ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (86) 304
Vol. 1986/0147
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Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
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concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
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27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
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KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
K0MC86) 304 endg.
Brüsse l , den 30. Mai 1986
BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT
MITTELFRISTIGE PROJEKTIONEN DER
SOZIALSCHUTZAUSGABEN UND IHRER FINANZIERUNG
PROJEKTIONEN FÜR 1987 - ZUSAMMENFASSENDER BERICHT
K0MC86) 304 endg.
INHALTSÜBERSICHT
Einle itung
Einnahmen 1. Anteil der Einnahmen am Sozialprodukt
2. Art der Einnahmen
3. Soz ia lbe i t räge im einzelnen
4. Herkunftssektor
Ausgaben 1. Sozialschutzausgaben und -Leistungen
2. Sozialausgaben und Bruttoinlandsprodukt
3. Funktionen der Sozia lschutz le istungen
4. Gesundheit
5. Alte r und Hinterbl iebene
6 . Mutterschaft /Famil ie
7. Beschäftigung
8 . S teuer l iche Leistungen
9. Vermögenswirksame Transaktionen
Anhänge : A - Ausführliche Tabellen
B - W i r tschaf t l iche Annahmen
C - "Soz ia l le i s tungen" und "Sozia lschutz le is tungen"
D - Sozialschutzfunkt ionen - Inhal t
E - In den Berechnungen verwendete Altersgrenzen
ANMERKUNG
Inhal t des get rennten Bandes mit den Länderberichten:
Angaben für 1982 und 1987: Einnahmen
Ausgaben
demographische Daten
KAPITEL 1
EINLEITUNG
Am 28. Ju l i 1978 ü b e rm i t t e l t e die Kommission dem Rat einen Bericht über
die Projektionen der Sozialausgaben für 1980 und deren Finanzierung sowie die
e in z e l s t a a t l i c h e n Ber ich te , auf denen die Projektionen beruhen.
Der Rat brachte seine Zufriedenhei t mit der g e l e i s t e t e n Arbeit zum
Ausdruck und erkannte den Wert es überm it te l ten Dokuments an. Er fo rder te die
Kommission au f , in Zusammenarbeit mit Regierungssachverständigen die Erfahrungen
auszuwerten, die bei der Ers te l lung des Ber ichts gemacht wurden, und ihm dann
Vorschläge für d ie Weiterführung der Arbeit zu un te rb re i te n .
Die D ien s t s te l l e n der Kommission legten sodann Vorschläge für eine
Vierjaljijj-^s-Arbeitsprogramm vor, die vom Rat im Dezember 1982 angenommen
wurdenv
Ziel d ie ses Programms i s t es , den Verantwortl ichen auf e i n z e l s t a a t
l i cher und Gemeinschaftsebene regelmäßig Informationen über die m i t t e l f r i s t i g e n
Trends in der Entwicklung der Sozialausgaben und deren Finanzierung vorlegen zu
können, insbesonere über ih re w ich t igs te Komponente : die soz ia le S ich e rh e i t ,
e i n sc h l ie ß l ic h der f in a n z ie l l e n Folgen von Gemeinschaftsvorschlägen in diesem
Bereich, insbesondere der jenigen zur Verbesserung der Beschäftigungslage (wie
z.B. f l e x ib le Al te rsgrenze) .
Das Programm s ie h t d ie Ers te l lung :
1. j ä h r l i c h e r zusammenfassender Berichte und
2. p o l i t i s c h e r P r io r i t ä t s a n a ly s e n
durch die Kommissionsdienststel len vor. Die Ergebnisse d iese r Analysen werden
dann insbesondere im Rahmen des Konzertierungsverfahrens im Bereich der sozia len
S icherhei t geprü f t , das durch eine Entschließung des Rates vom Januar 1974
geschaffen wurde.
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es s i ^ um den jähr l ichen
zusammenfassenden Bericht über die Projektionen für 1987 verglichen mit 1982
(die e i n z e l s t a a t l i c h e n Ber ich te , auf denen diese Unterlage beruh t , können -
vo rbeha l t l ich etwaiger hausha l t sbe ing te r Zwänge - bei der Kommission angefordert
werden). Die w i r t s ch a f t l i ch en Annahmen, die den Projekt ionen für 1987 zugrunde
l i egen , wurden (im Jahre 1985) aus dem ökonometrischen Modell der Kommission
(COMET) a b g e l e i t e t . Demographische und sons t ige Annahmen wurden auf e i n z e l s t a a t
l i cher Ebene e r m i t t e l t . Die Projektionen die ses Ber ich ts spiegeln nicht zwangs
läuf ig die o f f i z i e l l e n Standpunkte der M i tg l ieds taa ten wieder, die b e i s p i e l s
weise auf anderen w i r t s c h a f t l i c h e n und sozia len Annahmen fußen können. Die
Abweichungen, die s ich für 1982 zwischen den Daten in diesem Report und denen
die vom S ta t i s t i s c h e n Amt der Europäischen Gemeinschaften v e r ö f f e n t l i c h t werden,
ergeben, gehen großen te i l s auf die h ie r vorgenommene Berücksichtigung er
vermögensverändernen Transaktionen und der s teue r l ichen Leistungen zurück.
Schl ieß l ich war es n ich t möglich, a l l e Veränderungen auf na t iona le r Ebene in
diesem Bericht e rk lä ren zu wollen.
(1) K0M(81)661 endg.
(2) Auf der Grundlage der Gesetzgebung am 1. Mai 1984. Die Verwendung konstanter
Gesetzgebung bedeute t , daß es s ich bei den Daten für 1987 mehr um Fort
schreibungen a l s um r e a l i s t i s c h e Voraussagen handel t .
KAPITEL 2
EINNAHMEN
Die anhaltend hohe A rbe i t s lo s igke i t in der Gemeinschaft, der ungünstiger wer
dende Altersaufbau der Bevölkerung - eine Tendenz, die sich auch in Zukunft
fo r t s e t zen wird - und die besonderen Probleme im Gesundheitsbereich haben in der
Vergangenheit zu höhen Steigerungsraten bei den Ausgaben für Sozia lschutz
leistungen ge füh r t . Das hat Rückwirkungen auch auf die Einnahmenseite der so
z ia len Sicherung. Sofern d iese r Entwicklung nicht durch Leistungskürzungen
entgegenzuwirken versucht wird, muß entweder ein größerer Teil der allgemeinen
Hausha lt smit te l eines Landes h ie r fü r verwendet werden oder aber es kommt zu
Erhöhungen der Soz ia lvers icherungsbe i t räge .
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird - wie auch in den le tz ten Projektionen -
die Unterscheidung gemacht in zweier lei Hinsicht : zum einen nach der Art der
Finanzierung (d .h . vor allem s t a a t l i c h e Zuweisungen und Sozia lbei trage) und zum
anderen nach dem Herkunftssektor (Unternehmen, S taa t , p r iva te Haushalte). Dabei
i s t darauf hinzuweisen, daß es sich h ie r um Globalzahlen für die Gesamtheit der
Funktionen der soz ia len Sicherung handel t . D if fe renz ie r t wird nur nach Ländern,
n ich t nach Einzel funkt ionen. Die angegebenen Werte s t e l l e n damit immer nur den
Durchschnitt für das bet reffende Land dar, innerhalb der einzelnen Zweige des
Sicherungssystems kann die Finanzierung dagegen sehr unte rsch ied l ich geregelt
se in . (Beispie l: d ie f a s t a u s sch l i e s s l i ch e Steuerf inanzierung des Gesundheits
wesens im Vereinigten Königreich kommt in keiner Weise zum Ausdruck. Sie wird
überdeckt von der in den anderen Bereichen üblichen Bei t ragsf inanz ierung) .
2.1 Anteil der Einnahmen am Sozialprodukt
Wie sich die eingangs angesprochene Ausgabenentwicklung auf der Einnahmenseite
n iedersch läg t , ze ig t die folgende Tabelle 2 .1. Sie druckt d^e Ein"a^men in
Prozent des Brut to inlandsprodukts aus, verdeu t l i ch t also den Teil des BIP, der
zur Finanzierung der Sozialschutzausgaben verwendet wird.
Tabelle 2 .1 . : Einnahmen in Prozent des BIP
EWG B DK D F GR IRL I L NL UK
1981 29,0 29,7 32,3 30,6 30,1 16,9 23,9 25,8 29,3 37,9 26,4
1982 28,9 30,8 32,9 29,6 28,6 19,2 24,2 26,8 30,2 39,0 27,3
1987 28,8 29,0 30,6 29,3 28,1 21,4 23,9 28,6 29,4 39,9 26,4
Zur Verdeutl ichung der Entwicklung sind auch die ( ta t säch l ichen ) Werte
für 1981 mit herangezogen. Es ze ig t s ich , daß es von 1981 auf 1982 in der über
wiegenden Zahl der Länder noch zu e iner Steigerung des Anteils kam. Die Pro
jektionen für 1987 lassen hingegen - mit Ausnahme Griechenlands, I t a l i e n s und
der Niederlande - wieder mit einem Rückgang rechnen, in a l l e r Regel sogar unter
das Niveau von 1981. Allerdings kann dies te i lw e i se auch bedingt sein durch
wieder güns tigere Annahmen über d ie künf tige Entwicklung des Inlandsprodukts.
Zwischen 19,2% (GR) und 39,0% (NL) des Sozialproduktes wurden also 1982
für die Finanzierung des sozia len Schutzes verwendet, für 1987 wird mit Werten
zwischen 21,4% (GR) und 39,9% (NL) gerechnet .
Wie sich die Finanzmittel im einzelnen zusammensetzen, zeigen die
folgenden Abschnitte.
2.2 Art der Einnahmen
Zu Beginn dieses Abschnittes i s t noch einmal darauf hinzuweisen, daß die
vorliegenden Projektionen auf das Jahr 1987 auf der Basis e ine r konstanten
nat ionalen Gesetzgebung (S t ich tag : 1. Januar 1985) vorgenommen wurden. Das i s t
von Bedeutung, denn die S t ruk tur der Einnahmen i s t in jüngs te r Zeit zunehmend in
die Diskussion geraten und h ie r könnten sich im Betrachtungszeit b is lang nicht
vorhersehbare Änderungen ergeben.
a. S t ruk tur
Die Aufteilung der Einnahmen nach ih re r Art z e i g t , daß 1982 im EG-Durch-
s ch n i t t nach wie vor knapp zwei D r i t t e l der Mittel in Form von Beiträgen (der
Arbeitgeber und der Versicher ten) aufgebracht werden. Daran ändert sich auch
1987 wenig. Aus s t a a t l i c h e n Zuschüssen kommen rund 30%, der Rest v e r t e i l t sich
auf sonst ige Einnahmen. Aufschlußreicher a l s d iese Globalwerte i s t dagegen
deren nat ionale Zusammensetzung wie s ie sich aus folgendem Schaubild 2.1.
e r g i b t :
Schaubild 2 .1 . : Art der Einnahmen - prozentuale Vertei lung
1987
Art (1)
Sozia Ibe i -
traege
s t a a t l i c h e
Zuwei sunaen
sonst ige
Einnahmen
EWG (2) B DK D F GR IRL I
159.0
38.2
15./
75.0
74,
22.3
77,8
19.2
47.4
49.6
35,1
64,0
7 3,9
24,5
L NL UK (3)
58.3
35.2
,63.2
19.2
48.7
42.6
2.8 9.6 3.4 3,0 3 .0 0 .9 1.6 6.5 17.6 8.7
1982
S oz ia lbe i -
traege
s t a a t l i c h e
Zuweisungen
sonst ige
Einnahmen
59.5 11.7
\— L
82.9
71 .7
19.3
77.2
19.7
51.2
42.6
35.1
63.6
70.1
27.5
57.2
33.3
66.6
20.2
48.1
43.2
4.4 5.4 9.0 3.2 6.2 1-3 2.4 9.5 13.2 8.7
CD Die Nomenklaturen in diesem Bericht sind in der EUROSTAT-Veroeffentlichung
"Europaeisches System der i n t e g r i e r t e n S o z i a l s c h u t z s t a t i s t i k - Methodik - Band 1",
1981 e r l a e u t e r t .
(2) Die EWG-Daten sind die Summe der Laenderbei traege in ECU. Fuer 1987 wurden dabei
die l e t z t e n verfuegbaren Wechselkurse (August 1985) verwendet.
(3) Die Daten fuer das Vereinig te Koenigreich beziehen sich auf das Haushalt s- , nicht
auf das Kalenderjahr (z. B. 1. April 1982 - 31. Maerz 1983).
Die Bedeutung der "sonstigen Einnahmen" i s t 1982 r e l a t i v 9erin9/ sie
wird bis 1987 (mit Ausnahme Dänemarks und der Niederlande) eher noch abnehmen.
Daqegen werden weit über 90% der Gesamteinnahmen aus entweder Sozia lvers iche
rungsbeitrügen oder s ta a t l i c h e n N i t t e in b e s t r i t t e n . I» nat ionalen Vergleich
schwankt deren Gewichtung sehr s ta rk .
Die meisten Länder s tü tzen sich primär auf die Sozia lvers icherungs-
be i t räqe Bis zu 75% der Mit te l werden auf d iese Art f in a n z ie r t (Deutschlan ,
Frankreich I t a l i e n ) . Hiervon s ig n i f ik a n t abweichende Werte g ib t es im Grunde
nur für I r land (35,1% in 1987) und vor allem Dänemark (15.4%). An der in diesen
beiden Ländern t r a d i t i o n e l l dominierenden Finanzierung aus " f e i n e n Haus
ha l t sm i t te ln ändert sich im Betrachtungszeitraum wenig. 1987 werden in I r i ana
d?e s i l a u i c h o n Zuschüsse etwa zwei D r i t t e l , in Dänemark sogar drei Vier
Gesamteinnahmen ausmachen. Lediglich in Griechenland und r l / z u s c h ü s s e n
Königreich hal ten sich die Gewichtung von Beitragen und s t a a t l i c h e n Zuschuss
in etwa die Waage.
Hier muß aber noch einmal betont werden, daß diese Zahlen jewei ls
na t iona le Durchschnitte s ind, geb i lde t auf der Grund!Lage des> g€-samten
des sozia len Schutzes. Für d ie einzelnen Zweige können sich durchaus beachtl iche
Abweichungen ergeben, das oben angeführte Beispiel des Gesundheitswesens im
Vereinigten Königreich belegt d ie s .
b. Tendenzen
Das in Darstel lung 2.1 s k i z z i e r t e Bild ze ig t die endgül tige prozentuale
Vertei lung im Jahre 1987; daraus geht jedoch nicht hervor, ob die Veränderung
qegenüber 1987 darauf zurückzuführen i s t , daß ein Anteil a n s t e ig t , un
andere zurückgeht, oder daß beide zunehmen, bzw. zuruckgehen, aber ein
s tä rke r a l s der andere.
Eine vo l l s t änd ige Übersicht über die vorauss ich t l ichen ^ ä n d e r u n g e n im
Jahre 1987 v e r m i t t e l t das nachstehende Schaubild, das einen Vergleich der durch
schnit liehen jäh r l ichen Veränderungen während des Projekt ionszei traums ermög
l i c h e h i e b e i wird den un te rsch ied l ichen I n f l a t i o n s r a t e n der einzelnen Lander
(unter Verwendung des Verbraucherpreisindexes) Rechnung
für jede Einnahmenkomponente gle ich i s t , können für jedes be l ieb ige Land auch
Vergleiche zwischen den einzelnen Einnahmenarten a n g e s t e l l t werden.
Schaubild 2. 2. · . Art der Einnahmen - suchschrvit t l iche ja eh r l i c h e Veraenderungen
' n··-“ 1"'“ · _ _ . ,
1982 - 1987 in Prozent ( in fL a t ionsbere in ig t )
EWG ~B DK D F GR IRL I L NL UK
Sozia lbe i t raege
s ta a t l i che
Zuwei sungen
1 .ó
0.2
0.6 7.1 1.2 1.5 4.3 2 . 2 5.0 1.2 1.9
1.8
1.5
0.8 9.3 2.3 1.5 1.9
0.4 1.3
Gesamteinnahmen ! 1.2 i ; 0.7 1.4 JUL 1.3 5.9 2. 2 3.9 10 . 8 1.4 1.6
Im Durchschnitt der Gemeinschaft wird mit einem jäh r l ichen realen Wachstum der
Gesamteinnahmen von 1,2% gerechnet, wobei der Anstieg mit 1,6% bei den
Sozia lbei trägen erhebl ich höher a u s f ä l l t a ls bei den s taa t l i ch en Zuweisungen mit
0,2%. Auf na t iona le r Ebene läßt sich ein solch e i n h e i t l i c h e r Trend nicht
ausmachen. In Dänemark, Deutschland, Frankreich, I t a l i e n und dem Vereinigten
Königreich uberwiegt das Wachstum der Soz ia lbe i t räge , also sowohl in dem Land,
das mit 77% der Gesamteinnahmen am s tä rks ten auf diese Quelle zurückgre i f t (FR),
' a l s auch in dem Land, das mit nur rund 15% diese Quelle am wenigsten in Anspruch
nimmt (DK). In Belgien, Griechenland und Luxemburg überwiegt dagegen das
v o rauss ich t l i che Wachstum der s t a a t l i c h e n Zuschüsse.
Den d u rch sch n i t t l i ch größten Zuwachs zeigen mit 5,9% Griechenland, 3,9% I t a l i e n
un 2,2% I r land . Es geht in Griechenland auf die s t a a t l i c h e n Zuschüsse, in
I t a l i e n auf die Sozia lbe i t räge und in Ir land gleichmäßig auf s t a a t l i c h e
Zuschüsse und Sozia lbe i t räge zurück.
S
In einigen Ländern r e s u l t i e r t das reale Wachstum der Gesamteinnahmen
a l le rd in g s weniger aus der Entwicklung von Sozia lbei trägen oder s ta a t l i ch en
Zuschüssen, sondern aus den (h ie r nicht d a rg e s te l l t e n ) "sonstigen Einnahmen".
Das g i l t z.B. für Luxemburg und die Niederlande, wo die Entwicklung der Gesamt
einnahmen nicht von den beiden genannten Hauptposit ionen geprägt wird , vielmehr
schlägt hier die recht ausgeprägte jä h r l i c h e rea le Veränderung der sonstigen
Einnahmen (Luxemburg: -6,4%; Niederlande: 7,5%) durch. Deta i ls über die
(nominale) Höhe der e inzelnen Einnahmearten für 1982 und 1987 können Tabellen
A-1 und A-2 im Anhang entnommen werden.
2.3 Die Soz ia lbe i t räge im einzelnen
Die Soz ia lbe i t räge t e i l e n sich in zwei Hauptströme auf , je nachdem, ob
es sich um Arbeitgeberbei träge oder um von der geschützten Person gezahlte
Bei träge handelt . Ers te re werden noch nach ih re r Art u n t e r t e i l t , d.h. nach
ta t säch l ichen und u n t e r s t e l l t e n Bei trägen, und l e t z t e r e nach der S tellung des
Beitragszahlenden im Erwerbsleben, d.h . nach Arbeitnehmern, Selbständigen und
sonstigen Personen (Rentner u . a . ) . Als Arbeitgeber sind h ie r sowohl der P r iv a t
sek to r a l s auch der Staat a l s Arbeitgeber zu vers tehen.
Die ta t säch l ichen Sozia lbe i t räge umfassen die Zahlungen, die die
ve rs icher ten Personen oder ih re Arbeitgeber d i rek t oder über eine Sammelstelle
an In s t i t u t i o n e n l e i s t e n , die Sozia l le is tungen gewähren, um Ansprüche auf diese
Sozial le is tungen zu erwerben und/oder zu e rh a l ten . Die u n t e r s t e l l t e n Soz ia lbe i
t räge s t e l l e n den Gegenwert der Sozia l le is tungen dar , die d i rek t von den Arbeit
gebern an die von ihnen gegenwärtig o^jp früher beschäf t ig ten Arbeitnehmer und
sonst igen Berechtig ten gezahlt werden.
Im europäischen Durchschnitt werden gut 60 % der Soz ia lbe i t räge von den
Arbeitgebern aufgebracht und knapp 40 % von den Vers icher ten . Die Arbeitgeber
be i t r äge wiederum bestehen zu rund drei V ie r te l aus ta t säch l ichen und zu einem
V ier te l aus u n t e r s t e l l t e n Bei trägen. Bei den von den geschützten Personen
aufgebrachten Beiträgen überwiegen mit gut drei V ier te l die Arbeitnehmer. An
diesen grundsätzl ichen Größenordnungen ändert sich auch im Betrachtungszeitraum
nicht sehr v i e l .
(1) EUROSTAT: Europäisches System der i n t e g r i e r t e n S o z ia l s c h u tz s t a t i s t i k
Methodik - Band 1, Kapital 7.
3
Tabelle 2.2 : Art der Soz ia lbe i t räge - prozentuale Verteilung
1987
EWG B DK D F GR IRL I L NL UK
Sozia lbe i t rage % % % % A A A S · ^ £ 6
Arbeitgeber 65,0 67,8 72,3 57,7 68,0 47,6 64,3 78,4 56,5 46,8 64,6
ta t s ä c h l i c h 47,8g 52,8 38,8 37,6 56,0 - 42,9 56,1 42,0 40,7 47,3
u n t e r s t e l l t 16 ,7B 15,0 33,4 20,1 12,0 - 21,4 22,3 14,5 6,1 17,3
geschützte Personen 35 ,0 . 32,2 27,7 42,3 32,0 52,4 35,7 21,6 43,5 53,2 35,4
Arbeitnehmer 26,6^ 25,3 27,7 31,6 25,4 - - 13,7 37,7 38,1 33,3
Selbständige 4,4 6,0 - 1,5 6,6 - 7, , , r
Ruhegeldempfänger c 9 2 A _ . _ 0, 5 10,4 0,6
und andere 3,4 U,y
Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
1982
EWG B DK D F GR IRL I L NL UK
SoziaIbei t räge % % % % % % % % % % %
Arbeitgeber 64,7 68,6 78,7 57,1 69,7 49,7 66,2 78,7 59,1 49,6 65,9
ta t s ä c h l i c h 46,8B 53,3 29,6 36,5 57,0 - 43,3 53,7 44,3 42,9 47,2
u n t e r s t e l l t 17,5B 15,3 42,2 20,6 12,7 - 2 2 , 9 2 5 ,0 14,7 6,7 18,6
geschützte Personen 35,3 31,4 21,3 43,0
Arbeitnehmer 27,0^. 23,9 21,3 3 i ,7
Selbständige 3,8 6,6 - 1,5
Ruhegeldempfänger -
und andere 3,9 0,9 - 9,8
Insgesamt 100 100 100 100
30,3
23,9
6,4
50,3 33,8 21,3
15,0
6,3
40,9
35,4
5,0
50,4
36,9
3,9
34.1
32.2
1,3
A
-
- - 0,5 9,6 0,7
100 100 100 100 100 100 100
B Ohne Griechenland .. , _ . . ,
C Ohne Griechenland und I r land , 'Ruhegeldempfanger u .a . für Frankreich unter
'Se lbs tänd ige ' e r f a s s t .
A In der Gruppe der Selbständigen en tha l ten .
|0
Diese Entwicklung sp iege l t sich auch in den in Tabelle 2.2 gegebenen nat ionalen
Daten wider. Mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland kommt es in a l len
Ländern zu einem mehr oder weniger starken Rückgang des von den Arbeitgebern
getragenen Tei ls der Soz ia lbe i t räge bei entsprechender Zunahme des von den
geschützten Personen zu tragenden Ante i ls . Am ausgeprägtesten i s iese
Umschichtung mit 6,4 Prozentpunkten in Dänemark. G le ichze i t ig kom|"t ef ®u _
zu e iner s ta rke Umschichtung im Verhältn is der t a t säch l ichen zu den u n t e r s t e l l
ten Arbei tgeberbei trägen. Allerdings darf man gerade im Fall Dänemarks diese
Werte nicht ohne einen Blick auf Schaubild 2.1 in t e r p r e t i e r e n . Nur 11,7 /. in
1982 und v o rauss ich t l ich 15,4 % der Gesamteinnahmen der sozia len Sicherung in
1987 werden dort überhaupt aus den Sozia lvers icherungsbeit ragen b e s t r i t t e n . in
absoluten Werten hal ten sich damit auch die in Tabelle 2.2 aufgezeigten
Änderungen in engen Grenzen.
2.4 Herkunftssektor
a. S t ruktur
Bei der folgenden Aufspaltung der Einnahmen nach Herkunftssektoren
wird zwischen Unternehmen, S taa t , p r iva ten Haushalten und sonst igen Sektoren
unterschieden. Der Unternehmensbereich be in h a l t e t im Pr inzip p r iv a te w i e ö f f e n t
l i che Unternehmen, wenn auch aus nat ionalen Gründen e in ige Aktiv i tä ten
immer unter dem Staat e r faß t werden. Der Sektor Staat wiederum i s t h ie r nur
global ausgewiesen. D e t a i l l i e r t e r e Angaben finden sich im Anhang in den Tabellen
A-1 und A-2, in denen weiter u n te rg l i e d e r t wird in Z e n t r a l s t a a t , lokale Gebiets
k ö r p e r h a f t e n und Sozia lvers icherung. Unter den sonst igen Sektoren werden
allem 'p r iv a t e Organisationen' und die 'übr ige Welf verstanden. Sie sind
q u a n t i t a t i v von untergeordneter Bedeutung.
Die Hauptlast wird mit über 99 % von den drei Sektoren Unter
nehmen, Staat und p r iv a te Haushalte get ragen, wovon auf den Staat etwa zwei
Fünfte l , auf die Unternehmen ein D r i t t e l und auf die pr iva ten Haushalte ein
V ie r t e l e n t f a l l e n .
II
SchaubiId 2 .3 . : Einnahmen nach Herkunftssektor - prozentuale Vertei lung
1987
Unternehmen
Staat
p r iv a te Haushalte
Sonst ige Sektoren
EWG B DK
32.5
47.0
20.3
4.1
89.1
4.3
- 4
36. t
30.1
32.8
40.5
31.4
26.3
GR IRL
14.0
0.2 2.5 0.5 1.8
L NL UK
72.4 55.8
32.1
12. 31.8
27.3
46.4
32.6
26.2 133.7 fl 7.4
1.1 0.3 0.1 0.6 0 ' ~
33.0
29.4
53.3
1982
Unternehmen
Staat
p r iv a te Haushalte
sonst ige Sektoren 0.8
33.5 3.1 34.9 41 . 0 141 29.9 27.9 32.1 19.1
45.5
20.6
93.1
2.5f-
32.4
32.2
32.1
24.7
72.4
11.8
39.3
3 0 . 4
47.6
24.2
53.4
54.0
53.8
6.5
0.4 1.2 0.5 2 . 2 1 .5 0.4 0.4 0 .6 0
Wie Schaubild 2.3 z e i g t , weichen die nat ionalen Werte hiervon zum Teil aber ganz
erheblich ab. In Deutschland und den Niederlanden z.B. i s t die Verteilung sehr
gleichmäßig, etwa jewei ls ein D r i t t e l der Mittel f l i e ß t aus den angegebenen
Sektoren. Dagegen dominiert die Finanzierung durch den Staat in Dänemark (rund
90 %) und in I r land (über 70 %) ganz e indeut ig . Dänemark i s t übrigens auch das
e inzige Land, in dem innerhalb des S taa ts sek to rs bei der Finanzierung den
lokalen Gebietskörperschaften eine wesentl iche Rolle zukommt, s ie decken etwa
36% des S t a a t s a n t e i l s ab. Zu den anderen Ländern l i eg t d ie se r Anteil erheblich
n iedr iger (vgl. Tabellen A-1 und A-2 im Anhang).
b. Tendenzen
Schaubild 2.3 ze ig te die Entwicklung bei der sektoralen Aufspal
tung der Gesamteinnahmen. Dort wird für die Unternehmen b is 1987 mit einer
l e ich ten , für die pr iva ten Haushalte mit einer deu t l ich unte rproport ionalen
Zunahme der Belastung gerechnet . P r o f i t i e r e n wird von d ie se r Entwicklung der
S taa t , dessen F inanzierungsante il von 40,0% auf 38,5% um 1,5 Prozentpunkte
f a l l e n wird. Der Antei l der ' sons t igen Sektoren1 ändert sich kaum. Schaubild 2.4
macht dies anhand der ( in f l a t i o n sb e re in ig t e n ) durchschn i t t l ichen jähr l ichen
Zuwachsraten im Betrachtungszeitraum d e u t l i c h . Während die Gesamteinnahmen
innerhalb der Gemeinschaft rea l um vo rau ss ich t l i c h 1,2% jä h r l i c h s te igen werden,
be t räg t d ieser Satz für den Sektor Staa t nur 0,6%, hingegen für Unternehmen und
p r iv a te Haushalte 1,6% bzw. 2,0%.
Schaubild 2 .4 . : Herkunftssektor - d u rchschn i t t l i che j a eh r l i ch e Veraenderungen
1982 - 1987 ( in f l a t i o n s b e r e in ig t )
EWG B DK D F GR IRL I NL UK
Unternehmen 0.1 7.2 1.4
_ ___
1.1 1.9 5.4 0.4 1.8 1.4
Staat 0.6 1.4 ,0.5 , - 1 .0 0.8 2.2 1 .9 0.3 1.2 1.4
p r iv a te Haushalte 0.4 12.9
0.9
2.6 3.3 4.9 1.3 2.7
Gesamteinnahmen 1.2 1.4 0.5 1.3[ZU 5.9
2.2 3.9 0.8 1.4 1.6
De» e n t sp r i c h t auch d ie Entwicklung auf na t iona le r Ebene. Mit Aus
nahme Belgiens und I r lands verzeichnet der Sektor Staat in a l l en Landern die
n ied r ig s ten Zuwachsraten, in Deutschland wird sogar mit einem realen jähr l ichen
Sückoana von 1% g e r e c h n e t Am deu t l i chs ten i s t diese Diskrepanz m der Entwick
lung in Dänemark, wo die Belastung von Unternehmen erneüi
••■u i · u 7 htm cnnar 12 9% ste igen wird. Allerdings i s t aazu erneut.
einschränkend^ « “ i e r k S T d J S ' L r t di ." . , beiden Sektoren zusam^n weniger als
10% des gesamten Finanzbedarfs b e s t r e i t e n . mmer in 9® 93 ^ i 982
Anteil des S taa tes an der Finanzierung der sozia len Sicherung von 93,1/»
auf 89,1% in 1987 zurück.
Die auf a l l e drei Sektoren bezogen durchschn i t t l i ch höchsten
Zuwachsraten ergeben sich für I t a l i e n , die zweithöchsten für; I r l and , das g le ich
ze i t i g zusammen mit Belgien aber auch das einzige Land d a r s t e l l t , in dem der
Unternehmensbereich die n ied r ig s ten Zuwachsraten »l er h ie r ^ a l y s i en
Sektoren aufweist (n icht be rücks ich t ig t i s t dabei Griechenland, für das kein
Werte über die sek tora le Herkunft der Einnahmen, v o r l i e g e n d
! T
KAPITEL 3
AUSGABEN
3.1 Sozialschutzausgaben und -Leistungen
Bevor wir auf die einzelnen Funktionen des Sozialschutzes eingehen, i s t
darauf hinzuweisen, daß n icht a l l e Sozialschutzausgaben für Direktleistungen an
geschützte Personen aufgewendet werden. Der Grund dafür l i eg t zum einen in den
vermögenswirksamen Aufwendungen, die e r s t mit den taufenden Ausgaben zusammen
die Summe der Sozialschutzausgaben bilden:
taufende Ausgaben
+ vermögenswirksame Aufwendungen
= Sozialschutzausgaben
Die verfügbaren Informationen über die vermögenswirksamen Aufwendungen
werden an anderer S t e l l e d ieses Kapite ls behandelt .
Die laufenden Ausgaben lassen sich in drei Kategorien u n te r t e i l e n :
Sozia Lschutz Leistungen
VerwaItungskosten
sonst ige laufende Ausgaben.
Sozialschutz le is tungen können u n t e r t e i l t werden in:
Sozia l le is tungen
sonst ige Leistungen in Form von Gütern und
Dienst le is tungen
s t e u e r l i c h e Leistungen.
Der Unterschied zwischen "Sozia l le i s tungen" und "sonst igen Leistungen
in Form von Gütern und Dienstleis tungen" wird in Anhang C die ses Berichts
e r l ä u t e r t .
Die r e l a t i v e Bedeutung der Sozia lschutz le is tungen für die Projektionen
für 1987 kann folgender Tabelle entnommen werden:
Tabelle 3.1 Laufende Ausgaben des sozia len Schutzes (in %)
1987
r I| EWG
I %
B
%
DK
%
D
%
F
%
GR
%
IRL
%
I
%
L
%
NL
%
GB |
% |
|Soz ia lschu tz -
| Leistungen
1
1
1 96,2
I
94,9 97,3 96,5 95,3 95,3 96,4 93,4 96,1 95,9 96,4 |
| VerwaItungs-
| kosten und
1
1
1| sonst ige lau-
| fende Kosten 11 3,8
1
5,1 2a7 3,5 4,7 4,7 3,6 6,6 3,9 4,1 3,6 |
|Laufende Aus-
| gaben INSGESAMT
T ~ ~
1|ioo
I
100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 I
Tabelle 3.1 z e i g t , daß die Verwaltungskosten etwa 5% der laufenden
Gesamtausgaben ausmachten und in den einzelnen Landern zwischen 6, 6% und 2,7%
lagen. Man s o l l t e hie rbei s t e t s berücks ich t igen , daß sich diese Gesamtausgaben
für Verwaltungskosten aus sehr unte rsch ied l ichen Anteilen für die einzelnen
Systeme zusammensetzen können, wobei d ie Sozia lh il fesysteme im allgemeinen, a l s
Prozentsa tz der Gesamtleistungen ausgedrückt , sehr v ie l höhere Verwaltungskosten
verursachen a l s Versicherungssysteme.
Die "sons tigen laufenden Ausgaben" s t e l l e n einen Restposten schwer
anderswo einzuordnender Ausgaben dar , der in der Regel weniger a l s 1% der
gesamten Laufenen Ausgaben ausmacht.
3.2 Sozialausgaben und Brut to inlandsprodukt
Die Aufwendungen für den sozia len Schutz sind von Land zu Land je nach
der Einwohnerzahl, der Zusammensetzung der Bevölkerung usw. und dem re la t iven
Wohlstand u n te r sch ied l i ch . Ein Vergleich kann h e r g e s t e l l t werden, indem die
Aufwendungen für den sozia len Schutz über einen gewissen Zeitraum auf das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) bezogen werden, wie dies in Tabelle 3.2 geschieht.
S teuer l iche Leistungen s ind in der Tabelle nicht b e rü ck s ic h t ig t , da nur e in ige
Länder die entsprechenden Angaben machten (s iehe Tabelle 3 .15).
Tabelle 3.2 Sozialschutzausgaben in Prozent des BIP
EWG B DK D _F £R IRL _I L NL GB
1987 27,0 28,1 26,4 28,5 29,2 20,9 22,7 25,5 27,2 32,5 22,2
1982 27,4 30,5 30,3 29,8 28,5 19,0 22,8 26,1 28,9 33,2 23,5
Die Zahlen zeigen, daß der Anteil in der EWG von 27,4% im Jahre 1982
bis 1987 vo rauss ich t l ich auf 27,0 f a l l e n wird.
Zwischen den M itg t ieds taa ten sind erhebliche Unterschiede fe s tzu
s t e l l e n . Mit Ausnahme Frankreichs und Griechenlands wird für a l l e Länder mit
einem Rückgang gerechnet . In den Zahlen für I r land sind keine be t r ieb l ichen
Al te rs renten oder Krankengeld en tha l ten .
Bei den vorhergehenden Vergleichen werden Barleistungen nicht von Sach
le is tungen (z.B. Gesundheitswesen und S oz ia la rbe i t ) ge t rennt . Eine solche
Trennung wird in der nachstehenden Tabelle vorgenommen, die erhebl iche Untei
schiede zwischen den einzelnen Ländern aufweist :
Tabelle 3.3 Sozia lschutzbar- und Sachleistungen in Prozent des BIP
EWG B DK D_ £ GR IIRL _I L NL GB
Barleis tungen
1987 18,0 20,7 15,4 18,4 18,9 n/a 15,2 18,2 19,4 25,1 15,5
1982 18,0 22,8 18,1 18,5 18,4 n/a 14,6 17,8 20,2 25,4 15,6
Sach le i stungen
1987 7,5 6,0 10,4 9,1 8,9 n/a 7,4 5,3 6,7 6,1 6,4
1982 8,0 6,1 11,5 9,7 8,6 n/a 8,3 6,4 6,4 6,6 7,1
Die Tabelle z e i g t , daß ein Rückgang nur für die Sachleistungen in der
EWG p r o j i z i e r t i s t . Frankreich, I t a l i e n und I r land erwarten einen le ichten
Anstieg des Ante i ls am BIP für Bar le is tungen, andere Länder, insbesonere Belgien
und Dänemark, einen Rückgang. Der Rückgang des Antei ls für Sachleistungen i s t
besonders ausgeprägt in Dänemark, I r l an d , I t a l i e n und dem Vereinigten
Königreich.
3.3 Die Funktionen der Sozia lschütz le is tungen - Überblick
Die Aufteilung der Leistungen in get rennte "Funktionen" oder "Risiken"
(wie es im Versicherungswesen heiß t) beruht auf e iner vergle ichbaren Methodik,
die a l s Grundlage für d ie e i n z e l s t a a t l i c h e n S t a t i s t i k e n und P r o j e k t i l e n d ient .
Hierbei kann zwischen folgenden Hauptrubriken unterschieden werden:
Gesundheit
A I te r /H in te rb l i ebene
Mutterschaf t/Famil ie
Beschäftigung (e insch l . Arbeitsförderung und
A rbe i t s lo s igke i t
Wohnung
Verschiedenes
a. S truktur
Nachstehendes Schaubild ze ig t den r e l a t iv en Anteil d iese r Funktionen an
der Summe der Sozia lschu tz le is tungen :
(1) Siehe Anhang D zur Def in i t ion der Funktionen.
Schaubild 3.1 : Soz ia lschu tz le i s tungen nach wicht igs ten Funktionen ( in /·)
1987
Gesundheit
A l te r /
Hinterb liebene
Mutte rschaf t /
Fami l i e
EWG
Beschäftigung v -\Qf
Verschiedenes
(e in sch l .
Wohnung)
B DK P GR IRL NL UK
33,2
38,7
8 ,7 '
\ I 7 , 4
x :
32,7
36,8
10,2
K
6,6
40,3
43,1
/
40,8
48 ,C
7,
43,7
/
43,7
8,1
42,1
32,0
10,1
\ \
12,6
\ \
50,3
/
42,3
11,3
X \
11,2
\ . \ ...
Co3 Lo,4 '-3,2 Jul
1982
Gesundheit
A l te r /
Hinte rbliebene
EWG
M utte rschaf t /
Fami l i e
Beschäftigung
Verschiedenes
( e i n s c h l .
Wohnung)
9 ,9
4,0
B DK GR IRL NL UK
32,·'
T
38, 5
/
/ /
11,
15,
\
32,
/
34,
/
10,5
5 , i ·
3 9 ,6
7—
I/ /
/
42,6
7,6
Ex t
33,2
40,6
18,8
11,6
/
69,7
/
■ M
6,4
37,9
32,2
12,1
12.8
5,0
44,4 43,1
44,8
/
9,3
• 2,1
45,6
/ /
51,7
/
8,7
0,9
3 u T l ]
29,8
42,0
\11,1
5,3
I9
Wie die Tabellen z e i g t , sind die beiden Funktionen "Gesundheit" und
"Alter" die umfangreichsten Funktionen der Sozia lschutz le is tungen; auf sie
e n t f a l l e n je nach Land zwischen zwei D r i t t e l und v ie r Fünftel er Gesamtmittel .
Bei einem Vergleich der Projektionen für 1987 mit 1982 i s t für die EWG
a ls Ganzes ein Anstieg des Anteils der Leistungen für "Alter" und
"Beschäftigung" und ein Rückgang des Antei ls der Leistungen für "Mutterschaf t/
Familie" f e s t z u s t e l l e n . In einigen Ländern haben sich die Anteile der einzelnen
Funktionen zwischen den beiden Bezugsjahren s ta rk verändert : bei den Leistungen
für "Gesundheit" in I r l an d , I t a l i e n und in den Niederlanden, für "Alter" in
Dänemark, I t a l i e n und in Griechenland, für "Mutterschaf t/Familie" in Belgien
(Rückgang) un in den Niederlanden (Anst ieg), für "Beschäftigung" in Belgien,
I r land und in den Niederlanden (Anstieg) und in Dänemark (Rückgang).
b. Tendenzen
Das folgende Schaubild g ib t die vorauss ich t l ichen Tendenzen deut l icher
wieder; es wurde nämlich versucht, die Veränderungen i n f l a t i o n s b e r e in i g t , d.h.
un ter Verwendung konstanter Pre ise und Zugrundelegung des Verbraucherpreis
indexes, aufzuzeigen. Hierbei i s t zu berücks ichtigen , daß Funktionen mit r e l a t i v
kleinem Anteil durch p o l i t i s c h e und rech t l i che Änderungen weitaus s tärker
bee inf luß t werden können a l s Maßnahmen, an denen sehr v ie l mehr ausgebildetes
Personal und andere Ressourcen b e t e i l i g t sind.
Der Vor te i l d ie se r Darstellung i s t , daß s ie nicht nur einen Vergleich
zwischen den Ländern ermöglicht, sondern auch für ein und dasselbe Land die
un te rsch ied l ichen Veränderungen zwischen den wicht igs ten Funktionen au fze ig t .
Mit Zunahme wird bei der Funktion "Gesundheit", mit einer geringfügig
größeren Zunahme bei der Funktion "Alter" und mit der größten Zunahme bei der
Funktion "Beschäftigung" gerechnet (mit Ausnahme Dänemarks). In den meisten
Ländern (mit Ausnahme I r l a n d s , der Niederlande und des Vereinigten Königreiches)
wird e in Rückgang der Funktion "Mutterschaft/Fami l i e " e rwar te t .
Schaubild 3.2 : Wichtigste Funktionen der Soz ia l le is tungen
--------------------- d u r c h sch n i t t l i ch e j ä h r l i c h e Veränderung in Prozent
( in f l a t i o n s b e r e i n i g t )
EWG
Gesundheit 1,0
Alter und
Hinterbl iebènè
Mutte rschaf t / -0 ,9
Fami l i e
B DK D F GR IRL I L NL
0,7 0.2 rOTT
r ^ 1 L _ _
2,4
0,3 1,5 0,4
□
3,2
-5 ,0 -0 ,3 -3,1 -0 ,3
UZZI
1 1
■1,1 , 0,3. 1,3 - 1,2
2,3 3,6
3
2,7 1,1 "1,7 3,5
B e s c h ä f t i
gung
2,4 3,0 -4,1 -1 ,2 2,5 7,8 2,5 10,7 3,5
3.4 Gesundheit
a. Die e r faß ten Risiken
Diese Hauptfunktion i s t in drei Leistungsgruppen u n t e r t e i l t :
Krankheit
Inval id i tat /Erwerbsunfähigkei t
A rbe i t sunfä l le und Berufskrankheiten.
(weitere Def init ionen sind Anhang D zu entnehmen).
Schaubild 3.1 in Kapitel 3.3 weist einen geringfügigen Rückgang des
Antei ls der Gesundheitsleistungen an den Gesamtleistungen von 35,6% (im Jahre
1982) auf 35,5% (im Jahre 1987) aus. Es dür f te jedoch r e l a t i v schwierig sein ,
die Ausgaben für I n v a l i d i t ä t oder Erwerbsunfähigkeit besser unter Kontrolle zu
bekommen, und auch Änderungen bei der wichtigeren Funktion "Krankheit" dürften
wohl nur allmählich zu e r re ichen se in , von eventuellen Epidemien ganz abgesehen.
Tabelle 3.4 Gesundhei ts le is tungen: Anteil der einzelnen Funktionen in Prozent
(T987)
EWG
%
B
%
DK
%
D
%
F
%
GR
%
IRL
%
I
%
L
%
NL
%
GB
%
Krankheit 69,6 65,0 65,3 67,0 75,3 63,3 78,3 48,1 56,9 55,6 66,1
I n v a l i d i t ä t /
Erwerbsunfähigkei t 24,3 28,1 32,6 25,0 16,3 26,5 20,0 44,4 33,9 44,4 31,1
A rbe i t sunfä l le und
Berufskrankheiten 6,2 6,9 2,1 8,0 8,4 10,2 1,7 7,5 9,2 2,8
100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
Die Tabelle z e i g t , daß in den Niederlanden und I t a l i e n der größere
Anteil der Gesundheitsleis tungen für die Funktion I n v a l id i t ä t aufgewendet wird.
In der Bundesrepublik Deutschland, in Frankreich, in Griechenland und in
Luxemburg wird r e l a t i v mehr für Arbe i t sunfä l le und Berufskrankheiten ausgegeben
a l s in den anderen Ländern.
b. Bar- un Sachleistungen
Bei den Gesundheitsleis tungen i s t ein erhebl icher Unterschied zwischen
den Barleis tungen und den Sachleistungen f e s t z u s t e l l e n . Nahezu 2/3 der Gesund
h e i t s le i s tu n g en sind Sachleis tungen, d .h. die Leistungen im Krankhei t s fa l l
werden überwiegend a l s Sachleistungen e rb rach t , wahrend bei Inva l id i ta t /E rw erbs-
unfähigkeit sowie A rbe i t sun fä l le und Berufskrankheiten die umgekehrte S ituation
he r r sch t und über 3/4 der Ausgaben für Barleis tungen aufgewendet werden.
2.1
Tabelle 3.5 Gesundhei t s l e i s tu n g e n nach Bar- und Sachleistungen:
prozen tue l le Vertei lung in der EWG, 1987
Bar lei stungen Sachleistungen Insgesamt
Krankheit 18,8 81,2 100
I n v a l i d i t ä t /
Erwerbsunfähigkeit 74,5 25,5 100
A rbei t sunfä l le und
Berufskrankheiten 74,0 26,0 100
Gesundhei t s l e i stungen
Insgesamt 35,5 64,5 100
c . Beträge je Person
Ein Vergleich der Beträge je Person für die verschiedenen Funktionen
kann Anhaltspunkte über den r e l a t iv en Versicherungsschutz l i e f e r n , der von der
soz ia len Sicherung und der Gesundheitsvorsorge geboten wird. Für einen wei te r
reichenden Vergleich müßten Aspekte wie z.B. d ie Anspruchsberechtigung, die
Leistungsdauer usw. miteinander vergl ichen werden, die für die allgemeinen
Systeme der sozia len S icherhei t in der Veröffentl ichung der Kommission
"Vergleichende Dars te llung der Systeme der. .sozia Le S icherhei t in den Mitgl ied
s taa ten der Europäischen Gemeinschaften" vor l iegen . Die Vergleiche sind in
laufenden Preisen für das jewei l ige Jahr .
d. Krankheit
Für die Barleis tungen bei Krankheit wurde der kau fk ra f tb e re in ig te
Gesamtbetrag der Leistung der Bevölkerung im Alter von 20-59 Jahren a ls ein
Indika tor der je Person erha l tenen Beträge gegenüberges te l l t . Eine entsprechende
Gegenüberstellung wurde für die Sachleistungen bei Krankheit im Vergleich zur
Gesamtbevölkesung vorgenommen. Diese Indikatoren weisen für die verschiedenen
Länder große Unterschiede auf: so scheint be isp ie lsw eise Frankreich bei den
Barleis tungen mit d ie n ie d r ig s ten Beträge, aber bei den Sachleistungen 1987 den
höchsten Betrag zu zahlen. Die Bundesrepublik Deutschland und die Niederlande
zahlen im Durchschnitt sehr v ie l höhere Bar le is tungen bei Krankheit a ls die
anderen Länder.
(1) Wird a l l e zwei Jahre v e r ö f f e n t l i c h t . Die jüngste Ausgabe bezieht sich auf
den Stand am 1. Ju l i 1984.
Tabelle 3.6 Leistungen bei Krankheit je Person (EWG = 100%)
Barleistungen EWG B DK D F GR IRL I L NL GB
1987 100 103 100 155 63 n/a 104 60 - 166 91
Sachleistungen
1987 100 87 102 118 143 n/a 56 82 - 90 65
e. Inva l id i tä t /E rw erbsunfäh igke i t
Der K aufkraf tbe re in ig te Leis tungsbetrag wurde der Bevölkerung im Alter
von 20-59 Jahren gegenüberges te l l t , a l l e rd ings nicht in I t a l i e n , wo solche
Leistungen nach Erreichen der Altersgrenze zahlbar ble iben. Wie bei dem
Leistungen bei Krankheit ergeben sich von Land zu Land erhebl iche Unterschiede,
wobei die Niederlande und Luxemburg, in einem geringeren Maße auch I t a l i e n , hohe
Barle is tungen zahlen.
Tabelle 3.7 Leistungen bei Inva l id i tä t /E rw erbsunfäh igke i t je Person
(EWG = 100 %)
( 2)Barleistungen EWG £ DK £ _F GR I_RL £ L NL GB
1987 100 82 108 79 59 n/a 25 194 - 193 57
Sachleistungen
1987 100 121 107 94 91 n/a 93 71 - 100 138
3.5 Atte r und Hinterb liebene
a. Die e r faß ten Risiken
Die beiden get rennten Funktionen "Alter" und "Hinterbliebene™ Muirdteirn
kombiniert , da in bestimmten Ländern zu den Hinterbliebenen n ich t nur "junge™
Witwen, sondern auch Kriegshin terb l iebene zählen, die g roßen te i l s das morinale
Rentenal te r ü b e r sch r i t t en haben. Die Differenz i s t aus der nachstehenden Tabel le
e r s i c h t l i c h :
(1) Die Kaufkraf tbereinigung beruht auf den neuesten verfügbaren S t a t i s t i k e n
(1984).
(2) Wegen der großen Zahl von "Grenzgängern", die von dem System abgedeckt
werden, aber im Ausland wohnen, wurde auf die Angaben für Luxemburg
v e r z i c h t e t .
Tabelle 3.8 Komponenten der Funktion Alter und Hinterbl iebene 1987 (in %)
EWG
%
B
%
DK D
% %
Alter 80,2 69,4 99,7 67,1
Hinterbl iebene 19,8 30,6 0,3 32,9
INSGESAMT 100 100 100 100
F GR IRL I L NL GB
% % % % % % %
83,1 93,5 77,2 77,4 62,3 88,8 95,9
16,9 6,5 22,8 22,6 37,7 11,2 4,1
100 100 100 100 100 100 100
b. Bar- und Sachleistungen
Nur in Dänemark machen die Sachleistungen mehr a l s 10% der Gesamtleis
tungen aus, nämlich 27% im Jahre 1982 und vorauss ich t l ich 28,5% im Jahre 1987
(hauptsächlich Betreuung im Rahmen der Soz ia la rbe i t und der Heimunterbringung).
c . Beträge je Person
Bei einem Vergleich der Beträge je Person i s t d iese lbe Vorsicht
geboten, auf die b e r e i t s im vorangegangenen Abschnitt bet reffend die Gesund
he i t s le i s tu n g en verwiesen wurde.
Die hie r behandelten Beträge sind die Summe der Leistungen der
Funktionen Atter und Hinterb liebene und werden mit der (^vö lkerung verg l ichen ,
d ie das ge se tz l i ch f e s tg e s e t z t e Rentenal ter e r r e i c h t hat
Die nachstehende Tabelle ze ig t erhebl iche Unterschiede zwischen den
einzelnen Landern, die jedoch wesentl ich weniger ausgeprägt sind a ls bei den
Barleis tungen der Funktionen Krankheit und I n v a l i d i t ä t . Dem Anschein nach sind
die A t te r s le is tungen in Dänemark, Frankreich, Griechenland und den Niederlanden
weitaus höher a ls in den übrigen Ländern, in Belgien, I r l an d , I t a l i e n und im
Vereinigten Königreich hingegen wesentl ich n ied r ige r ( i r i s c h e Zahlen a l l e rd ings
ohne b e t r i e b l i c h e A l te r s ren ten ) . Ein w e i te re r Bericht i s t in Vorbereitung, der
für ausgewählte Haushaltstypen die net to verfügbaren A l te rs ren ten mit den
vorherigen Net toverdiens ten v e r g l e i c h t .
Tabelle 3.9 Alter und Hinte rb liebene - Leistungen je Person (EMG = 100 %)
EWG B DK D F GR IRL I L NL GB
1987(3} 100 85 124 103 125 123 81 88 - 126 86
3.6 M u t te r sch a f t /Famil i e
(1) Nach Maßgabe der "Vergleichende Darste llung der Systeme der sozia len
S icherhei t in den Mitg l ieds taa ten der Europäischen Gemeinschaft",
13. Auflage; siehe Anhang E.
(2) Siehe Anmerkung 2 zu Tabelle 3 .6 .
(3) Siehe Anmerkung 1 zu Tabelle 3 .6 .
a. Die er faß ten Risiken
Mutterschaft Leistungen umfassen sowohl Bar- a l s auch Sachleis tungen,
obwohl eingewandt werden könnte, daß l e t z t e r e besser unter Leistungen im Rahmen
der Gesundheitsversorgung (wie z.B. in I t a l i e n ) eingeordnet werden können.
Hauptbestandteil der Familienleistungen i s t in den meisten Ländern das Kinder
ge ld , ausgenommen I t a l i e n , wo Leistungen auch für die Ehefrau, un te rha l t sberech
t i g t e El tern und Großeltern gewährt werden.
i
Oie nachstehende Tabelle veranschaul icht den re l a t iven Anteil der
Leistungen bei Mutterschaft im Vergleich zu den Familienleistungen für das Jahr
1987.
Tabelle 3.10 Mut t e r s c h a f t s- und Familien l e i s t ungen: 1987 in %
NL GB
% %
EWG
%
B
%
DK
%
D
%
F
%
GR
%
IRL
%
I
%
L
%
Mutterschaft
Famil i e
12,7
87,3
4,9
95,1
16,2
83,8
15,3
84,7
15,6
84,4
15,6
84,4
18,7
81,3
9,5
90,5
20,0
80,0
INSGESAMT 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Landern können entweder durch
die unte rschiedl ichen Geburtenzif fe rn bzw. den unterschiedl ichen Betrag der
Barleistungen bei Mutterschaft oder die un te rsch ied l iche Höhe des Kindergelds
e r k l ä r t werden, wie d ies im folgenden näher unte rsucht wird.
b. Bar- und Sachleistungen
Bei den Mutterschafts le is tungen können drei Systeme aufgezeigt werden:
in e iner Gruppe von Ländern überwiegen Barleis tungen (DK, D, F, I , L), in einer
anderen Gruppe g i l t d ies für die Sachleistungen (IRL, B, GB), während in den
Niederlanden beide Le is tungsar ten ausgewogen v e r t e i l t sind.
Tabelle 3.11 Bar- und Sachleistungen bei Mut te rschaft : 1987 in %
EWG B DK D
% % % %
Barle is tungen 53,0 35,9 84,4 63,6
Sachleistungen 47,0 64,1 15,6 36,4
INSGESAMT 100 100 100 100
F
%
GR
%
IRL
%
I
%
L
%
NL
%
GB
%
57,8 n/a 19,3 100 75,6 50 25,8
42,2 n/a 80,7 0 24,4 50 74,2
100 100 100 100 100 100 100
Außer in Dänemark und I t a l i e n handelt es sich bei den Fami l i e n i e i s tu n
gen hauptsächlich um Barle is tungen.
Tabelle 3.12 Bar- un Sachleistungen der Funktion Familie: 1987 in %
EWG B DK D F GR IRL I L NL GB
~%~ % T % % ~% % % % % %
Barleis tungen 82,7 94,1 22,3 87,8 83,8 n/a 97,3 61,3 85,7 95,5 76,4
Sachleistungen 17,3 5,9 77,7 12,2 16,2 n/a 2,7 38,7 14,3 4,5 23,6
INSGESAMT 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
c ■ Beträge je Person
Die nachstehenden Vergleiche beruhen auf der Zahl der Kinder bis 19
Jahre.
Tabelle 3.13 Familie (EWG = 100 %)
EWG B DK D F GR IRL I L NL GB
Bar- und
Sachleistungen
1987 100 111 135 93 125 16 55 82 - 129 106
Die sehr n iedr ige Werte für Griechenland stehen in starkem Gegensatz zu
denen für Dänemark, Frankreich und die Niederlande. Würden bei diesem Vergleich
s teu e r l i ch e Vergünstigungen b e rü ck s ic h t ig t , st iegen die Angaben für bestimmte
Länder weiter : für Frankreich beisp ie lsweise lägen die Leistungen um ein Vier te l
höher (und somit weit über dem Gemeinschaf tsdurchschni tt) .
3.7 Beschäftigung
a. Die erfaß ten Risiken
Diese Funktion s e tz t sich fa s t aussch l ieß l ich aus Aufwendungen für
Barleistungen zugunsten der Arbei ts losen zusammen (e in sch l ieß l ich der Sozia l
h i l f e ) . Ausnahmen sind led ig l ich die Bundesrepublik Deutschland und I r lan d , die
rund ein Fünftel der Leistungen der Funktion "Beschäftigung" für die
Arbeitsförderungsmaßnahmen und die Berufsberatung aufwenden, und in geringerem
Maß auch Belgien und das Vereinigte Königreich, die h ie r fü r knapp ein Fünftel
der Gesamtausgaben aufwenden. Einige Länder machten keine Angaben über die
Förderung der Beschäftigung.
Tabelle 3.14 Leistungen der Funktion Beschäftigung: Komponenten (1987)
EWG B
Förderung der
Beschäftigung 10,0 16,3
Arbeit s-
lo s igke i t 90,0 83,7
INSGESAMT 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
(1) Siehe Anmerkung 2 zu Tabelle 3.6 .
(2) Folgt man der na t ionalen dänischen K la s s i f i z i e ru n g , werden rund 20% der
gesamten Leistungen der Funktion Beschäftigung a l s Förderung der
Beschäftigung angesehen.
DK F GR IRL I L NL GB
5 ,0 (2) 20,9 4,2 - 20,8 3,1 4,0 - 17,4
95,0 79,1 95,8 100 79,2 96,9 96,0 100 82,6
b . B a r - und S a c h l e i s t u n g e n
Bei den Leistungen, die unter diesen Rubriken aufgeführt s ind , handelt
es s ich f a s t aussch l ieß l ich um Barleis tungen.
c · Beträge je Person
Angesichts der Unterschiede zwischen den Ländern in der Def in i t ion der
r e g i s t r i e r t e n Arbeit s losen , i s t die Gefahr groß, mit e iner Analyse der Betrage
je Person sehr mißvers tändl iche Vergleiche zu ziehen. Der Versuch wurde daher
nicht unternommen, zumal auch die Arbeiten des S t a t i s t i s c h e n Amtes noch nicht
abgeschlossen s ind , die versuchen, die Zahl der Leistungsempfänger mit der
r e g i s t r i e r t e n Arbeit slosen zu vergleichen.
3.8 Steuer l iche Leistungen
Um vergleichbare Daten für die einzelnen Länder der Gemeinschaft zu
e rh a l ten , muß man die verschiedenen Arten der Gewährung von S o z ia l sch u tz le i s tu n -
gen an die Begünstigten berücks icht igen . Vorstehend wurde b e r e i t s auf Bai und
Sachleistungen des sozia len Schutzes eingegangen ( e in sch l ieß l ich sons t iger
Leistungen in Form von Gütern und D iens t le is tungen , die besoners wicht ig s ind,
wenn man einen hieb- und s t i c h f e s t e n Vergleich a n s t r e b t , namentlich zwischen
Ländern mit einem s ta a t l i c h e n Gesundheitsdienst und solchen, in denen die
Verbraucher d ie Kosten zunächst s e lb s t tragen und e r s t späte r zu rü c k e r s t a t t e t
bekommen). Als Barleis tungen ge l ten nur d i rek t gezahlte Leistungen, aber das
Nettoeinkommen e iner s t e u e rp f l i c h t ig e n Person kann auch durch " s t e u e r l i c h e
Leistungen s te ig en , indem diese Person weniger Steuern zahlen muß. Da dies für
den Staat eher entgangene Einnahmen a l s zusä tz l i che Ausgaben s ind , tauchen
solche Leistungen in den Einnahmen- und Ausgabenstat is t iken nicht auf . Deshalb
muß eine besondere Rubrik geschaffen werden, bei der solche Möglichkeiten zur
Erhöhung des verfügbaren Einkommens bestimmter Personen oder Haushalte aus
so z ia lp o l i t i s c h e n Gründen e r faß t werden können.
Es i s t jedoch schwierig , eine genaue Vorste llung darüber zu e r h a l t e n ,
um welche Betrage es h ie r geht , und es wird d i s k u t i e r t , welches die r i ch t igen
Annahmen zur Schätzung der ind iv idue l len s teue r l ichen Leistungen s ind , und ob
man mit diesen Beträgen das Gesamtbild vervol ls tändigen muß. Einige Länder legen
b e r e i t s s e i t v ie len Jahren Schätzungen (e in sch l i eß l i ch der Gesamtbeträge) vor ,
während andere sich noch nicht in der Lage sehen, irgendwelche Angaben zu
machen. Weitere Untersuchungen in diesem: Bereich wären s icher nü tz l ich und
werden vom S ta t i s t i s c h e n Amt der Europäischen Gemeinschaften zur Zeit auch
durchgeführ t .
Dieser Bericht kann nur sehr unvoll s tändige Hinweise auf die Beträge
geben, um die es h ie r geht bzw. v o rau s s ich t l i c h gehen wird. Belgien, Dänemark,
Griechenland, Luxemburg und die Niederlande machten hierzu ke iner le i Angaben;
das Vere in igte Königreich, I t a l i e n , d ie Bundesrepublik Deutschland und I r land
sowohl Gesamtzahlen a l s auch Einzelangaben. Das Vereinig te Königreich und
I t a l i e n waren n icht in der Lage, entsprechend den Schätzungen fü r 1982 auch
Projekt ionen fü r 1987 m i tzu te i l en .
Die v o r l i e g e n d e n D a te n s i n d n ach s teh en d ! aufg e f ü h r t , s o l l t e n a b e r n u r
a l s A n n ä h e r u n g s w e r t d e r m u tm a ß l ic h e n B e t r ä g e b e t r a c h t e t w e rd en . T ro tzdem s o l l t e
man s ich bemühen, b e i a l l e n L ä n d e r v e r g l e i c h e n d e r F u n k t i o n ^ " F a m i l i e " d i e
s t e u e r l i c h e n L e i s t u n g e n zu b e r ü c k s i c h t i g e n ; d i e s d ü r f t e auch f ü r d i e F u n k t i o n
"Wohnung" g e l t e n .
Tabelle 3.15 Anteil der s teue r l ichen Leistungen an den gesamten Sozia lschutz
le is tungen jeder Funktion in %
Land 1987 1982
Bundesrepublik Deutschland
Gesundheit 0,8 0,8
Krankheit 0,1 0,1
I n v a l i d i t ä t 3,0 3,0
Alter 1^6 1,6
Familie 8,5 9,5
Förderung der Beschäftigung 13,8 21,9
Wohnung 20,5 24,6
Sozia lschutz le is tungen INSGESAMT 3,0 3,2
Frankreich
Familie 26,3 23,5
I r land
Krankheit 3,7 0,8
Alter 5,5 4,2
Familie 18,7 23,9
A rb e i t s lo s ig k e i t 4,5 0,9
Wohnung 37,7 25,5
Sozia lschutz le is tungen INSGESAMT 8,0 5,4
I t a l i en
Gesundheit n . a . 2,0
Krankheit n . a . 0,4
I n v a l i d i t ä t n .a . 1,7
Berufsunfä lle n .a . 22,1
Mutterschaft und Familie n .a . 35,0
Sozia lschütz le is tungen INSGESAMT n .a . 3,7
Verein igtes Königreich
Gesundheit n . a . 2,3
Krankheit n .a . 1,7
I n v a l i d i t ä t n .a . 2,9
Berufsunfä l le und -krankheiten n .a . 10,0
Alter n .a . 7,1
Hinterb liebene n . a . 2,4
Mutterschaft n -a ·
Familie n .a . 15,1
Förderung der Beschäftigung n .a . 3,5
A rb e i t s lo s ig k e i t n .a . 6,5
Wohnung n .a . ^2,2
Sozia lschu tz le is tungen INSGESAMT n .a . 6,9
(1) Die Steuervergünstigungen für Zinsen auf Darlehen zum Kauf se lbs tgenutz ten
Wohneigentums be l ie fen sich im Haushal ts jahr 1982/83 auf etwa £ 2,15 Mrd.
gegenüber £ 2,74 Mrd. an Leistungen für die Funktion Wohnung.
3.9 Vermögenswirksame Transaktionen
Berechnungschwierigkeiten scheinen auch die meisten Länder davon
abgehalten zu haben, Angaben zu den vermögenswirksamen Transaktionen vorzulegen
- a l l e rd in g s sind s ie auch gebeten worden, keine Angaben m i tzu te i len , wenn die
be t reffenden Beträge weniger a l s 1% der Gesamtausgaben ausmachen. Ursprünglich
ha t te man e rw ar te t , daß Länder mit einem s ta a t l i c h e n Gesundheitsdienst unter
d ieser Rubrik größere Beträge verbuchen würden, zum Beisp iel in Zusammenhang mit
dem Bau von Krankenhäusern oder anderen S o z ia l in f ra s t ruk tu re in r i ch tungen . In den
meisten anderen Ländern, in denen die vom Verbraucher getragenen Kosten oder
"Pre ise" e r s t a t t e t werden, decken diese Preise a l l e bei der Gesundheitsversoi—
gung anfal lenden Kosten, d .h . sowohl d ie laufenden a l s auch die Anlagekosten. Es
i s t denkbar, daß die d e rze i t e r fo rd e r l i c h e Einschränkung der Gesundheitsausgaben
zu einer starken Senkung der Inves t i t ionen geführt ha t , aber es i s t auch
möglich, daß die se Rubrik, die ebenfa l l s vor vergleichsweise kurzer Zeit
e ingeführ t wurde, noch n ich t in a l l en Ländern voll d e f i n i e r t i s t .
Wie b e r e i t s bei den s teue r l ichen Leistungen sind die verfügbaren Daten
nachstehend zusammengefaßt:
Tabelle 3.16 Anteil der vermögenswirksamen Transaktionen an den laufenden
Transaktionen in %
Land 1987 1982
Bundesrepublik Deutschland - 1,8
I r land 1,3 1,5
I t a l i e n 1,4 1,2
In dem le t z t en Bericht (Projektionen für 1986 und S t a t i s t i k e n fü r 1981)
ha t te auch das Vereinig te Königreich Schätzungen vorgelegt.
Die obigen Zahlen für I r l and s t e l l e n die Beträge dar , die für Kranken
hausbau und Entwicklungsprogramme aufgewendet werden. Die für d ie Bundesrepublik
Deutschland können wie fo lg t aufgespal ten werden:
Mio DM
Gesundheitswesen 6 180
Soziale Sicherung 2 550
davon:
Krankheit , Mutterschutz 330
A l te r , I n v a l i d i t ä t , Hinterb liebene 360
A rb e i t s lo s ig k e i t 370
Familie
Sonstiges 1 490
Gesamt 8 730
A N H A N G A
DETAILLIERTE TABELLEN
Tabelle A-1: Einnahmen - 1982 (Mrd. nationaler Waehrung)
EWG B DK D F GR IRL I L NL UK
(ECU) (1000 Mrd)
ART
1. Sozialbeitraege 459.11 704.9 18.04 339.6 787.7 247.2 1.10 88.5 326.53 95.7 37.13
1.1. Arbeitgeber 297.14 483.6 14.20 193.6 549.1 122.9 0.73 69.6
15.67 47.5 24.46
1.1.1. Tatsaechliche 214.76 1) 375.6 5.33 123.8 448.8 0.48 47.5 11.76 41.0 17.54
1.1.2. Unterstellte 80.46 1) 108.0 8.87 69.8 100.3 0.25 22.1 3.91 6.4 6.91 ’
1.2. Geschuetzte Personen 161.97 221.3 3.84 146.0 238.6 124.3 0.37 18.9 10.85
48.2 12.67 iI
1.2.1. Arbeitnehmer 123.78 2) 168.5 3.84 107.5 188.0 13.3 9.38 35.3 11.95
i
I
i
1.2.2. Selbstaendige 17.64 2) 46.2 - 5.2 )
) 50.6
)
5.6 1.34 3.7 0.48
1.2.3. Rentner, Pen- 18.12 2) 6.6 - 33.3 - 0.14 9.2 0.25
2. Staatliche Zuweisungen 208.97 428.2 127.55 116.7 201.7 205.6 2.00 34.8 15.47
29.0 33.34 !
3. Sonstige Einnahmen 36.82 52.8 8.33 17.2 33.3 30.2 0.04 3.1
4.39 18.9 6.72 !
4. Gesamteinnahmen 704.83 1185.9 153.92 473.6 1022.7 483.0 3.15 126.4
46.39 143.5 77.19
HERKUNFTSSEKTOREN
1. Unternehmen 232.22 1) 397.7 4.83 165.2 419.0 0.45 37.8 12.92
46.1 22.92 :
2. Staat 279.13 1) 539.2 143.35 153.5 328.4 2.28 49.7 22.08 ·
47.9 41.55
2.1. Zentralstaat 230.06 1) 489.0 82.68 120.9 285.8 2.16 43.2 19.91 39.3
34.98 !
2.2. Lokale Gebietskoerper
schäften
2.3. Sozialversicherung
45.55 1)
3.47 1)
47.3
2.9
51.73
8.94
31.5
1.2
35.5
7.1
0.12
0
5.9
0.6
1.86
0.31
8.2
0.4
6.46
0.11 i
____________i
3. Private Haushalte 180.60 1) 244.7 3.84 152.4 252.9 0.37 38.4 11.21 48.8
12.73
4. Sonstige Sektoren 5.55 1) 4.3 1.90 2.4 22.4 0.05 0.5 0.17 0.8 -
5. Gesamteinnahmen 704.83 1185.9 153.92 473.5 1022.7 483.0 3.15 126.4 46.39
143.5 77.19
1) Ohne Griechenland 2) Ohne Irland und Griechenland
Tabelle A-2: Einnahmen 1987 (Mrd. nat. Waehrung)
!
EWG
(ECU)
B DK D r GR IRL I
(1000 Mrd)
L NL UK
ART
1. SoziaIbei traege 656.06 943. 7 32 01 413 4 1204 5 630.0 1 75 188.1 37 68 110 1 51
24
- I
1.1. Arbeitgeber 426.45 639 5 23 13 238 4 819 6 300.0 1 12 147.4 21 28 51 6 33 10
1.1.1. Tatsaechliche 313.85 1) 497 8 12 43 155 6 675 4 0 75 105.5 15 82 44 8 24 23
1.1.2. Unterstellte 109.72 1) 141 7 10 70 82 8 144 2 0 37 42.0 5 46 6 7 8 87
-----------1
1.2. Geschuetzte Personen 229.65 304 2 8 87 175 0 384 9 330.0 0 62 40.7 16 41 58 6
18 15
1.2.1. Arbeitnehmer 174.25 3) 239 1 8 87 130 9 305 6 25.9
14 20 42 0 17 06
1.2.2. Selbstaendige
1.2.3. Rentner, Pen-
sionaere u. sonstige
29.00
22.41
»
3)
56
8
4
7 -
6
38
2
0
)
) 79
)
3
14.8 2
0
01
20
5
11
1
5
0
0
76
33
2. Staatliche Zuweisungen 276.51 609 9 155 97 124 1 297 6 660.0 3 19 62.2 22 79 33 4 44 77
3. Sonstige Einnahmen 50.22 44 9 19 90 18 7 46 2 40.0 0 04 4.1 4 23 30 7 9 18
4. Gesamteinnahmen 982.83 1598 5 207 88 556 3 1548 3 1330.0 4 98 254.5 64 70 174 3 105 19
HERKUNFTSSEKTOREN
1. Unternehmen 328.74 1) 519 2 8 61 203 5 626 8 0 70 81.7 17 65 56 8 30 88
2. Staat 373.52 1) 751 5 185 20 167 5 485 6 3 60 91.0 30 04 57 6 56
06
2.1. Zentralstaat 251.44 2) 683 0 97 71 125 0 418 2 3 42 27 86 46 1 47 46
2.2. Lokale Gebiets-
koerperschaften
2.3. Sozialversicherung
55.98
5.23
2)
2)
66
2
2
3
66
20
70
78
41
1
1
.4
56
10
9
5
0
0
18 1
0
98
20
11
0
0
5
8
0
45
14
3. Private Haushalte 260.91 1) 324 5 8 87 182 5 407 4 0 62 81.0 16 93 58 8 18. 26
4. Sonstige Sektoren 7.11 1) 3 3 5 20 2 7 28 5 0 05 0.7 0 08 1 1 -
5. Gesamteinnahmen 982.83 1598
i_____
.5 207 88 556 3 1548 3 1330.0 4 98 254.5 64 70 174 3 105 19 |
1) Ohne Griechenland 2) Ohne Italien und Griechenland 3) Ohne Irland und Griechenland
Tabelle A - 3 : SOZIALSCHÜTZAUSGABEN ( i ) - 1982 (Mrd. nat . Währung)
EWG B DK D F GR IRL I L NL UK
(ECU) (1000 Mrd)
I. LAUFENDE TRANSAKTIONEN 669.1 1174.0 141.73 467.6 1015 6 479.4 3.099 121,4 44 4 66.86
A. Sozialschutzleistungen 639.5 1113.6 138.08 451.2 963 7 454.3 2.965 113.9 40 9 117.9 64.24
1. Gesundheit 235-3 364.5 45.20 178.7 321 3 85.5 1 .126 50.5 17 6 53.9 19.12
1.1 . Krankheit 154.6 232.6 33.21 119.8 237 6 47.6 0 .9 1 6 26.5 9 7 31.5 13.07
1.2. Invalidität-Gebrechen 66.0 100.7 11.09 44.6 54 2 27.7 0.195 21.6 6 2 22.4 5.42
1.3. Arbeitsunfall-Berufskrankh. 15.0 31 .3 0.90 14.3 29 5 10.2 0.015 2.4 1 7 - 0.63
2. Alter 210.8 292.9 46.92 129.6 325 1 291.5 0.751 38.8 11 4 32.1 25.75
3. Hinterbliebene 53.5 135.7 0.61 62.5 66 2 24.8 0.205 11.6 7 0 5.3 1.21
4. Mutterschaft/Fami l ie 61 .4 120.4 14.51 34.4 111 6 13.8 0.359 9.0 3 7 10.2 7.60
4.1 . Mutterschaft 7.6 3.3 1.64 4.2 18 6 2.0 0.076 0.9 0 6 0.4 0.92
4.2 . Familie 53.9 117.1 12.86 30.2 93 0 11.8 0.283 8.1 3 1 9.8 6.68
5. Beschäftigung 56.1 171.6 23.38 32.6 93 3 9.7 0.379 3.8 1 0 12.8 7.15
5.1 . Arbeitsvermitt lung/Berufs-
beratung/Mobilität
5.4 20.4 1.05 5.5 3 7 - 0.034 0.1 0 1 - 1.09
5.2 . A rbei ts los igke i t 50.6 151.2 22.33 27.2 89 6 9.7 0.345 3.7 1 0 12.8 6.06
6. Wohnung 11.6 - 1.99 3.9 25 8 2.6 0.102 0.1 0 0 1.4 2.74
7. Verschiedenes 10.6 3.8 5.48 9.5 20 4 26.4 0.044 0.2 0 0 2.2 0.67
B. Verwaltungskosten 2 3 .4 55.8 3.66 12.7 42 4 17.1 0.129 4.2 1 3 4 .0 2.59
C. Sonstige laufende Ausgaben 6 . 0 4.6 - 3.7 9 5 8.0 0.005 3.3 2 2 0 .3 0.03
11. VERMÖGENSVERÄNDERNDE TRANSAKT. n.a n.a 8.7 n. a n . a 0.050 1.4 n. a - n.a
I I I . SOZIALSCHUTZAUSGABEN 476.4 3.149 122.8 126.9
( i ) Ohne s teu e r l ich e Leistungen
Tabelle A - 4 : SOZIALSCHUTZAUSGABEN (i) - 1987 (Mrd. na t . Währung)
EWG
(ECU)
B DK D F GR IRL I(1000 Mrd)
L NL UK
I . LAUFENDE TRANSAKTIONEN 922.3 1550.9 179.8.’ 541.1 1611 .4 1300.0 4.911 223.3 59.8 91.27
A. Sozialschutzleistungen 881 .4 1471 .4 175.0 522.4 1533.9 1239.0 4.716 208.7 57.5 136.2 87.89
1. Gesundheit 317.6 49n.1 57.3 210.6 512.9 245.0 1 .512 85.2 25.1 57.4 26.59
1 . 1 . Krankhe i t 318.2 37.4 141.3 386.1 155.0 1.184 41 .0 14.3 31.9 17.59
1.2. Invaliditä t-Gebrechen 88.6 137.9 18.7 52.5 83.7 65.0 0.302 37.8 8.5 25.5 8.26
1.3. Arbeitsunfall-Berufskrankheit 20.4 34.0 1.2 16.8 43.1 25.0 0.026 6.4 2.3 - 0.74
2. A L t e r 298.8 395.8 64.1 151.0 540.4 840.0 1 .177 77.6 15.7 38.7 35.63
3. Hinterbliebene 74.1 174.3 0.2 74.1 110.0 58.0 0.347 22.6 9.5 4.9 1.51
4. Mutterschaft/Familie 77.8 129.6 18.0 33.7 156.2 36.0 0.583 15.8 4.7 13.7 9.97
4.1. Mutterschaft 8.9 6.4 2.9 5.1 24.4 6.0 0.109 1.5 0.9 0.5 1.20
4.2 . Familie 67.9 123.2 15.1 28.5 131.8 30.0 0.474 14.3 3.8 13.2 8.76
5. Beschäftigung 80.5 258.7 23.9 35.2 149.9 22.0 0.784 7.2 2.3 17.1 9.88
5.1 . Arbeitsvermitt lung/Berufs-
beratung/Mobilität
5 .2. Arbei ts los igke i t
10.4
70.1
42.2
216.5
1.2
22.7
7.4
27.9
6.3
143.6 22.0
0.163
0.621
0.2
6.9
0.1
2.2 17.1
1.72
8.16
6. Wohnung 14.9 - 4.9 4.8 35.3 10.0 0.241 0.1 0.0 2.1 3.23
7. Verschiedenes 10.4 22.9 6.7 13.1 29.2 28.0 0.072 0.4 0.2 2.2 1.07
B. Verwaltungskosten 3 2 . 4 73.0 4.8 14.4 62.6 38.0 0.189 8.9 1.9 5 . 3
3.32
C. Sonstige laufende Ausgaben 8 . 6 6.5 - 4.3 14.9 23.0 0.006 5.7 0.4 0 . 4
0.06
I I . VERMÖGENSVERÄNDERNDE TRANSAKT. n.a n.a n.a n.a n.a 0.068 3.3 n.a - n.a
I I I . SOZIALSCHUTZAUSGABEN 4.979 226.6 1 4 7 . 7
( i ) Ohne s teuerl iche Leistungen
A N H A N G B
W i r t s c h a f t l i c h e Annahmen
T a b e l l e B - 1 : W i r t s c h a f t l i c h e Annahmen 1982 - 1987 (M r d . n a t . Währung)
EWG B OK D F GR IRL I L NL
UK
BIP
(M rd. n a t . Währung)
. 1982
. 1987
2435.0
3413.2
3849.5
5509.7
467
680
1597.9
1896 .3
3569.3
5513.9
2517.9
6223.3
12.989
20.798
471390
889041
154
220
368.86
436.5
283.6
398.5
W echse lkurse
(ECU)
. 1982
. 1985
(Aug.28)
44.711
45.090
8.1569
8.1013
2.3760
2.2261
6.4312
6.7974
65.342
105.985
0.6896
0.7150
1323.8
1495.95
44.711
45.090
2.6139
2.5069
0.5605
0.5733
K a u fk r a f tS ta n d a r d
. 1982
. 1987 (1984)
40.011
40.064
8.833
8.830
2.506
2.367
6.404
6.791
51.077
64.595
0.615
0.650
1018.130
1179.674
39.534
40.519
2.746
2.547
0.567
0.559
P r e is in d e x B IP ,
j ä h r l i c h e r D u r c h s c h n i t t
19 8 2 -1 9 8 7
5.5 4.7 2.8 8.0 15.8 8.0 11.6 6.3 2.5 5.1
A r b e i t s lo s e n q u o te
..1982
. 1987
13.0
16.3
9.5
8.5
6.8
8.0
8.7
12.2
(1.4)
9.7
12.2
19.3
9.7
13.7
1.3
1 .7
11.7
16.8
10.6
11.5
ANHANG C
" S o z i a l L e i s t u n g e n " und " S o z i a L s c h u t z L e i s t u n g e n "
G ib t es e in e n U n t e r s c h ie d z w is c h e n d ie s e n b e id e n A r te n von L e is tu n g e n ?
Der B e g r i f f " S o z i a l l e i s t u n g e n " i s t in d e r G e m e i n s c h a f t s s t a t i s t i k d e r
V o l k s w i r t s c h a f t l i c h e n G esam trechnungen e in e R u b r ik im " E in k o m m e n s v e r te i lu n g s
k o n to " des E u ro p ä is c h e n Systems v o l k s w i r t s c h a f t l i c h e r G esam trechnungen (ESVG),
i n dem a l l e T r a n s a k t io n e n im Zusammenhang m i t d e r P r o d u k t i o n und d e r Einkommens
e n ts t e h u n g , d e r E in k o m m e n s v e r te i lu n g und - U m v e r t e i l u n g und s e in e Verwendung f ü r
E n d v e rb ra u c h und E r s p a r n i s s o w ^ ^ I n v e s t i t i o n e n und K re d i ta u fn a h m e und - v e rg ä b e
in d e r G e m e in s c h a f t e r f a ß t s in d
In d e r v o l k s w i r t s c h a f t l i c h e n G esam trechnung w erden d ie Waren und
D i e n s t l e i s t u n g j e nach d e r s ie v e rb ra u c h e n d e n W i r t s c h a f t s e i n h e i t a u f s e h r
u n t e r s c h i e d l i c h e W eise e r f a ß t . Wenn in e inem gegebenen Land e in e P r i v a t p e r ^ ^ i
e in e n A r z t k o n s u l t i e r t , a u f R ezep t e i n M ed ikam ent k a u f t und d i e E r s t a t t u n g
i h r e r Ausgaben b e i d e r z u s tä n d ig e n E i n r i c h t u n g d e r s o z ia le n S i c h e r h e i t
b e a n t r a g t , dann g e l t e n d i e vom A r z t e r b r a c h t e D i e n s t l e i s t u n g und d i e W are , d ie
das M ed ikam ent d a r s t e l l t , a l s " m a r k t b e s t im m t " und w erden e s h a lb a l s von dem
K ra n ke n v e r b r a u c h t ange se h e n ; s i e f a l l e n s o m it u n t e r d ie G esam tgrößen " S o z i a l
l e i s t u n g e n " und "E n d v e rb ra u c h d e r p r i v a t e n H a u s h a l t e " . Dagegen g e h t man im
N a c h b a r la n d , wo e i n n a t i o n a l e r G esundhe i t s d i e n s t ^ji^m K ranken ä r z t l i c h e B e ra tu n g
und M ed ikam en te k o s t e n lo s z u r V e r fü g u n g s t e l l t , davon a u s , daß da d ie
ä r z t l i c h e D i e n s t l e i s t u n g vom S ta a t g e k a u f t w i r d , d i e s e r zum V e rb ra u c h e r d e r Ware
und d e r D i e n s t l e i s t u n g w i r d , d e re n K o s te n d e s h a lb u n t e r d ie G esam tgröße
" V e rb ra u c h des S t a a t e s " f a l l e n ; g l e i c h z e i t i g e r b r i n g t d i e s e r
" G e s u n d h e i t s l e i s t u n g e n " , d i e l e t z t l i c h dem K ranken z u g u te kommen, je d o c h - da
s i e " n i c h t m a r k tb e s t im m t " s in d - n i c h t a l s S o z i a l l e i s t u n g e n " b e t r a c h t e t werden
können .
N a t ü r l i c h haben d ie s e b u c h u n g s te c h n is c h e n U n te r s c h e id u n g e n f ü r den
K ra n ke n k e in e n S in n ; f ü r i h n s p i e l t es k e in e R o l l e , w ie s e in e B e h a n d lu n g ( A r z t ,
M e d ika m e n t) b e z a h l t w i r d .
Da e in e Ware na tu rgem äß immer m a rk tb e s t im m t i s t , w i r d d a ra u s
a b g e l e i t e t , daß:
(1 ) D ie D e f i n i t i o n e n s in d d e r j ä h r l i c h e n E U R O S T A T -V e rö f fe n t l ic h u n g " V o l k s w i r t
s c h a f t l i c h e G esam trechnungen -ESUG" zu en tnehm en .
(2 ) Es s p i e l t k e in e R o l l e , ob d i e E r s t a t t u n g v o l l s t ä n d i g od e r t e i l w e i s e ( d . h .
g e g e b e n e n fa l l s m i t S e l b s t b e t e i l i g u n g ) e r f o l g t .
(3 ) Um a l s " S o z i a l l e i s t u n g e n " e i n g e s t u f t zu w e rd e n , müssen d ie S a c h le is tu n g e n
(Waren und D i e n s t l e i s t u n g e n ) s t e t s m a rk tb e s t im m t s e in .
(4 ) T a t s ä c h l i c h g i b t es i n a l l e n L ä n d e rn , s e l b s t i n d e n e n , d ie k e in e n n a t i o n a le n
G e s u n d h e i t s d ie n s t h a b e n , Waren und D i e n s t l e i s t u n g e n , d ie in d ie s e b e id e n
K a t e g o r ie n f a l l e n . D ie U n te r s c h e id u n g z w is c h e n d ie s e n b a s i e r t e i n z i g a u f den
N o m e n k la tu re n , D e f i n i t i o n e n , B e z ie h u n g e n z w is c h e n den e i n z e ln e n S e k to re n
u s w . , d ie in den v o l k s w i r t s c h a f t l i c h e n G esam trechnungen nach d e re n B e d a r f
v e rw e n d e t w e rd e n .
a. andere S o z i a L L e i s t u n g e n a l s B a r l e i s t u n g e n a u s s c h l i e ß l i c h Waren und
m a r k t b e s t i m m t e D i e n s t l e i s t u n g e n u m fa s s e n ;
b . d i e s o n s t i g e n L e i s t u n g e n i n Form von Waren und D i e n s t l e i s t u n g e n des
S o z i a l s c h u t z e s , Waren, m a r k t b e s t i m m t e D i e n s t l e i s t u n g e n und a l l e n i c h t
m a r k t b e s t i m m t e n D i e n s t l e i s t u n g e n u m fa ssen .
" S o z i a l s c h u t z l e i s t u n g e n " s i n d h in g e g e n a l s das d e f i n i e r t , was d i e
Pe rs o n o d e r d e r B e g ü n s t i g t e e r h ä l t - z . B . ä r z t l i c h e V e r s o rg u n g o d e r A r z n e i m i t t e l
- , u n a b h ä n g ig von e r ü b l i c h e n v o l k s w i r t s c h a f t l i c h e n B e s c h r e ib u n g d e r A r t , w ie
s o l c h e Waren o d e r D i e n s t l e i s t u n g e n g e l i e f e r t bzw. e b r a c h t w e rd en . D i e s e r
B e g r i f f um fa ß t e i n w e i t e r e s F e ld a l s d i e enge D e f i n i t i o n " S o z i a l l e i s t u n g e n " , da
" s o n s t i g e L e i s t u n g e n i n Form von Waren und D i e n s t l e i s t u n g e n " i n b e g r i f f e n s i n d .
D e s h a lb l i e g e n d i e Z a h le n f ü r d i e S o z i a l s c h u t z l e i s t u n g e n höher a l s d i e
u n t e r d e r a u f den e r s t e n B l i c k ä h n l i c h e n R u b r i k i n den v o l k s w i r t s c h a f t l i c h e n
Ges a m tr e c h n u n g e n .
D ie se D e f i n i t i o n h a t - obwoh l v i e l l e i c h t e i n g e w a n d t werden k ö n n t e , daß
d i e f ü r den S o z i a l s c h u t z a u fg e w e n d e te n B e t r ä g e h i e r d u r c h " ü b e r t r i e b e n " würden -
den V o r t e i l , v e r g l e i c h b a r e Z a h le n zu l i e f e r n , i n s b e s o n d e r e f ü r e i n e n V e r g l e i c h
z w is c h e n Lä n d e rn m i t bzw. ohne s t a a t l i c h e n G e s u n d h e i t s d i e n s t .
ANHANG D
Auszug aus "E u ro p ä is c h e s System der i n t e g r i e r t e n
S o z i a l s c h u t z s t a t i s t i k , M e thod ik - Band 1 " EUROSTAT
B. DIE FUNKTIONEN DES SOZIALSCHUTZES - IHR INHALT
Funktion Krankheit
511. Die Krankheit ist im strengen Sinne einer mehr oder weniger erheblichen Störung der Gesundheit
zu verstehen, die die körperliche oder geistige Unversehrtheit des Individuums allgemein beein
trächtigt.
512. Zu dieser Funktion gehören
a) Krankengeldzahlungen als vollständiger oder teilweiser Ausgleich für einen Einkommensausfall
infolge Unterbrechung einer beruflichen Tätigkeit;
b) die Beträge zur Deckung der Gesamtheit oder eines Teils der Kosten fü r die allen geschützten
Personen gewährte vorbeugende oder heilende medizinische Versorgung('). Bei der Vorbeugung
handelt es sich hauptsächlich um Reihenuntersuchungen, Schutzimpfungen, Erziehung zur Ge
sundheitspflege, Vorbeugemaßnahmen usw.;
c) die Ausgaben der öffentlichen Gesundheitsdienste, soweit sie sich auf Krankengeldzahlungen
oder auf medizinische Versorgung beziehen;
d) sonstige m it der Krankheit verbundene Arten sozialer Hilfe.
513. Auszuschließen sind
a) die einem Invaliden oder Behinderten für die besondere Behandlung seiner Invalidität bzw. Be
hinderung, d .h . im direkten Zusammenhang m it dem besonderen Zustand, in dem der Betreffen
de sich befindet, gewährte medizinische Versorgung!2);
b) die Opfern von Arbeitsunfällen oder von einer Berufskrankheit befallenen Erwerbstätigen ge
währte medizinische Versorgung, soweit sie unmittelbar m it entsprechenden Unfällen oder
Krankheiten in Zusammenhang steht (3);
c) die medizinische Versorgung vor, während und nach der Entbindung!4),
(,) ^ h ä m e ^ ^ ^ e g a p e r s o n a l innerhalb und außerhalb von Krankenanstalten .ambulan,
und zuhause);
b) Krankenhausaufenthalt: ärztliche Behandlung und Verpflegungskosten;
dl Aar“ ue?und orthopädische Hilfsmittel: Arzneien und pharmazeutische Produkte, optische Erzeugnisse und Hörhilfen (Brillen, Gläser),
F ^ e u o n isse der Orthopädie und Prothesen, zahntechnische Erzeugnisse und Prothesen; . , u flrli(irfln flinl, tin
e) Sonst^qe ärztliche Dienstleistungen: Laboranalysen, Röntgen- und elektrophysikalische Untersuchungen, Thermal- und Se®bäderkuren, fu k
nelle Rehabilitation, Krankentransport, Aktionen zur Information über Gesundheit und Vorbeugung, Impfung und Immunisierung
(2) Diese Leistungen werden in der Funktion „Invalidität — Gebrechen erfaßt.
(3) Diese Leistungen sind der Funktion „Arbeitsunfall — Berufskrankheit" zugeordnet.
(4) Diese Leistungen sind der Funktion „Mutterschaft" zugeordnet.
514-516
d) die medizinische Versorgung von Soldaten, sofern es sich um Wehrpflichtige in der Zeit ihres
Pflichtwehrdienstes handelte );
e) alle gegebenenfalls aufgrund von Familienlasten gewährten Zulagen zu Krankengeldzahlun-
gen(2).
Funktion Invalidität — Gebrechen
514. Invalidität!Gebrechen (physisch oder psychisch) ist die Unfähigkeit, eine Tätigkeit im vorgeschriebe
nen Umfang auszuüben oder ein normales gesellschaftliches Leben zu führen, wenn damit zu rech
nen ist, daß es sich um eine dauernde Unfähigkeit handelt, oder wenn sie über einen gegebenen
falls durch die jeweiligen Rechtsvorschriften zur Deckung des Risikos Krankheit festgelegten be
grenzten Zeitraum hinausgeht. Sie kann angeboren oder die Folge einer Krankheit (ausgenommen
Berufskrankheit), eines Unfalls (ausgenommen Arbeitsunfall) oder eines politischen Ereignisses sein.
Anmerkung
Die genannten Ausnahmen (Arbeitsunfall, Berufskrankheit) beziehen sich nur auf die Fälle, in de
nen die Leistungsgewährung aufgrund von gesetzlichen oder sonstigen Bedingungen erfolgt, die
ausdrücklich Bezug auf diese beiden Risiken nehmen.
515. Zu dieser Funktion gehören
a) die den Invaliden und Behinderten in Anbetracht ihrer Verfassung gewährten Renten, Beihilfen
und sonstigen Zuwendungen in bar;
b) die den Behinderten gezahlten Vergütungen, wenn sie in beschützenden Werkstätten eine ihrer
Behinderung angepaßte berufliche Tätigkeit ausüben;
c) die den Invaliden oder Behinderten in Anbetracht ihrer besonderen Verfassung gewährte speziel
le medizinische Versorgung;
d) die funktionelle Rehabilitation sowie die berufliche und soziale Wiedereingliederung der Invaliden
und Behinderten;
e) sonstige Arten sozialer Hilfe zugunsten der Invaliden und Behinderten.
516. Nicht einzubeziehen sind
a) die den Familienmitgliedern der Invaliden und Behinderten gewährte medizinische Versor
gung (3)(4);
b) die Renten, Beihilfen, Begräbnis- und Sterbegelder, die den Hinterbliebenen von Invaliden und
Behinderten überwiesen werden!5);
c) alle aufgrund von Familienlasten gewährten Zulagen zu Renten, Beihilfen usw.(2).
{1} Oie Kosten für diese Versorgung werden nicht als eine Sozialschutzausgabe betrachtet.
(2) Diese Zulagen sind der Funktion ,,Familie" zugeordnet.
(3) Siehe Fußnote (1) zur Funktion „Krankheit".
(4) Diese Leistungen sind der Funktion „Krankheit" zugeordnet.
(5) Diese Leistungen sind der Funktion „Hinterbliebene" zugeordnet.
517-521
Funktion Arbeitsunfall — Berufskrankheit
517. Arbeitsunfall ist ein Unfall, der sich als Folge oder während der Arbeit oder auf dem Wege zw i
schen Wohnung und Arbeitsplatz ereignet.
Berufskrankheit ist eine Krankheit, die in den fü r die Mitgliedsländer geltenden Rechtsvorschriften
als solche bezeichnet wird.
518. Zu dieser Funktion gehören
a) die Renten, Beihilfen, Zuwendungen und sonstigen den Opfern bar gewährten Vergünstigungen;
b) die den Opfern in Anbetracht ihrer besonderen Verfassung gewährte spezielle medizinische Ver
sorgung (! ); insbesondere sind hier die Lieferung, die Reparatur und der Ersatz von infolge des
Unfalls notwendigen Prothesen oder orthopädischen Hilfsmitteln zu berücksichtigen;
c) die funktionelle Rehabilitation sowie die berufliche und soziale Wiedereingliederung der Opfer;
d) die Unfallverhütung (nur die von den Einrichtungen der Sozialversicherung, Sozialfürsorge und
sozialen Sicherheit bewilligten Ausgaben);
e ) sonstige Arten sozialer Hilfe für die Opfer.
519. Nicht einzubeziehen sind
a) die den Familienangehörigen der Opfer gewährte medizinische Versorung (’ )(2);
b) die den Hinterbliebenen der Opfer ausgezahlten Renten, Beihilfen, Begräbnis- und Sterbegel
der!3);
c) alle aufgrund von Familienlasten gewährten Zulagen zu den Renten, Beihilfen usw. (4).
Funktion A lter
520. Die Funktion A lte r entspricht dem Tatbestand, daß ein bestimmtes Mindestalter erreicht wurde, von
dem ab in den meisten Fällen die hauptberufliche Tätigkeit eingestellt werden kann.
521. Dieser Funktion sind zuzuordnen
a) die Renten, Beihilfen, Zuwendungen und sonstigen bei Erleben eines festgesetzten Alters in bar
gezahlten Vergünstigungen;
b) die Kosten fü r den Aufenthalt in A lters-oder Rentnerheimen;
c) die Zahlungen für die sogenannte vorzeitige Pensionierung oder Frührente, die im Rahmen von
Rechts- oder Verwaltungsvorschriften geleistet werden, wenn die Kriterien für die Zuweisung der
Leistung die Annahme zulassen, daß als Ziel die vollständige und endgültige Versetzung in den
Ruhestand aus Altersgründen angestrebt w ird, d .h . wenn die angewandte Maßnahme als eine
allgemeine Tendenz zur Vorverlegung der Altersgrenze für die Arbeitnehmer interpretiert werden
kann(5);
d) sonstige Arten sozialer Hilfe für alte Leute: Hilfe im Haushalt, Sachleistungen usw.
(1) Siehe Fußnote (’) zur Funktion „Krankheit".
(2} Diese Leistungen sind der Funktion „Krankheit" zugeordnet.
(3) Diese Leistungen sind der Funktion „Hinterbliebene" zugeordnet.
(4J Diese Zulagen sind der Funktion „Familie" zugeordnet.
(5) Diese Erläuterungen sind dazu bestimmt, eine Auswahlmöglichkeit für die Einordnung in die Funktionen „Alter" und „Arbeitslosigkeit" zu gewähr
leisten.
522-528
522. Nicht einzubeziehen sind
a ) die medizinische Versorgung (') alter Menschen (2 );
b) alle aufgrund von Familienlasten gewährten Zulagen zu den Renten, Pensionen usw. (3).
Funktion Hinterbliebene
523. Eine Hinterb/iebenen-Le\stung ist eine Leistung, die aufgrund eines abgeleiteten Anspruchs gewährt
wird, d. h. eines Anspruchs, der ursprünglich von einer anderen Person erworben wurde, deren Tod
die Zuweisung der Leistung bedingt. Aufgrund der Modalitäten bestimmter Versicherungen kann
dieser Anspruch jedoch auch ein direkter Anspruch sein, d .h. es besteht kein Zusammenhang zwi
schen der erhaltenen Leistung und der Leistung, auf die das verstorbene Familienmitglied Anspruch
gehabt hätte.
524. Die Empfänger der Hinterbliebenenleistung können der Ehegatte oder ehemalige Ehegatte des Ver-
storbenen, seine Kinder oder, Enkel, seine Verwandten in aufsteigender Linie oder seine Seitenver-
* wandten sein. In Ausnahmefällen {z.B. Begräbnisgelder) kann es sich um eine familienfremde Per
son handeln.
525. Zu dieser Funktion gehören
a) Pensionen, Renten, Beihilfen und sonstige den Hinterbliebenen in ihrer Eigenschaft als Verwand
te des Verstorbenen in bar gezahlte Vergünstigungen;
b) die an die hinterbliebenen Ehegatten zurückfallenden Altersrenten;
c) die sogenannten Sterbegelder, Begräbnisgelder usw.
526. Nicht einzubeziehen sind
a) die den Hinterbliebenen gewährte medizinische Versorgung C){2) ;
b) alle ggf. aufgrund von Familienlasten gewährten Zulagen zu Pensionen, Renten usw.f3).
Funktion M utterschaft
527. Die Funktion Mutterschaft umfaßt alle Leistungen, die sich auf die mit der Empfängnis und der Ge-
burt von Kindern (Lebend- oder Totgeburten) verbundenen Ausgaben beziehen, sowie alle Leistun
gen gleicher Art, die bei einem Schwangerschaftsabbruch oder bei einer Adoption gewährt werden.
528. Zu dieser Funktion gehören
a) die Geldleistungen (ggf. Lohnfortzahlung), die dazu bestimmt sind, den durch die Unterbrechung
der beruflichen Tätigkeit wegen Schwangerschaft und Entbindung entstandenen Einkommens-
ausfall ganz oder teilweise auszugleichen;
b) die während der Schwangerschaft oder nach der Geburt gezahlten Sondervergütungen, sofern
sie im Zusammenhang mit diesem Anlaß stehen (z.B. bei vor- und nachgeburtlichen ärztlichen
Untersuchungen);
(1) Siehe Fußnote!11 zur Funktion „Krankheit".
(2) Diese Leistungen sind der Funktion „Krankheit" zugeordnet.
(3) Diese Zulagen sind der Funktion „Familie" zugeordnet.
529-532
C) die anläßlich der Geburt gezahlten Pauschalzuwendungen;
d) die medizinische Versorgung!’ )
1. der werdenden Mutter während der Schwangerschaft,
2. bei der Entbindung,
3. der Mutter und des Kindes nach der Entbindung bis zur Entlassung aus der Klinik, sofern die
Betreuung in einer Krankenanstalt stattgefunden hat, oder während eines gleichwertigen Zeit
raums (meistens etwa eine Woche), wenn die Entbindung zu Hause stattgefunden hat;
e) sonstigen Arten sozialer Hilfe fü r werdende M ütter oder Wöchnerinnen.
529. Nicht enthalten ist die über die vorgenannte Zeitspanne hinausgehende medizinische Versor-
gungPH2)·
Funktion Familie
530. Die Funktion Familie umfaßt alle Leistungen, die zur Deckung der Lasten im Zusammenhang mit
der Erziehung der Kinder und ggf., wenn die Rechtsvorschriften dies vorsehen, mit dem Unterhalt
sonstiger Familienmitglieder (Ehegatte, Verwandte in aufsteigender Lime usw.) bestimmt sind.
531. Dieser Funktion sind zuzuordnen
a) die Familienbeihilfen;
b) die Beihilfen, Zuwendungen und sonstigen für unterhaltsberechtige Kinder oder, wenn die
Rechtsvorschriften dies vorsehen, für sonstige Familienmitglieder bar gewahrten Vergünstigun
gen;
c) die Kinderzulagen, wenn die rechtliche Begründung für diese Leistungen in der Deckung eines
anderen Risikos liegt (Krankheit, Invalidität usw.);
d) die Gewährung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Ferienaufenthalten und von Hilfen insbesondere
im Haushalt (mit Ausnahme von Leistungen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unter-^
richtswesen);
e) die Ausgaben im Bereich der Familienplanung;
f ) die anderen Arten sozialer Hilfe zugunsten der Kinder und der Familie.
Funktion A rb e its v e rm itt lu n g — B e ru fs b e ra tu n g — M obilität ( jetrt : Förderung de r
B e s c h ä f t ig u n g )
532. Zu dieser Funktion gehören
a) die Verwaltungskosten (Vergütung von Bediensteten, Erwerb von Waren und Dienstleistungen)
der Arbeitsämter;
b) die Umzugs- und Einrichtungsbeihilfen an Arbeitslose, die eine Stellung in einer anderen Gegend
angenommen haben und ihren Wohnsitz dorthin verlegen,
(!) Siehe Fußnote!1) zur Funktion „Krankheit".
(2) Diese Leistungen werden der Funktion „Krankheit" zugeordnet.
533-535
c) die Zahlungen zur Deckung des Verdienstausfalls durch Abwesenheit vom Arbeitsplatz aufgrund
der Absolvierung einer Berufsausbildung (’ ).
533. Nicht enthalten sind
a) die Verwaltungskosten der aufsichtsführenden Behörden der Arbeitsämter;
b) die direkten Leistungen der Arbeitgeber, soweit sie nicht durch eine öffentliche Subvention aus
geglichen werden;
c) die direkten Berufsausbildungskosten (Gehälter des Lehrpersonals, Lieferung von didaktischem
Material usw.);
d) die Subventionen, die die Behörden den Unternehmen als Anreiz zur Weiterbeschäftigung ihrer
Arbeitnehmer zahlen.
Funktion Arbeitslosigkeit
534. D iese F u n k t io n u m fa ss t s ä m t l i c h e L e is tu n g e n , d ie den Lebens
u n t e r h a l t d e r g e s c h ü tz te n Personen im F a l l e g ä n z l ic h e n oder
t e i l w e i s e n V e r lu s t e s des A rbe itse inkom m ens a u fg ru n d von A r
b e i t s l o s i g k e i t s ic h e r n s o l l e n .
535. Zu d ie s e r F u n k t io n gehö ren :
a) d ie R e g e lu n te r s tü tz u n g f ü r A r b e i t s lo s e bzw. d ie A r b e i t s
l o s e n h i l f e
b) d ie U n te r s tü t z u n g be i T e i l a r b e i t s l o s i g k e i t a u fg ru n d be
t r i e b l i c h e r , t e c h n is c h e r ode r w i r t s c h a f t l i c h e r Ursachen
c) d ie U n te r s tü tz u n g b e i T e i l a r b e i t s l o s i g k e i t a u fg ru n d un
g ü n s t i g e r W i t t e r u n g s v e r h ä l t n i s s e
d) E n t la s s u n g s e n ts c h ä d ig u n g e n
e) andere S o z ia lh iL fe a u fw e n d u n g e n f ü r b e s c h ä f t ig u n g s lo s e
Personen .
535a N ic h t e n t h a l t e n s in d :
a) d ie ä r z t l i c h e Behandlung von A r b e i t s lo s e n sow ie deren Fa
m i l ie n a n g e h ö r ig e n 1)
b) U m z u g s b e ih ilfe n und E i n r i c h t u n g s b e ih i l f e n f ü r A r b e i t s l o s e ,
d ie aus A rb e i t s g rü n d e n in e in e andere Region gezogen s in d 2)
c) d ie v e rs c h ie d e n e n B e i h i l f e n , d ie ä l t e r e n A r b e i t s lo s e n un
t e r b es t im m ten V o rausse tzu n g e n g e w ä h r t werden 3)
1) de r F u n k t io n K r a n k h e i t z u g e o rd n e te L e is tu n g e n
2) d e r F u n k t io n B e s c h ä f t ig u n g s fö r d e r u n g z u g e o rd n e te L e is tu n g e n
3) d e r F u n k t io n A l t e r zu g e o rd n e te L e is tu n g e n
J536-539
Funktion Wohnung
536. Diese Funktion umfaßt die vom Staat an bestimmte Kategorien von Haushalten — insbesondere
m it niedrigem Einkommen — geleisteten Zahlungen zur Verringerung der Kosten für die Benutzung
ihrer Wohnung. Es werden berücksichtigt
a) die den Haushalten (Mietern oder Eigentümern) unmittelbar in bar gezahlten Beihilfen,
b) die den privaten oder öffentlichen Wohnungseigentümern gewährten Zuschüsse, sofern sie aus
drücklich darauf abzielen, einen Einnahmeausfall auszugleichen, der auf die Anwendung herab
gesetzter Mieten zugunsten von Miethaushalten zurückzuführen ist.
537. Nicht berücksichtigt werden — selbst wenn sie vom Staat durchgeführt werden — alle Maßnah-
men allgemeiner A rt, die der Förderung des Wohnungsbaus dienen sollen, wie beispielsweise Bau
prämien, Wohnsparprämien, Zuschüsse zum Ausgleich der Senkung des Zinssatzes fü r Baudarlehen
usw.
Funktion Sonstiges
538. Diese Funktion umfaßt
a) die Leistungsbeträge, die sich auf mehrere andere Funktionen gleichzeitig beziehen und diesen
selbst durch Schätzung nicht getrennt zugeordnet werden können;
b) die Leistungsbeträge, die andere als die von den übrigen Funktionen umfaßten Bereiche betref
fen, deren Zweck jedoch der Sozialschutz im weiteren Sinne ist, z. B.:
1. die Unterstützungen an Bedürftige, soweit die Ursache fü r die fehlenden M ittel nicht einer
anderen Funktion zugeordnet werden kann (Alter, Familie usw.),
2. die Ausgaben im Rahmen von Sozialhilfemaßnahmen zum Kampf gegen die Arm ut,
3. die Ausgaben zugunsten straffällig gewordener Kinder und Jugendlicher (Wiedereingliede
rung usw.) mit Ausnahme von Bildungsmaßnahmen;
4. die Beihilfen und sonstigen nicht an anderer Stelle aufgeführten Vergünstigungen in bar oder
in Sachwerten zugunsten von Opfern politischer Ereignisse oder von Naturkatastrophen,
5. Rechtsbeistand und Hilfe fü r Opfer von kriminellen Gewalttaten;
6. sonstige Arten sozialer Hilfe zugunsten von Bedürftigen, von Obdachlosen, von Sozialbehin
derten (Drogenmißbrauch usw.).
NB: Diese Liste ist erschöpfend.
C. ZUSAMMENFASSUNG VON FUNKTIONEN
539. Für bestimmte Zwecke ist es unter Umständen nicht sinnvoll, die Leistungen so aufzugliedern, wie
es in der Tabelle D in den zweistelligen Positionen vorgesehen ist. Es wurde daher eine weniger de
taillierte Untergliederung vorgesehen, die aus nur einstelligen Rubriken besteht und nur die folgen
den großen Bereiche enthält: Gesundheit, Alter, Hinterbliebene, Mutterschaft - Familie, Beschäfti
gung, W ohnung, Sonstiges.
ANHANG E
Für d i e B e rechnung d e r B e t rä g e j e P erson ( T a b e l l e 3 .9 )
b e n u t z t e ALTERSGRENZEN
Wanner Frauen
B e lg ie n 65 60
Dänemark ( g e s e t z l . A l t e r s g r e n z e 67) 65 65
B u n d e s r e p u b l ik D e u ts c h la n d 65 65
F r a n k r e ic h 60 60
G r ie c h e n la n d 65 60
I r l a n d 65 65
I t a l i e n 60 55
Luxem burg 65 65
N ie d e r la n d e 65 65
V e r e i n i g t e s K ö n ig r e i c h . 6 5 60
Full & Egal Universal Law Academy