Abtei lung II I
C-1160/2008
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U r t e i l v o m 2 3 . O k t o b e r 2 0 0 8
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Jürg Kölliker,
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiberin Dominique Gross.
I._______, Österreich,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Gerhard Lanz,
Kirchenfeldstrasse 68, 3005 Bern,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-1160/2008
nach Einsicht:
in die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend:
IV-Stelle) vom 17. Januar 2008, mit der das Gesuch von I._______ um
Gewährung einer Invalidenrente abgelehnt worden ist,
in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 22. Februar
2008, ergänzt am 30. April 2008, mit der I._______ (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) beantragt hat, ihr eine Invalidenrente zu
gewähren, eventualiter die Sache zur Einholung eines poly-
disziplinären Gutachtens zurückzuweisen,
in die Stellungnahme von Dr. med. W._______ vom 30. September
2008, wonach aufgrund der Akten nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für
angepasste Verweisungstätigkeiten ausgegangen werden könne und
deshalb ein bidisziplinäres, psychiatrisch-rheumatologisches Gutach-
ten, welches den Anforderungen des schweizerischen
Invalidenversicherungssystems (insbesondere auch hinsichtlich der
zumutbaren Willensanstrengung bei bestimmten gesundheitlichen
Störungen) gerecht werde, eingeholt werden sollte,
in die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 7. Oktober 2008, in der diese
beantragte, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache im
Sinne der erwähnten IV-ärztlichen Stellungnahme an die Verwaltung
zurückzuweisen.
In Erwägung:
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und
34 VGG zuständig ist,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
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dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit darauf einzutreten ist,
dass nach dem Zugeständnis der IV-Stelle in Verbindung mit der IV-
ärztlichen Stellungnahme die Verfügung vom 17. Januar 2008 auf ei-
nem mangelhaft eruierten Sachverhalt beruhe und sich die Einholung
eines pluridisziplinären, psychiatrisch-rheumatologischen Gutachtens
als notwendig erweise,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde eventualiter bean-
tragt hat, die Sache zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens
an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass sich – nach Einsicht in die Akten (vgl. insbesondere auch die
Stellungnahme von Dr. med. P._______ vom 25. September 2007) –
die Einholung eines psychiatrisch-rheumatologischen Gutachtens als
notwendig erweist,
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass mangels ausreichender Abklärung des Sachverhalts über den
Antrag des Beschwerdeführers auf Gewährung einer Invalidenrente
zur Zeit nicht entschieden werden kann,
dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG),
dass der obsiegenden Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche auf Fr. 1'500.-
festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung
vom 17. Januar 2008 aufgehoben.
2.
Die Sache wird zur Feststellung des Sachverhalts im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.-
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.
5.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlas-
sung vom 7. Oktober 2008 mit IV-ärztlicher Stellungnahme vom
30. September 2008)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Dominique Gross
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-
schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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