Beschluss vom 27. August 2015
Beschwerdekammer
Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz,
Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser,
Gerichtsschreiber Stefan Graf
Parteien A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt
Roger Lerf,
Beschwerdeführer
gegen
BUNDESANWALTSCHAFT,
Beschwerdegegnerin
Gegenstand Ergänzung der Akten; Parteianträge (Art. 318 i.V.m.
Art. 394 lit. b e contrario StPO);
Erstreckung von Fristen (Art. 92 StPO)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t
T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l
T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e
T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Geschäftsnummer: BB.2015.88
- 2 -
Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft den Parteien am 20. Juli 2015 mitteilte, sie erachte
die gegen A. geführte Untersuchung im Teilsachverhalts- und Vorwurfsbe-
reich «Anlagebetrügereien / Anschlussgeldwäscherei» als vollständig und
abschlussreif (act. 1.4);
- sie gleichzeitig den Parteien zur Stellung von Beweisanträgen eine einmalig
erstreckbare Frist bis 10. August 2015 ansetzte (act. 1.5);
- A. am 10. August 2015 die Bundesanwaltschaft ersuchte, diese Frist einma-
lig um drei Monate (bis 10. November 2015) zu erstrecken (act. 1.3);
- die Bundesanwaltschaft die Frist mit Verfügung vom 12. August 2015 letzt-
mals bis 31. August 2015 erstreckte, das Gesuch von A. damit teilweise ab-
wies (act. 1.2);
- A. dagegen mit Beschwerde vom 24. August 2015 an die Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts gelangte (act. 1);
- A. seine Beschwerde mit Eingabe vom 25. August 2015 umgehend wieder
zurückzog (act. 2).
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, dieses bei schriftlichen Verfahren bis zum
Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder Aktenergän-
zungen zurückziehen kann (Art. 386 Abs. 2 lit. b StPO);
- der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das Be-
schwerdeverfahren als erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben
werden kann (vgl. hierzu sinngemäss ZIEGLER/KELLER, Basler Kommentar,
2. Aufl., Basel 2014, Art. 386 StPO N. 4);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer dessen Kosten
zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- diese festzusetzen sind auf das gesetzliche und reglementarische Minimum
von Fr. 200.– (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des
Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und
Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]);
- 3 -
und erkennt:
1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt
von der Geschäftskontrolle abgeschrieben.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
Bellinzona, 28. August 2015
Im Namen der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Zustellung an
- Rechtsanwalt Roger Lerf
- Bundesanwaltschaft
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.
Full & Egal Universal Law Academy