung II
B-6547/2018
Absch r e i bung sen t s c he i d
vom 1 6 . J a nu a r 2 0 1 9
Besetzung
Einzelrichter Marc Steiner,
Gerichtsschreiber Joel Günthardt.
Parteien
X._______ GmbH,
vertreten durch die Rechtsanwälte
Amédée Kasser und Ralph Schlosser,
Kasser Schlosser avocats,
Beschwerdeführerin,
gegen
Post CH AG,
Vergabestelle.
Gegenstand
Öffentliches Beschaffungswesen -
Cloud Computing Leistungen -
(SIMAP-Meldungsnummer 1044397; Projekt-ID 178227).
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 19. November 2018 (Post-
eingang: 20 November 2018, vorab per Fax) beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde gegen die auf der Internetplattform am 31. Ok-
tober 2018 publizierte Verfügung der Vergabestelle (SIMAP-Meldungs-
nummer 1044397; Projekt-ID 178227) betreffend den Zuschlag im Be-
schaffungsverfahren Cloud Computing Leistungen erhoben und um Ertei-
lung der aufschiebenden Wirkung ersucht hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 20. November
2018 der Beschwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung erteilt
hat und zudem unter anderem einen Kostenvorschuss in der Höhe von
Fr. 10'000.– verlangt hat, welchen die Beschwerdeführerin innert Frist be-
zahlt hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenentscheid vom 5. De-
zember 2018 den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung auf-
grund übereinstimmender Anträge gutgeheissen und das Verfahren
zwecks Vergleichsverhandlungen bis zum 17. Dezember 2018 sistiert hat,
dass das Beschwerdeverfahren mit Verfügung vom 21. Dezember 2018 bis
zum 8. Januar 2019 weiterhin sistiert gehalten wurde,
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. Januar 2019 im Einver-
ständnis mit der Vergabestelle beantragt, das Verfahren sei zufolge aus-
sergerichtlicher Einigung als erledigt abzuschreiben, die Verfahrenskosten
seien der Vergabestelle aufzuerlegen und es sei keine Parteientschädi-
gung zuzusprechen,
dass das Verfahren einzelrichterlich (Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VGG, SR 173.32) als durch Rückzug
infolge Vergleichs erledigt abzuschreiben ist,
dass die Parteien diesbezüglich die Auferlegung der Verfahrenskosten zu
Lasten der Vergabestelle beantragen,
dass gemäss Art. 6 Bst. a des Reglements über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) die
Verfahrenskosten bei Rückzug oder Vergleich ganz oder teilweise erlassen
werden können,
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dass aufgrund des eher geringen Aufwands vorliegend der vollständige Er-
lass der Verfahrenskosten aufgrund des aussergerichtlichen Vergleichs an-
gezeigt ist,
dass es sich somit erübrigt, auf die Verlegung der Verfahrenskosten nach
den übereinstimmenden Anträgen der Parteien einzugehen,
dass bei dieser Ausgangslage zudem offengelassen werden kann, ob eine
gänzliche Kostenbefreiung auch nach Art. 33b Abs. 5 des Verwaltungsver-
fahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) aufgrund
aussergerichtlicher Einigung auch bei erheblichem Aufwand (verpflichtend)
zu erfolgen hätte (vgl. BVGer B-562/2015 vom 2. September 2015),
dass antragsgemäss keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.
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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Beschwerdeverfahren wird als zufolge aussergerichtlichen Vergleichs
erledigt abgeschrieben.
2.
2.1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
2.2. Der Kostenvorschuss von Fr. 10'000.– wird nach Eintritt der Rechts-
kraft des vorliegenden Entscheids der Beschwerdeführerin zurückerstattet.
3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4.
Dieser Entscheid geht an:
– die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; Beilage:
Rückerstattungsformular)
– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 178227; Gerichtsur-
kunde)
– die Zuschlagsempfängerin (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Marc Steiner Joel Günthardt
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss
Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer
Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende
Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: 16. Januar 2019