Abtei lung II I
C-1153/2008/frj/fas
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 9 . S e p t e m b e r 2 0 0 8
Richter Johannes Frölicher (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino,
Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.
M._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Mona,
Langstrasse 4, 8004 Zürich,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Rentenrevision (Verfügung vom 22. Januar 2008).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-1153/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle)
mit Verfügung vom 22. Januar 2008 feststellte, M._______ habe
aufgrund eines unveränderten Invaliditätsgrades von 50 % weiterhin
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente,
dass M._______, vertreten durch Rechtsanwalt Marco Mona, gegen
diese Verfügung am 22. Februar 2008 beim Bundesverwaltungsgericht
Beschwerde einreichen und beantragen liess, es sei ihm – unter
Kosten- und Entschädigungsfolge – eine ganze Rente zuzusprechen,
eventualiter sei die Sache zur Durchführung ergänzender Abklärungen
und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beur-
teilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden
gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Rentenanspruchs vor
Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b
des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-
rung [IVG, SR 831.20]),
dass gemäss Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR
830.1) eine Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für
die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben wird,
wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich ändert,
dass die IV-Stelle auch bei einer Rentenrevision – sofern eine Revision
von Amtes wegen durchgeführt wird – den Sachverhalt von Amtes
wegen abklärt (vgl. Art. 43 ATSG, Art. 69 Abs. 2 und Art. 87 Abs. 2 der
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV,
SR 831.201]),
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dass der Beschwerdeführer rügt, die IV-Stelle habe in dem von ihr
eingeleiteten Revisionsverfahren nicht die erforderlichen Abklärungen
vorgenommen und die eingereichten medizinischen Unterlagen nicht
berücksichtigt,
dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2008 die
Gutheissung der Beschwerde und die Rückweisung der Sache zur
weiteren Abklärung im Sinne der Stellungnahme ihres medizinischen
Dienstes beantragt,
dass Dr. med. A._______ in seiner Stellungnahme vom 20. April 2008
an die IV-Stelle festhält, dass die vorliegenden medizinischen
Unterlagen nicht genügten, um den Gesundheitszustand bzw. die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen, weshalb unter
anderem aktuelle rheumatologische und neurologische Beurteilungen
einzuholen seien,
dass die Parteien nunmehr darin übereinstimmen, dass eine erheb-
liche Veränderung des Invaliditätsgrades eingetreten sein könnte (vgl.
Art. 87 Abs. 2 IVV) und deshalb weitere Abklärungen erforderlich sind,
dass es für das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keinen
Anlass gibt, vom übereinstimmenden Antrag der Parteien abzuwei-
chen,
dass die Beschwerde daher in dem Sinne gutzuheissen ist, dass die
Verfügung vom 22. Januar 2008 aufzuheben und die Sache zur
Durchführung der entsprechenden Abklärungen und Neubeurteilung
an die Verwaltung zurückzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche unter Berücksich-
tigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, pauschal auf
Fr. 1'800.- (ohne Mehrwertsteuer, vgl. Art. 5 Bst. b in Verbindung mit
Art. 14 Abs. 3 Bst. c des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September
1999 [MWSTG, SR 641.20]) festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in Ver-
bindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung
vom 22. Januar 2008 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne
der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird für das vorliegende Verfahren eine
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'800.- zugesprochen. Diese
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
- SUVA, Bereich Renten, Luzern
- Winterthur Columna (Nr. ...), 8401 Winterthur
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Johannes Frölicher Susanne Fankhauser
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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