Beschluss vom 3. September 2014
Beschwerdekammer
Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz,
Emanuel Hochstrasser und Andreas J. Keller,
Gerichtsschreiber Martin Eckner
Parteien
A.,
Beschwerdeführer
gegen
EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,
Beschwerdegegnerin
Gegenstand Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t
T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l
T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e
T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Geschäftsnummer: BV.2014.50
- 2 -
Sachverhalt:
A. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend "ESBK") be-
schlagnahmte mit Verfügung vom 3. Juli 2014 (recte 3. Juni 2014) in der
B.-Bar, einen Glücksspielautomaten und damit in Zusammenhang stehen-
des Bargeld (act. 2.1). Die Verfügung wurde A. am 5. Juni 2014 zugestellt
(act. 2.1, 2.2).
B. A. verlangte mit Eingabe vom 11. Juni 2014 (Postaufgabe: 13. Juni 2014,
act. 1.1) die Aufhebung der Beschlagnahmeverfügung und die "Rückgabe
aller eingezogenen Werte" (act. 1).
Diese ESBK setzte A. eine Frist, um sich zur rechtzeitigen Einreichung der
Beschwerde zu äussern. Da keine Stellungnahme eingegangen ist, über-
wies die ESBK die Eingabe vom 11. Juni 2014 zusammen mit ihrer Be-
schwerdeantwort vom 14. August 2014 (act. 2) der Beschwerdekammer.
Es wurde kein Schriftenwechsel durchgeführt. Die Beschwerdeantwort
wurde A. am 19. August 2014 zur Kenntnisnahme zugestellt.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug ge-
nommen.
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1.
1.1 Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über
Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) wer-
den durch das Sekretariat der ESBK nach dem Bundesgesetz vom
22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) verfolgt
(Art. 57 Abs. 1 SBG).
1.2 Gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zu-
sammenhängende Amtshandlungen kann bei der Beschwerdekammer des
Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 26 Abs. 1 VStrR).
Die Beschwerde ist innert dreier Tage, nachdem der Beschwerdeführer von
der Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde
- 3 -
schriftlich mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen (Art. 28
Abs. 3 VStrR). Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene
Amtshandlung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung oder Änderung hat (Art. 28 Abs. 1 VStrR; TPF 2004 34 E. 2.1).
1.3 Die am 13. Juni 2014 der Post übergebene Eingabe des Beschwerdefüh-
rers vom 11. Juni 2014 gegen die am 5. Juni 2014 zugestellte Beschlag-
nahmeverfügung ist offensichtlich ausserhalb der Dreitagesfrist eingereicht.
Die von der ESBK eingeräumte Gelegenheit, sich zur Fristeinhaltung zu
äussern, liess der Beschwerdeführer unbenutzt. Auf die verspätete und
somit offensichtlich unzulässige Beschwerde ist ohne weiteres nicht einzu-
treten (Art. 52 Abs. 2 VwVG).
2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Ge-
richtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf
Fr. 200.-- festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reg-
lements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten,
Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR;
SR 173.713.162]).
- 4 -
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
Bellinzona, 3. September 2014
Im Namen der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Zustellung an
- A.
- Eidgenössische Spielbankenkommission
Rechtsmittelbelehrung
Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach der Er-
öffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 79 und 100
Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das Verfahren richtet sich
nach den Artikeln 90 ff. BGG.
Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktionsrichter
oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).
Full & Egal Universal Law Academy