Abtei lung II
B-7417/2006
{T 0/2}
A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d
v o m 2 7 . O k t o b e r 2 0 0 8
Richter David Aschmann,
Gerichtsschreiber Philipp J. Dannacher.
X._______,
vertreten durch RA Dr. iur. Patrick Troller und RA Dr. iur.
Gallus Joller,
Beschwerdeführer,
gegen
Y._______,
vertreten durch RA Dr. iur. Michael Ritscher und RA Dr.
iur. Barbara K. Müller,
Beschwerdegegner,
und
Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Widerspruchsverfahren Nr. 6402-6403 M (fig.) und M
Budget / M-Joy.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
B-7417/2006
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der Beschwerdegegner gestützt auf die Schweizer Marken
Nr. 369'547 „M“ (fig.) und Nr. 439'963 „M BUDGET“ am 5. Mai 2003
Widerspruch gegen die Schweizer Marke Nr. 506'766 "M JOY" der Be-
schwerdegegnerin erhoben hat (Widersprüche Nr. 6402 und 6403),
dass die Vorinstanz die Widersprüche Nr. 6402 und 6403 in einem Ver-
fahren vereinigt und mit Verfügung vom 8. September 2004 gutgeheis-
sen, die Eintragung der Schweizer Marke Nr. 506'766 "M JOY" wider-
rufen, die Widerspruchsgebühren von Fr. 1'600.- einbehalten und der
Beschwerdeführerin die Bezahlung von Fr. 1'600.- an die Beschwerde-
gegnerin auferlegt hat (Widerspruchsgebühren),
dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung am 4. Oktober 2004 bei
der Eidgenössischen Rekurskommission für geistiges Eigentum
(RKGE) angefochten hat (Beschwerdeverfahren MA-WI 64/04),
dass die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss von
Fr. 3'500.- fristgerecht einbezahlt hat,
dass die Beschwerdeführerin am 4. August 2005 beim Handelsgericht
des Kantons Zürich eine Klage auf Feststellung der Nichtverletzung
der Marken des Beschwerdegegners eingereicht hat (Zivilverfahren
Nr. HG 050236, neu: Zivilverfahren Nr. HG 080098),
dass die RKGE das Beschwerdeverfahren MA-WI 64/04 mit Verfügung
vom 7. September 2005 auf Begehren beider Parteien bis zur rechts-
kräftigen Erledigung des oben genannten, vor dem Handelsgericht des
Kantons Zürich hängigen Verfahrens sistiert hat,
dass die RKGE das Beschwerdeverfahren MA-WI 64/04 mit Verfügung
vom 15. November 2006 per 1. Januar 2007 an das Bundesverwal-
tungsgericht (BVGer) überwiesen hat,
dass das Handelsgericht des Kantons Zürich dem BVGer am 22. Okto-
ber 2008 seine Verfügung vom 16. Oktober 2008, mit welcher das Zivil-
verfahren Nr. HG 080098 als durch Vergleich erledigt abgeschrieben
worden ist, sowie Kopien des Schreibens der Beschwerdegegnerin
vom 13. Oktober 2003 und der zwischen den Beschwerdeparteien zu-
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stande gekommenen „Koexistenz-Vereinbarung“ vom 13. Oktober 2008
zugestellt hat,
dass der zwischen den Parteien des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens abgeschlossene Vergleich in die Verfügung des Handelsgerichts
des Kantons Zürich aufgenommen worden ist und mit Bezug auf den
Streitgegenstand und die Kostentragung im vorliegenden Beschwerde-
verfahren die folgenden, direkt relevanten Bestimmungen enthält:
„6. Diese Vereinbarung gilt für das Gebiet der Schweiz.
7. Die Parteien beantragen, die Verfahren [...] und
B-7417/2006 vor dem Bundesverwaltungsgericht als
durch Vergleich erledigt abzuschreiben und die Kosten
entsprechend dem Vergleich zu verlegen.
Die Vertreter von [...] [der Beschwerdeführerin] werden
ermächtigt, die notwendigen Schritte gegenüber den Ge-
richten in die Wege zu leiten.
[...]
9. Die Parteien tragen die Gerichtskosten je zur Hälfte.
10. Jede Partei trägt die eigenen Kosten.“
dass das BVGer das vorliegende Verfahren von der RKGE am 1. Janu-
ar 2007 übernommen hat und es nach revidiertem Verfahrensrecht be-
urteilt (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]),
dass das BVGer zur Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide
der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig ist (Art. 31, 32 und 33
VGG),
dass das vorliegende Beschwerdeverfahren im einzelrichterlichen Ver-
fahren als durch Vergleich gegenstandslos geworden abzuschreiben
ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),
dass die angefochtene Verfügung angesichts der zwischen den Partei-
en zustande gekommenen Vereinbarung und der darin beantragten
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Abschreibung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens rechtskräftig
wird,
dass das BVGer gemäss Art. 37 VGG i. V. m. Art. 33b Abs. 5 Satz 1
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren [VwVG, SR 172.021]) keine Verfahrenskosten erhebt, soweit
eine gütliche Einigung zustande kommt,
dass der Beschwerdeführerin der von ihr geleistete Kostenvorschuss
von Fr. 3'500.- somit zurückzuerstatten ist,
dass die Parteien vereinbart haben, dass jede Partei ihre eigenen Kos-
ten trägt (Ziffer 10 der Vereinbarung), womit keine Parteientschädigung
zu sprechen ist (Art. 64 VwVG),
dass gegen diesen Entscheid keine Beschwerde ans Bundesgericht
offen steht (Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
[BGG, SR 173.110]), dieser insofern rechtskräftig ist.
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Eine Kopie der Verfügung des Handelsgerichts des Kantons Zürich
vom 16. Oktober 2008, inklusive Kopien des Vergleichs vom 13. Okto-
ber 2008 sowie des Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 13. Ok-
tober 2008, werden der Vorinstanz zur Kenntnis zugestellt.
2.
Es wird davon Kenntnis genommen, dass sich die Parteien über den
Streitgegenstand und die Kostentragung geeinigt haben und die Ab-
schreibung des vorliegenden Verfahrens beantragen.
3.
Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Vergleichs als gegenstandslos
abgeschrieben.
4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 3'500.- wird der Beschwerdeführerin aus der Gerichts-
kasse zurückerstattet.
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5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
6.
Dieser Entscheid geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen: Rückerstattungs-
formular, Akten zurück)
- den Beschwerdegegner (Einschreiben; Beilagen: Akten zurück)
- die Vorinstanz (Ref.: W6402-6403-scr; Einschreiben; Beilagen: ge-
mäss Ziffer 1, Akten zurück)
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
David Aschmann Philipp J. Dannacher
Versand: 27. Oktober 2008
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