Abtei lung II
B-7063/2010
{T 1/2}
U r t e i l v o m 9 . N o v e m b e r 2 0 1 0
Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean-
Luc Baechler, Richter Francesco Brentani,
Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail.
Die Schweizerische Post,
Selbstregulierungsorganisation, Viktoriastrasse 21,
3030 Bern,
Beschwerdeführerin,
gegen
Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,
Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Kostenentscheid (in Folgegebung des Urteils des
Bundesgerichts 2C_728/2007 bzw. 2C_738/2007 vom 2.
Oktober 2008)
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
B-7063/2010
Nach Einblick in,
den Entscheid der Kontrollstelle GwG (ab dem 1. Januar 2009: Eid-
genössische Finanzmarktaufsicht, FINMA) vom 7. September 2006, in
welchem die der Schweizerischen Post Selbstregulierungsorganisation
(SRO Post, Beschwerdeführerin) für das Jahr 2006 geschuldete Auf-
sichtsabgabe auf Fr. (...) festgesetzt wurde;
die Beschwerde der SRO Post gegen diesen Entscheid;
das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2332/2006 vom
6. September 2007, in welchem diese Beschwerde teilweise gut-
geheissen und die Höhe der der Beschwerdeführerin für das Jahr
2006 auferlegten Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) bestimmt wurde;
die von der Eidgenössischen Finanzverwaltung wie auch von der SRO
Post gegen den genannten Entscheid erhobene Beschwerde an das
Bundesgericht;
das Urteil des Bundesgerichts 2C_728/2007 bzw. 2C_738/2007 vom
2. Oktober 2008, womit diese Beschwerden teilweise gutgeheissen,
das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. September 2007
teilweise aufgehoben und die Sache zur Neuberechnung im Sinne der
Erwägungen an die Eidgenössische Finanzverwaltung zurückgewiesen
wurden; in diesem Urteil wurde erwähnt, dass das Bundesver-
waltungsgericht allenfalls über eine Neuverteilung seiner Verfahrens-
kosten befinden werde;
die Verfügung der Eidgenössischen Finanzverwaltung vom
25. November 2008, welche die FINMA auf Aufforderung des Bundes-
verwaltungsgerichts hin diesem am 18. August 2010 einreichte und in
welcher die Aufsichtsabgabe in Übereinstimmung mit dem genannten
Urteil des Bundesgerichts neu berechnet und der von der Be-
schwerdeführerin für das Jahr 2006 geschuldete Betrag auf Fr. (...)
festgesetzt wurde;
und in Erwägung,
dass es – nachdem das Bundesgericht den Entscheid des Bundes-
verwaltungsgerichts B-2332/2006 vom 6. September 2007 teilweise
aufgehoben und die Finanzverwaltung am 25. November 2008 eine
Neuberechnung der Aufsichtsabgabe vorgenommen hat – dem
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Bundesverwaltungsgericht obliegt, über die Verlegung der Verfahrens-
und Parteikosten in seinem Verfahren zu befinden;
dass aus dem Urteil des Bundesgerichts hervorgeht, dass die Be-
schwerde der SRO Post nur in geringem Umfang gutgeheissen wurde,
nämlich lediglich betreffend die Berechnung der streitigen Aufsichts-
abgabe (E. 7);
dass das Bundesgericht der Beschwerdeführerin dementsprechend
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.– auferlegte;
dass die Differenz zwischen der durch das Bundesverwaltungsgericht
im Urteil vom 6. September 2007 festgesetzten Höhe der Aufsichts-
abgabe und dem Betrag, welcher von der Eidgenössischen Finanz-
verwaltung am 25. November 2008 gemäss den Erwägungen des
Urteils des Bundesgerichts berechnet wurde, nur Fr. 2'874.– beträgt;
dass diese Differenz in Anbetracht des Streitwerts der Sache als
minim einzustufen ist;
dass das Bundesverwaltungsgericht unter diesen Umständen zum
Schluss kommt, dass die im Urteil vom 6. September 2007 verlegten
Verfahrenskosten nicht neu verteilt werden müssen;
dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.- demnach der Be-
schwerdeführerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 2 Abs. 1 Satz 1
und Art. 4 VGKE) und mit dem von ihr am 22. November 2006 ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– verrechnet werden; der
Restbetrag von Fr. 1'200.– wird der Beschwerdeführerin nach Rechts-
kraft dieses Urteils zurückerstattet;
dass es sich daher auch nicht rechtfertigt, der Beschwerdeführerin für
das Verfahren B-2332/2006 eine Parteientschädigung auszurichten
(Art. 64 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario);
dass bei diesem Verfahrensausgang für das vorliegende Urteil keine
Verfahrenskosten erhoben werden (Art. 6 Bst. b VGKE) und keine
Parteientschädigung zugesprochen wird (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs.
1 VGKE e contrario).
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erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Der Beschwerdeführerin werden für das Verfahren B-2332/2006 Ver-
fahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.– auferlegt. Dieser Betrag wird
mit dem am 22. November 2006 geleisteten Kostenvorschuss in der
Höhe von Fr. 2'000.– verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'200.– wird
der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft dieses Urteils zurück-
erstattet.
2.
Für das Verfahren B-2332/2006 wird keine Parteientschädigung zu-
gesprochen.
3.
Für das vorliegende Urteil werden keine Verfahrenskosten auferlegt
und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rück-
erstattungsformular)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- die Eidgenössische Finanzverwaltung EFV
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Frank Seethaler Marion Spori Fedail
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand: 18. November 2010
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