Beschluss vom 7. März 2019
Beschwerdekammer
Besetzung Bundesstrafrichter
Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz,
Andreas J. Keller und Stephan Blättler,
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia
Parteien
1. A.,
2. B. AG,
Gesuchsteller 1 und 2
gegen
BUNDESANWALTSCHAFT,
Gesuchsgegnerin
Gegenstand Revision (Art. 410 StPO)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t
T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l
T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e
T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Geschäftsnummer: BB.2019.40-41
- 2 -
Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- mit Beschluss BB.2019-32-33 vom 25. Februar 2019 die Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts die Beschwerde vom 19. Februar 2019 von A.
und der B. AG gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwalt-
schaft vom 7. Februar 2019 abwies;
- A. und die B. AG mit Schreiben vom 5. März 2019 erneut an die Beschwer-
dekammer gelangen; sie den Antrag stellen, die mit Beschluss vom 25. Feb-
ruar 2019 bereits beurteilte Beschwerde vom 19. Februar 2019 sei zu be-
handeln (act. 1);
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (Art. 390
Abs. 2 StPO e contrario).
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- aufgrund dessen, dass die StPO eine Wiedererwägung nicht kennt (Be-
schluss des Bundesstrafgerichts BB.2016.89 vom 9. Mai 2016 m.w.H.), das
Ersuchen um nochmalige Beurteilung der Beschwerde vom 19. Feb-
ruar 2019 als sinngemässes Gesuch um Revision im Sinne von Art. 410
StPO entgegenzunehmen ist;
- gemäss Art. 410 Abs. 1 StPO die Revision verlangen kann, wer durch ein
rechtskräftiges Urteil, einen Strafbefehl, einen nachträglichen richterlichen
Entscheid oder einen Entscheid im selbständigen Massnahmenverfahren
beschwert ist;
- die Revision gegen Entscheide in der Form eines Beschlusses oder einer
Verfügung nicht zulässig ist (BGE 141 IV 269 E. 2.2.2; TPF 2011 115 E. 2);
- es sich bei dem mit dem Gesuch um Neubeurteilung anvisierten Entscheid
der Beschwerdekammer nicht um ein Urteil, sondern um einen Beschluss
handelt (siehe zur Unterscheidung Art. 80 Abs. 1 StPO), wofür die Revision
eben nicht möglich ist (s. auch Beschluss des Bundesstrafgerichts
BB.2018.176 vom 9. Oktober 2018);
- damit auch auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten ist;
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- A. und die B. AG in ihrem Schreiben vom 5. März 2019 zudem explizit erklä-
ren, den Beschluss vom 25. Februar 2019 anzufechten;
- daher angezeigt ist, mit Bezug auf diesen Antrag eine Kopie der Eingabe der
Gesuchsteller dem Bundesgericht zur gutscheinenden Prüfung weiterzulei-
ten;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gesuchsteller die Gerichtskosten
zu tragen haben (Art. 428 Abs. 1 StPO); die Gerichtsgebühr von Fr. 300.--
festzusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR).
- 4 -
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
1. Auf das Gesuch um Revision wird nicht eingetreten.
2. Eine Kopie der Eingabe vom 5. März 2019 wird dem Bundesgericht weiterge-
leitet.
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird beiden Gesuchstellern unter solidari-
scher Haftung auferlegt.
Bellinzona, 7. März 2019
Im Namen der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
Zustellung an
- A.
- B. AG
- Bundesanwaltschaft
- Bundesgericht
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.
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